Limit Seven Card Stud

Limit Seven Card Stud ist eines der beliebtesten Pokerspiele, vor allem weil es in Casinos populär ist.

Übersicht

  • Grundlagen und typische Fehler
  • Das Spiel auf der dritten Straße
  • Starthände

Einführung

Limit Seven Card Stud ist möglicherweise die Pokervariante, die weltweit am häufigsten gespielt wird. Das liegt hauptsächlich daran, dass sehr viele Amerikaner diese Variante sowohl im Casino als auch in Home Games spielen. In den USA ist es viel beliebter als in Europa, obwohl Texas Hold'em beständig aufholt und Seven Card Stud als populärste Version vielleicht sogar schon überholt hat. Stud ist auch eine beliebte Turniervariante, deshalb findet man bei großen internationalen Events auch immer wieder ein Seven Card Stud Turnier.

Dieser Artikel soll Einsteigern helfen, ihr Seven Card Stud Spiel durch einen soliden, tight-aggressiven Stil zu verbessern. Wir empfehlen eine ausgewogene Balance zwischen Bluffs und Semi-Bluffs und bodenständigem Spiel. Besonderer Wert wird auf das Spiel auf der dritten Straße gelegt, weil dies die wichtigste Setzrunde ist. Wenn Sie auf der dritten Straße korrekt spielen, werden Sie in den folgenden Setzrunden seltener in schwierige Situationen geraten, denn das Spiel wird dann schnell sehr komplex und mit fortschreitender Dauer schwierig zu analysieren.
Limit Seven Card Stud ist ein sehr strategisches Spiel, das eine gute Portion Talent und Disziplin erfordert. Der Spieler ist gezwungen, mehrere Konzepte gegeneinander auszubalancieren. Die Spielanalyse ist wegen der zusätzlichen Setzrunde komplizierter als in Hold'em.
Wie bei allen Pokervarianten gibt es keine Regel ohne Ausnahme, und die hier angesprochenen Konzepte sind deshalb grundsätzlich nur als allgemeine Richtlinien anzusehen. Um wirklich erfolgreich zu spielen, müssen Sie die in der Lage sein, Ausnahmen zu machen und mittels Ihres Urteilsvermögens die bestmögliche Spielweise bestimmen. Eindeutige Empfehlungen für jede Situation abzugeben, ist schlichtweg unmöglich.

Grundlegende Fähigkeiten für erfolgreiches Seven Card Stud

  • genaue Handauswahl (Geduld/Disziplin)
  • richtige Tischwahl (gilt für alle Pokervarianten)
  • Disziplin (die Fähigkeit, auf gute Hände zu warten und nicht auf die zweitbeste Hand zu vertrauen)
  • die Fähigkeit, den Gegner zu lesen
  • Mut zum Betten/Raisen/Heruntercallen (aggressives Spiel mit Draws und möglicherweise der besten Hand)
  • Widerstandsfähigkeit gegen „Tilt"
  • die Fähigkeit, die sichtbaren Karten des Gegner zu erinnern

Ein Vergleich: Seven Card Stud und Texas Hold'em

Die entscheidenden Unterschiede zwischen Seven Card Stud und Texas Hold'em: Für Seven Card Stud gilt:

  1. Es gibt keine Gemeinschaftskarten.
  2. Statt der Blinds gibt es Ante und Bring-in Bets.
  3. Es gibt fünf Setzrunden statt vier.
  4. Der Spieler mit der besten offenen Hand beginnt in jeder Runde mit der Action, abgesehen von er ersten, die von der niedrigsten Karte eröffnet wird.
  5. Sie müssen sich die gefoldeten offenen Karten in Erinnerung behalten.
  6. die Zahl der Spieler ist auf acht pro Tisch begrenzt.
  7. Es existiert kein positioneller Vorteil, wenn die Karten verteilt werden. die Karten selbst bestimmen, wer als erster bzw. letzter in jeder Setzrunde an der Reihe ist.
  8. Der Glücksfaktor ist auf kurze Sicht größer. Das bedeutet, das die Swings größer sind und dieses Spiel eine größere Bankroll erofordert.

