Jason Mercier und Jack Effel erklären den „Split Event“

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Jason Mercier -

Die WSOPE ist nicht nur umgezogen. Es gibt auch ein komplett neues Turnierformat, das für eine Menge Diskussionsstoff gesorgt hat.

9-6-2. Hinter dieser Formel verbirgt sich das Konzept Split Events, das in dieser Form zum ersten Mal ausgetragen wird. Am ersten Tag wird an Neuner-Tischen gespielt, am zweiten nach einem Redraw an Sechser-Tischen, und bei noch 16 Spielern wird auf Heads-up umgestellt.

Der Split Event begann gestern im Hotel Majestic in Cannes. 126 Spieler meldeten sich, und dank des hohen Buy-ins von €10.400 ist praktisch die gesamte Weltelite am Start.

„Ich weiß, dass viele das Konzept nicht ganz verstanden haben, aber wir spielen zuerst Full Ring, dann shorthanded und dann heads-up im KO-System“, erklärte uns Turnierdirektor Jack Effel.

„Es ist eigentlich ganz einfach, stellt aber trotzdem hohe Ansprüche an die strategischen Fähigkeiten der Spieler“, fügte er hinzu.

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Joathan Duhamel war einer von mehreren November Ninern im Split Event.

Laut Effel existiert die Idee zu diesem Format schon eine ganze Weile, wird aber hier bei der WSOPE Cannes zum ersten Mal in die Tat umgesetzt. Dabei spielt auch die französische Gesetzgebung eine Rolle. Zum Beispiel sind hier keine anderen Pokervarianten als Hold’em und Omaha erlaubt.

„Als wir darüber sprachen, wie wir etwas Neues für die Spieler aufbauen können, mussten wir einen anderen Weg als ein Mixed Event finden, da das rechtlich nicht machbar war“, sagt Effel. „Mit dem Split Event haben wir nun ein paar neue Elemente integrieren können.“

Bisher sind die Reaktionen der Spieler überwiegend positiv, allerdings sieht Jason Mercier ein paar potenzielle organisatorische Probleme. Vor allem die Frage, was passiert, wenn die ominösen 16 Spieler erreicht sind, beschäftigt den amerikanischen Profi:

„Das Problem ist, dass wir bei noch 16 Spielern keine Setzliste haben. Es wird einfach gelost, also kann es passieren, dass man zwar einen der größten Stacks hat, aber dennoch gegen jemanden mit noch mehr Chips spielt“, erläutert Mercier.

Wie sich zeigt, haben die Organisatoren daran durchaus gedacht, aber auch hier machte die Gesetzeslage ihnen einen Strich durch die Rechnung.

„Anfangs wollte ich, dass wir so spielen wie in den Play-offs beim Eishockey oder Basketball, also der erste gegen den letzten, der zweite gegen den vorletzten usw. Das ist aber hier in Frankreich nicht erlaubt, deshalb müssen wir frei auslosen“, erklärt Effel. „Also stecken wir einfach 16 Zettel in den Lostopf und lassen den Zufallsgenerator entscheiden.“

Sollte es dazu kommen, dass mehrere Big Stacks gegeneinander spielen, also auch mehrere Small Stacks, könnte es dadurch passieren, dass einer der Finalisten in der letzten Runde mit einem mächtigen Chipvorsprung startet.

Trotzdem ist damit zu rechnen, dass auch bei der WSOP 2012 in Las Vegas zumindest ein Event in diesem Format ausgetragen wird.

Am ersten Tag sorgte Tony G. mit einem extrem kontroversen Spielzug gegen Andrew Robl für eine Menge Gesprächsstoff.

PokerZeit ist vor Ort bei der WSOPE und berichtet täglich mit News und Blogs.

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