Jewgeni Timoschenko gewinnt WPT Championship

Yevgeniy Timoshenko
Der Sieger bei der WPT Championship in Las Vegas ist eines der hoffnungsvollsten Pokertalente.

Im Finale der Season 7 WPT Championship wurde gestern Nacht aus einem aufkeimenden Talent ein neuer Poker-Superstar. Nguyen schlittert knapp an der Sensation vorbei.

Schon vor seinem gestrigen Triumph hatte Timoschenko einige eindrucksvolle Ergebnisse vorzuweisen. Er gewann mehrere der härtesten Online-Turniere, darunter die Sunday Million, das tägliche $100 Rebuy und das wöchentliche $200 Rebuy auf PokerStars.

Er spielte Live-Turniere, wo immer man ihn ließ und erzielte bei den Irish Poker Open, den Paris Open und den Aussie Millions ansprechende Ergebnisse. Dann kam der Sieg beim  Main Event der APPT in Macau.

Der in der Ukraine geborene und im Staat Washington aufgewachsene Timoschenko ließ diesen Erfolgen Finaltische bei Side Events der WSOP Europe und der EPT Barcelona folgen.

$2,1 Mio. in Las Vegas und einer der prestigeträchtigsten Titel des Pokersports am Samstag Abend sind jedoch der bisherige Höhepunkt seiner Karriere.

„Ich fühle mich hervorragend", sagte er nur Minuten nach seinem Sieg im PokerListings-Interview. „Ich freue mich riesig."

Dank eines riesigen Pots, den er am vorletzten Tag gegen den späteren Siebtplatzierten Brian Rast gewann, konnte sich Timoschenko mit einem deutlichen Chipvorsprung an den letzten Tisch setzen.

Dennoch war ihm klar, dass dieser Vorteil keine Garantie beinhaltete.

„Ich hatte nicht erwartet, zu gewinnen", sagt er. „Ich hatte darauf gehofft, aber in Turnieren kann man nie wirklich etwas erwarten. Vor allem, wenn der Finaltisch so gut besetzt ist wie hier."

Scotty Nguyen
Beinahe, baby.

„Ich wollte einfach mein Bestes geben und mich durchsetzen, und zu meinem Glück ist es auch genauso gekommen."

Für Schlagzeilen hatte Pokerveteran Scotty Nguyen gesorgt, der mit einem Sieg bei diesem Event die Spitze der ewigen Geldrangliste erobert hätte.

Aber es sollte nicht sein für Nguyen. Er verlor einen Großteil seiner Chips, nachdem er Shannon Shorrs All-in mit 6-6 gecallt hatte. Shorr zeigte T-T und gewann.

Kurz danach schied Nguyen auf Platz sechs gegen Christian Harder aus, der auf dem Board Trip Aces fand.

Shorr musste sich mit dem fünften Platz begnügen. Er lief mit Suited Connectors gegen ein Pocket Pair von Timoschenko.

Danach folgte eine spektakuläre Doppelelimination: zunächst ging der zweifache EPT-Finalist Christian Harder mit A 8 all-in. Ran Azor aus Israel, der sich das Ticket ru diesem Event bei einem $2k Qualifier im Bellagio gesichert hatte, bezahlte mit A 7 und WPT Festa al Lago Gewiner Bertrand „ElkY" Grospellier, ging mit weiteren 180.000 A J ebenfalls all-in.

Azor bezahlte noch einmal, floppte eine Sieben und fand sich plötzlich im heads-up gegen Timoschenko wieder.

Harder belegte Platz vier, während sich Grospellier mit dem dritten Platz auch den Titel „WPT Spieler des Jahres" sicherte.

Bertrand Grospellier
WPT Spieler des Jahres.

Timoschenko ging mit einem breiten Lächeln und einem 2:1 Chipvorsprung in das Heads-up.

„Ran hatte großes Glück, die Sieben zu treffen" sagte Timoschenko. „Von den drei verbliebenen Spielern war er mit Sicherheit derjenige, gegen den ich am liebsten spielen wollte, weil er ein Amateur ist."

„Er ist ein wirklich netter Typ, aber er spielt nicht so viel Poker und er ist einfach nicht so gut wie ElkY oder Harder, die beide viel online spielen und es mir sehr schwer gemacht hätten."

Timoschenko blieb konzentriert und behielt seinen persönlichen Stil bei. „Ich spielte einfach mein Spiel. Ich wartete. I wollte keine großen Pots spielen, nicht out of position und auch nicht in position. Ich wollte ihn langsam zermürben und die Pots klein halten."

„Ich wollte auch pre-Flop nicht all-in gehen. Ich sehe mir lieber die Flops an und schnappe mir dann ein paar seiner Chips."

Timoschenko zeigte sich hocherfreut und bekannte, sich nun auf den Weg nach Monte Carlo zu machen, um das EPT Grand Final zu spielen. Außerdem hat er die WSOP bereits fest im Blick.

„ich kann es kaum erwarten", sagte er, „wahrscheinlich spiele ich viele Events bei der World Series. Ich wünsche mir ein Bracelet wirklich sehr."

 

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