Spielablauf und Ante

  1. Alle Spieler erhalten zwei verdeckte Karten (Holde Cards) und eine offene (Up Card). Die Karten werden einzeln verteilt.
  2. Der Spieler mit der niedrigsten Karte muss die Bring-in Bet setzen.
  3. Die anderen Spieler folgen im Uhrzeigersinn, beginnend mit dem Spieler links vom Bring-in.
  4. Eine vierte Karte wird offen ausgegeben. Die Setzrunde beginnt bei dem Spieler, der die besten Up Cards hält und wird im Uhrzeigersinn fortgesetzt.
  5. Eine fünfte Karte wird offen ausgegeben. Die Action beginnt bei dem Spieler mit den besten Up Cards und wird im Uhrzeigersinn fortgesetzt.
  6. Eine sechste Karte wird offen ausgegeben. Die Setzrunde beginnt bei dem Spieler, der die besten Up Cards hält und wird im Uhrzeigersinn fortgesetzt.
  7. Die siebte Karte wird verdeckt ausgegeben. Die Action Die Action beginnt bei dem Spieler mit den besten Up Cards und wird im Uhrzeigersinn fortgesetzt.
  8. Die verbliebenen Spieler bilden aus ihren Karten die bestmögliche, aus fünf Karten bestehende Hand.

In der folgenden Tabelle sehen Sie die übliche Setzstruktur für Seven Card Stud.

Limit / Ante / Bring-in Bet / Opening Bet
$1-$2 $0.25 $0.50 $1
$2-$4 $0.50 $0.75 $2
$3-$6 $0.75 $1.25 $3
$4-$8 $1 $2 $4
$5-$10 $1 $2 $5
$6-$12 $1 $2 $6
$8-$16 $2 $3 $8
$10-$20 $2 $4 $10
$15-$30 $3 $6 $15
$20-$40 $5 $10 $20
$30-$60 $5 $15 $30
$50-$100 $10 $20 $50
$75-$150 $25 $50 $75
$100-$200 $25 $50 $100

Grundlagen und typische Fehler

Grundlagen von Seven Card Stud

  1. Wählen Sie Ihre Starthände sorgfältig: Nichts ist wichtiger als die Auswahl der Starthände in einer bestimmten Situation.
  2. Tischauswahl: Spielen Sie nur in Partien, in denen Sie einen Vorteil haben. Sie wollen an Ihrem Tisch immer ein paar Spieler haben, die schwächer sind als Sie.
  3. „Spielen Sie den Gegner": Schätzen Sie die Gegner so schnell wie möglich ab: Wer spielt schwache Hände, wer foldet gegen aggressives Spiel, wer setzt mit Draws, wer callt mit schwachen Händen und schwachen Draws, wen kann man bluffen, wer blufft usw.
  4. „Stell rein oder schmeiß weg": Folden oder betten/raisen Sie (wenn die Odds dies zulassen). Sie sollten Calls vermeiden, wenn es dafür keinen guten Grund gibt (etwa eine Falle zu stellen).
  5. Behalten Sie die Up Cards in Erinnerung: Sehen Sie sich alle Up Cards Ihrer Gegner an und vergessen Sie sie nicht. Es ist sehr wichtig zuwissen, ob die Hände „live" sind (die notwendigen Karten sind noch im Spiel) oder nicht.
  6. Erhöhen Sie mit starken Draws: Wenn Sie einen starken Draw treffen, z. B. vier gleichfarbige Karten auf der vierten Straße, ziehen Sie einen Raise statt eines Calls in Betracht. Dadurch bringen Sie Spieler dazu, die bessere Hand zu folden, obwohl Sie noch immer auf einem Draw sind.

