Triple Barrel – Keine WSOPE, Micro Millions Main Event, Dunst gewinnt WPT Karibik

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Etwas Überraschendes von der World Series of Poker, der Abschluss der gigantischsten Turnierserie im Internet und zwei deutschsprachige Spieler am Finaltisch der WPT St. Maarten – das ist unsere heutige Triple Barrel mit drei aktuellen Nachrichten aus der Pokerwelt.

1) Keine WSOP Europe im Jahr 2014

Dass etwas passieren musste, war klar. Seit ihrer Gründung im Jahr 2007 hat es die WSOP Europe nicht geschafft, die Teilnehmerzahlen anzuziehen, die man sich im Mutterland der wichtigsten Turnierserie der Welt versprach.

Ursprünglich in London ausgetragen, siedelte die europäische Variante der inoffiziellen Poker-Weltmeisterschaft 2010 nach Frankreich um, doch auch die Standorte Cannes und dieses Jahr erstmals Paris brachten keine Wende zum Guten.

Mit Spielerzahlen von 375 wie beim diesjährigen Main Event der WSOPE sowie 184 und 127 Teilnehmer bei den PLO-Turnieren kann und wird sich die amerikanische Mutter nicht zufrieden geben, davon war schon Ende Oktober nach Abschluss der zweiwöchigen Veranstaltung auszugehen.

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Daniel Negeranu wird seinen Titel erst im Oktober verteidigen.

So ist es nur folgerichtig, dass WSOP-Chef Ty Stewart nun bekannt gab, dass es im kommenden Jahr keine WSOP Europe geben werde.

Stattdessen wird 2014 die WSOP APAC vom April in den Oktober verlegt, also auf den ursprünglichen Termin der WSOPE, ehe im Jahr darauf wieder eine WSOP Europe ausgetragen wird.

Beide „Filialen“ der WSOP sollen künftig im Wechsel veranstaltet werden.

2) Über 65.000 Spieler beim Abschluss der Micro Millions

Beendet wurde nach elf Tagen und 100 Turnieren die sechste Austragung der wichtigsten Turnierserie mit niedrigen Startgeldern im Internet. Die Micro Millions bieten eine Menge Spaß und beim abschließenden Main Event mit einem Startgeld von 22 Dollar auch riesige Preisgelder.

Veranstalter PokerStars durfte sich über 65.397 Teilnehmer freuen, mit denen auch die Preisgeldgarantie von 1 Million Dollar locker geknackt wurde. Über 1,3 Millionen Dollar lagen schließlich im Pott, auf den Sieger warteten über 167.000 Dollar.

Nach eher durchwachsenen Ergebnissen im bisherigen Verlauf der Turnierserie hatten die deutschen Spieler dieses Mal definitiv Grund zur Freude. Mit Sam Einauge und ZAR84 landeten zwei Deutsche am Finaltisch und kämpften um das große Geld.

Während für Sam Einauge auf Platz 8 mit knapp 8.400 Dollar Preisgeld Schluss war, gelang ZAR84 der große Coup. Er einigte sich als Chipleader mit dem Brasilianer TheManM und dem Rumänen kabukiboy auf einen Deal und hatte damit über 128.000 Dollar sicher.

micro millions
Alle garantierten Preispools übertroffen - die Micro Millions.

Um die restlichen 20.000 Dollar wurde anschließend weiter gespielt, doch das Glück des Deutschen war vorbei. Er schied auf Platz drei aus, und seine beiden Konkurrenten spielten um den Sieg.

TheManM sicherte sich schließlich den Titel und das restliche Preisgeld, die größte Summe aber  ging aufgrund des Deals an ZAR84.

Endstand des Main Events der Micro Millions:

 

1

TheManM

Brasilien

$126.000 (nach Deal)

2

kabukiboy

Rumänien

$118.091,75 (nach Deal)

3

ZAR84

Deutschland

$128.842,57 (nach Deal)

4

angelcartuja

Kolumbien

$55.652,84

5

terabyte11

Indien

$36.164,54

6

Pozetivchik

Ukraine

$22.248,05

7

Kogel Gees

Niederlande

$13.903,40

8

Sam Einauge

Deutschland

$8.383,89

9

xuTpblu*25

Ukraine

$5.584,90

 

3) Tony Dunst triumphiert bei der WPT Caribbean

Leider nichts wurde es beim Championship Event der WPT Caribbean in St. Maarten mit einem Sieg für Marvin Rettenmaier.

tony dunst
Tony Dunst - Spieler, Kommentator, Gewinner.

Der deutsche Weltenbummler schaffte es zwar an den Final Table der letzten sechs Spieler, doch dort lief für ihn kaum noch was. Sein Stack wurde immer kleiner und letztlich verlor er den Rest mit J8 gegen AJ des Österreichers Severin Schleser.

Damit landete Mad Marvin auf Rang 4 und kassierte 46.800 Dollar, während den Turniersieg andere ausmachten.

Und schon in der nächsten Hand erwischte es den Mann, der Rettenmaier eliminiert hatte. Mit AQ landete Schleser gegen Tony Dunsts AK im All-In, und ein König als Door Card bedeutete das Ende der Hoffnungen für den Österrreicher.

In herrlicher Kulisse – im Freien mit Blick auf das Meer – holte sich Dunst anschließend auch den Turniersieg. Er setzte sich im Heads-Up gegen Giacomo Fundaro durch und holte sich die Siegprämie von 145.000 Dollar.

Payouts am Finaltisch:

 

1

Tony Dunst

$145.000

2

Giacomo Fundaro

$100.000

3

Severin Schleser

$63.500

4

Marvin Rettenmaier

$46.800

5

Zoltan Purak

$35.900

6

Robbie Bakker

$28.700

 

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