Lindgren: Sidebets sind besser als die WSOP

Erick Lindgren
Spieler des Jahres Erick Lindgren muss wissen, wovon er redet.

Vor der WSOP 2008 galt Erick Lindgren als einer der besten Spieler der Welt, der nie ein Bracelet gewonnen hat. In diesem Jahr ist alles anders. PokerListings sprach mit dem Player of the Year.

Dann aber gewann Lindgren das $5k Mixed Hold'em Event, gleich das vierte Turnier der Serie, und damit war der Bann gebrochen.

Der Full Tilt Profi belegte kurze Zeit später Platz 4 im $5k No Limit 2-7 Draw (Rebuy), wurde 18. bei der $10k Heads-up World Championship und musste sich im Königsevent, dem $50k H.O.R.S.E., schließlich nur Scotty Nguyen und Mike DeMichele geschlagen geben. Allein dieser dritte Platz war über $780.000 wert.

Ohne den Druck, endlich ein Bracelet gewinnen zu müssen, sieht Lindgren der WSOP 2009 gelassen, aber auch etwas unsicher über seine persönlichen Ziele entgegen.

„Es wird wohl davon abhängen, wie meine Sidebets laufen", äußerte er sich gegenüber PokerListings. „Das ist wieder mein großes Ziel - die Sidebets zu gewinnen. Alles andere kommt dann von allein."

Da im Moment nicht allzu viel los ist, fragt sich Lindgren auch, wie es wohl um seine Motivation bestellt sein wird, das Erfolgsjahr 2008 noch einmal zu wiederholen, in dem er nicht nur sein erstes Armband Bracelet gewann, sondern auch noch „Spieler des Jahres" der WSOP wurde.

„Es kommt darauf an, wie ich mich fühle", sagt Lindgren. „Wenn ich richtig schlecht Golf spiele, bin ich auch schlecht gelaunt. Nehmen wir an, ich verliere mein ganzes Geld auf dem Golfplatz an Daniel Negreanu, dann bin ich gezwungen, mehr auf Poker zu setzen, und das sollte mich ja eigentlich motivieren."

Wie üblich zu Späßen aufgelegt, erklärte Lindgren, er sei zwar froh darüber, im letzten Jahr ein Armband gewonnen zu haben, aber sei nicht sein vordringliches Ziel, diesem weitere hinzuzufügen und in den exklusiven Club der Mehrfachbesitzer aufzusteigen.

„Natürlich will man immer gewinnen, aber eigentlich macht es mehr Spaß, die Jungs aufzuziehen, die eben noch keines gewonnen haben, so wie Gavin Smith."

Ganz ohne Spaß sieht Lindgren die Entwicklung einer etwas spielerfreundlicheren Blindstruktur und den größeren Starting Stacks in den diesjährigen Events mit Genugtuung entgegen.

„Daniel hat ziemlich damit angegeben, weil er ja involviert ist, und gesagt, die Bedingungen seien dieses Jahr besonders gut. Ich habe gehört, dass es keine Rebuy-Turniere mehr gibt, aber eigentlich ist mir das egal. Natürlich hat es den Vorteil, dass die Turniere insgesamt etwas billiger werden."

„Meiner Meinung nach hat es der Serie gut getan, dass die Organisatoren auf uns Spieler gehört haben und einiges verbessern konnten, also sehe ich der Zukunft entspannt entgegen."

Nachdem er eine Zeitlang nicht mehr am grünen Tisch gesessen hat, erklärte Lindgren sich bereit für neue lange Pokernächte bei der WSOP.

„Ich habe mir sehr viel Zeit genommen und kaum Poker gespielt", sagte Lindgren. „Wenn die WSOP beginnt, setze ich mich gern jeden Tag gegen Mittag an den Tisch und spiele bis drei Uhr morgens - und das 40 Tage hintereinander."

 

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