Typische Fehler in Seven Card Stud

  1. Zu viele Starthände spielen.
  2. Zu wenig Beachtung der gegnerischen Karten.
  3. Festhalten an mittelmäßigen Händen.
  4. Zu wenige Raises mit starken Händen, sodass Drawing Hands im Spiel bleiben können.
  5. Spielen von Draws zur zweitbesten Hand. Z. B. mit einer Hand wie (5-5)-J einen Gegner callen, der einen König offen liegen hat. Auch das zweite Paar kann hier nur zur zweitbesten Hand führen.
  6. Konzentration auf das eigene Spiel unter Vernachlässigung der Gegner. Wie viele Spieler sind auf der vierten Straße noch dabei? Hat jemand auf der dritten Straße erhöht? Was für Spieler sind noch im Pot? All diese Fragen muss man sich ständig stellen.
  7. Zu wenig Aggressivität auf der dritten Straße (Übernehmen der Initiative) bzw. der vierten oder fünften (Verteidigen/Schützen der Hand).
  8. Callen bis zur siebten Straße, ohne die notwendigen Odds zu bekommen.
  9. Zu viele Calls statt Raises, wenn man die beste Hand hält.
  10. Schlechte Tischauswahl.

Das Spiel auf der dritten Straße

Allgemeine Empfehlungen zum Spiel auf der dritten Straße

Im Seven Card Stud treffen Sie die wichtigste Entscheidung auf der dritten Straße. Sie müssen in der Lage sein, zu entscheiden, ob und wie Sie Ihre Hand spielen. Manche Hände lassen sich besser in Multiway-Pots spielen, andere ziehen Shorthanded Pots vor. Für Multiway-Pots eignen sich vor allem Drawing Hands, etwa drei gleichfarbige Karten zum Flush oder drei aufeinanderfolgende zur Straight oder gar Kombinationen von beidem. Wenn Sie zu viele Starthände spielen, werden sich Ihre Fehler auf den späteren Straßen potenzieren. Wenn Sie mit einer wertlosen Hand beginnen, haben Sie am Ende vielleicht einen Draw in einem Pot, in den sie sich gar nicht erst hätten verwickeln lassen sollen. Auf Dauer werden solche Fehler sehr kostspielig.

Es gibt eine Reihe von Faktoren, die sie bei der Auswahl Ihrer Starthände berücksichtigen sollten:

  1. Welche Karten sind gefallen?
  2. Wie viele Spieler sind im Pot, wenn Sie an der Reihe sind?
  3. Handelt es sich um einen tighten oder einen loosen Tisch?
  4. Wie viele Spieler sitzen am Tisch?
  5. Wurde der Pot schon geraist? Wenn ja, von wem und aus welcher Position?
  6. Wie ist Ihre Position relativ zum Raiser (wenn es einen gibt)?

Die wichtigsten Informationen sind, welche Karten aus dem Spiel sind und wie viele Spieler in der Hand sind. Durch genaue Abwägung beider Faktoren kann es manchmal ratsam sein, die beste Hand auf der dritten Straße zu folden. Ein Beispiel: Sie befinden sich in einem Multiway-Pot und halten (J-J)-7. Die beiden anderen Buben und eine 7 sind bereits aus dem Spiel. sie sollten folden, auch wenn niemand ein hohes Paar repräsentiert oder eine höhere Karte als einen Buben als Up Card hält. Die Chance, dass Sie auf der siebten Straße noch immer die beste Hand halten, sind einfach zu gering, um einen Call oder Raise zu rechtfertigen. Sie können diese Hand spielen, wenn Sie sich in einer Ante Steal Position befinden (also short-handed) oder in einem Multiway-Pot, wenn alle Ihre Karten live sind.

Es ist nicht nur zwingend erforderlich ist, dass Sie sich merken, welche Karten auf der dritten Straße aus dem Spiel genommen werden, Sie müssen nun außerdem auch die Up Cards der anderen Spieler beobachten.

Starthände

Es ist sehr wichtig, dass Sie genau im Blick behalten, ob Ihre Karten live sind oder nicht. Kleine Paare, Straight und Flush Draws etc. sind spielbar, wenn Ihre Karten vollständig live sind. Ein Beispiel: Sie beginnen mit (T 9)-8. Diese Hand ist viel stärker, wenn alle 7er noch im Spiel sind, als wenn bereits zwei gefoldet wurden. Wenn alle 7er und ein Bube aus dem Spiel sind, ist die Hand praktisch tot. Die einzige Ausnahme zu dieser Regel ist ein hohes Paar (Asse oder könige), die man meistens auch dann fortsetzen kann, wenn die Hand eigentlich schon tot ist.

Um Ihnen den Einstieg zu vereinfachen, haben wir hier die besten Starthände aufgeführt.

  1. Drilling (auch Rolled-up Trips genannt), beginnend mit (A-A)-A abwärts.
  2. Hohe Paare AA-JJ. Die Hand ist stärker, wenn das Paar und damit seine Stärke gut versteckt ist. Der Kicker ist ebenfalls wichtig; (J-J)-A ist stärker als (J-J)-2.
  3. Hohe Suited Connectors, z. B. (A K)-Q, (K Q)-J oder (J T)-Q.
  4. Mittlere Paare TT-88 und mittlere Suited Connector wie (J T)-9, (T 9)-8 und (9 8)-7.
  5. Hohe semi-suited Connectors wie (A Q)-J, (K J)-T oder (A K)-T.

Dies sind die stärksten Hände in Seven Card Stud.

Das Stehlen der Antes ist ein guter Weg, Ihren Profit zu vergrößern. In einer regulären Partie spielen Sie profitabel, wenn Sie in 40% der Fälle erfolgreich stehlen können. Tatsächlich müssen Ihre Chancen aber so gut gar nicht sein, weil Sie den Pot auch gewinnen, wenn jemand gegen Sie spielt. dieser Fall tritt z. B. häufig dann ein, wenn Sie eine Scare Card auf der vierten Straße erwischen (was in etwa 12% der Hände geschieht), sodass Sie den Pot gewinnen können, wenn Sie ein hohes Paar repräsentieren.

Gelegentliches Stehlen der Blinds macht Ihr Spiel für andere noch undurchschaubarer. Wenn Sie ausschließlich mit guten Händen raisen, bekommen Sie bald keine Action mehr und werden deshalb nicht so viel gewinnen, wie Sie könnten. Wenn Sie einen Steal versuchen, sehen Sie sich die Up Cards Ihrer Gegner gut an. Sie sollten dann einen Versuch starten, wenn Sie die höchste oder zweithöchste Karte halten. Eine der besten Gelegenheit bietet sich, wenn Sie die zweithöchste Karte halten und die höchste noch nach Ihnen an der Reihe ist. Damit entsteht der Eindruck, dass Sie eine starks Hand halten, denn Sie betten in die höhere Karte hinein. Wenn Sie diesen Move machen wollen, müssen Sie jedoch wissen, um was für einen Spieler es sich bei demjenigen mit der höchsten Karte handelt. Ist dieser ein guter, aggressiver Spieler, müssen Sie vorsichtiger sein. Wenn Sie ab und zu den Eindruck haben, dass ein anderer Spieler einen Steal versucht, versuchen Sie einen Re-Steal. Ein guter Zeitpunkt dafür wäre, wenn Sie eine höher Up Card halten und Ihre Hand zusätzliche Stärke besitzt, z. B. drei Karten von einer Farbe oder drei aufeinanderfolgende Karten.Wenn Sie sowieso callen wollten, können ebenso gut re-raisen, wenn Ihre Gegner wahrscheinlich versucht zu stehlen.

Wenn Sie sich in einer tighten Partie befinden, können Sie einen Steal versuchen, wenn Sie mit einem Ass oder einem König weit vorne sitzen. In einer loosen Partie ist dies meist ein Fehler, denn die Chance auf einen erfolgreichen Steal ist viel kleiner. Im Allgemeinen sollten Sie nicht stehlen, wenn Ihre Up Card auch bei einem anderen Spieler liegt. Ihre Gegner werden erkennen, dass es unwahrscheinlich ist, dass Sie die Hand halten, die Sie repräsentieren, und dass Sie Ihre Hand auf der nächsten Straße wahrscheinlich nicht verbessern können.

Das Spiel mit Rolled-up Trips

Rolled-up Trips erhalten Sie statistisch gesehen in jeder 425. Hand. Es ist die stärkste Starthand, doch das bedeutet nicht, dass Sie grundsätzlich slow spielen sollten. In einer loosen Partie, in der viele speler mit ganz unterschiedlichen Händen einsteigen, ist Slow Play fast immer ein Fehler. Setzen sie Slow Play dann ein, wenn Sie Ihre Hand verbergen wollen. Nehmen wir an, ein König erhöht und As re-raist. Wenn Sie dann noch einmal erhöhen, etwa mit rolled-up 2en, zeigen Sie dem Tisch, was Sie halten. In diesem Fall sollten Sie besser smooth callen und die tatsächliche Stärke Ihrer Hand erst später demonstrieren. Eine Ausnahme besteht dann, wenn Sie bereits mehrfach aggressiv gespielt oder mit Händen wie einem Drei-Karten-Flush erhöht haben. In diesem Fall können Sie von der dritten Straße an Druck machen. Wenn Sie Ihre Trips slow spielen, warten Sie zumeist bis zur fünften oder sechsten Straße, bis Sie zum ersten Mal erhöhen. Ihre Entscheidung muss davon abhängen, auf welche Hände Sie Ihre Gegner setzen, wie viele Spieler im Pot sind und wie groß der Pot ist.

Das Spiel mit hohen Paaren

Hohe Paare sind AA-JJ. Diese Hände sollten Sie fast immer spielen. Folden Sie diese Hände nur, wenn Sie ziemlich sicher sind, gegen ein höheres Paar anzutreten oder wenn Ihre Karten tot sind (die anderen beiden Karten sind bereits gespielt). Ein Paar Buben können Sie auch dann folden, wenn Sie einen schlechten Kicker haben und hinter Ihnen noch mehrere hohe Karten sitzen. Ein hohes Paar zu folden ist auch dann korrekt, wenn der Pot mit höheren Karten als Ihrem Paar mehrfach erhöht wurde. Beispielsweise wenn Sie ein Paar Buben halten, ein König setzt und ein As erhöht, noch bevor Sie an der Reihe sind. Denken Sie daran, dass zwei gleichfarbige oder zwei aufeinanderfolgende Karten Ihrer Hand zusätzlichen Wert verleihen. Bevor Sie Ihr hohes Paar folden, denken Sie über die bisherige Action nach und schätzen Sie Ihre Gegner ein. Wenn einer von ihnen seine Door Card anspielt und Sie keinen Vier-Karten-Flush oder Vier-Karten-Straight halten, sollten Sie ein hohes Paar vermutlich folden.

Das Spiel mit mittleren und niedrigen Paaren

Bevor Sie sich entscheiden, ob Sie mittlere Paare spielen, überdenken sie die folgenden Punkte (vor allem die ersten beiden):

  1. Wenn Sie sich nicht in der Position für einen Steal befinden, versichern Sie sich, dass Ihre Karten alle live sind, bevor Sie einsteigen.
  2. Haben Sie einen guten Kicker?
  3. Wie sehen die anderen Up Cards aus?
  4. Ist es eine tighte oder eine loose Partie?
  5. Ihre Hand ist stärker, wenn das Paar versteckt ist.
  6. Zwei gleichfarbige oder aufeinanderfolgende Karten geben der Hand zusätzlich Value.

In geraisten Pots sollten Sie Ihr mittleres Paar im Allgemeinen folden, es sei denn, sie haben einen höheren Kicker als das Paar, das der Gegner repräsentiert.

Wenn Sie ein mittleres Paar halten und keine Up Card höher ist als Ihr Paar, sollten Sie auf jeden Fall raisen. Wenn Sie außerdem einen guten Kicker haben, hat das für Sie mehrere Vorteile. Sie können ein höheres Paar repräsentieren, als Sie tatsächlich haben, und Sie verbessern Ihre Chancen auf das beste Two Pair. Wenn der Pot geraist ist, können Sie mit einem guten Kicker callen. Wenn der Pot aber bereits gereraist wurde, sollten sie folden, unabhängig davon, wie viel zusätzlichen Value Sie Ihrer Hand geben können.

Das Spiel mit dem Three-Flush

Wie Sie mit drei Karten von einer Farbe beginnen, hängt von folgenden Faktoren ab:

  1. Wie hoch sind Ihre Karten?
  2. Wie viele Ihrer Karten sind live?
  3. Welche Door Card halten Sie?
  4. In welcher Position sitzen Sie?

Diese Faktoren sind maßgeblich für Ihre Spielweise. Es gibt Three-Flushes, die besser Heads-up zu spielen sind, und es gibt Three-Flushes, die man lieber in einem Multiway Pot spielt. Wenn Ihre Flush-Karten live sind, aber  ihr Paar nicht, ist ein Multiway Pot vorzuziehen, weil Sie wahrscheinlich Ihren Flush treffen müssen, um den Pot zu gewinnen. Dies wird allerdings seltener eintreten als dass Sie den Pot durch ein weiteres Paar/Drilling usw. gewinnen, deshalb versuchen Sie, den Pot für die Hände aufzubauen, wenn Sie den Flush treffen. Denken Sie daran, wenn all Ihre Flush-Karten live sind, ist die Hand fast immer spielbar.  Halten Sie hohe Karten, sollten Sie fast immer von vorne raisen. Diese Strategie passt auch gut zur Ante-Steal-Strategie, denn Ihr Spiel wird unberechenbarer.

Das Spiel mit Three-Straights

Drei aufeinanderfolgende Karten sind nicht so stark wie Three-Flushes. Dennoch können sie sehr profitabel sein. Ob Sie eine Three-Straight spielen, hängt von folgenden Faktoren ab:

  1. Wie hoch sind Ihre Karten?
  2. Wie viele Ihrer Karten sind live?
  3. Welche Up Card halten Sie?
  4. Sind Ihre Karten zweifarbig?
  5. Welche Karten liegen offen?
  6. Welche und wie viele Spieler sind bereits im Pot?
  7. Wie viel kostet Sie es, mitzuspielen?
  8. Wie gut sind Ihre Gegner?

Je mehr dieser Faktoren für Sie günstig sind, desto eher steigen Sie ein.

Wenn der Pot bereits geraist und gereraist wurde, spielen Sie eine Three-Straigh tnur, wenn alle Karten live sind, Sie hohe Karten halten und/oder zwei von einer Farbe. Bei mittleren, unsuited Three-Straights wie (7 8)-9 müssen Sie vor allem darauf achten, ob die Sechsen und Zehnen live sind. Spielen Sie Gut-Shot three-Straights nur, wenn Sie hohe Karten halten und/oder zweifarbig sind und die Gap Card live ist. Eine Hand wie (Q J)-9 ist spielbar, wenn keine Zehn offen liegt und Sie den Pot gewinnen können, wenn Sie ein hohes Paar treffen.

Handvergleich

In der Folge einige interessante Computersimulationen verschiedener Handabläufe.

Hand A / Hand B / tote Karten / Gewinnchance

(A A) 7 (Q Q) 7 keine Hand A mit 66.6%
(A A) 7 (Q Q) 7 keine Hand A mit 63.9%
(A A) 6 (9 9) J keine Hand A mit 61.4%
(K K) 8 (Q Q) A keine Hand A mit 55.8%
(A A) 7 (J 6) 2 keine Hand A mit 68.4%
(A A) 7 (J 6) 2 5s, Qs Hand A mit 72.7%

Tote Karten und ihre Folgen

Unten stehende Tabellen verdeutlichen, wie sich Ihre Chancen auf eine bestimmte Hand verändern, wenn tote Karten fallen.

Hand: Three-Flush; Chance zum Flush (%)
0 Pik offen 23.6%
1 Pik offen 19.6%
2 Pik offen 15.8%
3 Pik offen 12.3%
4 Pik offen 9.1%
Hand: (5 5) A; Chance zum Paar Asse oder Drilling (%)  
A und 5 offen: 0 41.0%
A und 5 offen: 1 34.1%
A und 5 offen: 2 26.5%
A und 5 offen: 3 18.3%
A und 5 offen: 4 10.5%
Hand: (6c-7d) 8s 9h; Chance zur Straight (%)  
5 und T offen: 0 49.8%
5 und T offen: 1 44.8%
5 und T offen: 2 39.4%
5 und T offen: 3 33.8%
5 und T offen: 4 27.8%
 

Bitte füllen Sie die erforderlichen Felder korrekt aus.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Sie müssen drei Minuten warten, bevor sie einen weiteren Kommentar abgeben können.

Noch keine Kommentare