Weniger Probleme dank Familie

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Jake Cody in Deauville - damals...

Jake Cody über das Vatersein, seine ehemalige Poker-WG in Leeds, und warum man sogar Geld spart, wenn man seine Familie nach Las Vegas mitnimmt.

Cody kommt aus dem nordenglischen Rochdale und ist einer von nur einer Handvoll Spielern, die eine Live Triple Crown ihr eigen nennen dürfen.

Den ersten der drei dafür notwendigen Titel gewann er vor einigen Jahren hier in Deauville.

PZ: Muss schön sein, hier wieder herzukommen.

JC: Deauville wird für mich immer ein ganz besonderer Ort bleiben.

Hier habe ich damals meinen ersten EPT Event gespielt. Das war an sich schon aufregend, aber dann auch noch zu gewinnen!

Diesen Tag werde ich nie vergessen, und jedes Mal, wenn ich wieder hierher komme, lebe ich diesen Triumph noch einmal ein bisschen nach.

PZ: Bis vor Kurzem hast du ja in Leeds gewohnt. Mit wem und wie lange?

JC: Zuerst waren das Jamie Sykes, Ashley Mason und ich.

Dann kam auch noch Matt Perrins dazu, und Rob Woodcock und JP Kelly haben in den letzten drei bis vier Jahren ebenfalls viel Zeit bei uns verbracht.

Es war eine tolle Zeit, und wir sind inzwischen alle sehr eng befreundet.

PZ: Als in Leeds wohnhafter kennst du sicher den Film The Damned United? Welches ist überhaupt dein Club und warum?

JC: Ich habe ehrlich gesagt nie davon gehört!

Aber ich bin ein eingefleischter ManUnited Fan. Mein Vater hatte schon in den 1970ern eine Dauerkarte, und ich bin quasi als Fan aufgewachsen.

Ich versuche immer noch, mindestens ein oder zwei Mal im Jahr ins Stadion zu gehen, wenn ich nicht gerade pokertechnisch unterwegs bin.

PZ: Jahrhunderte langhaben Engländer und Franzosen Krieg geführt. Ist noch etwas von der Rivalität zu spüren?

JC: Hahaha, heutzutage ist das mehr eine freundschaftliches, gegenseitiges Necken.

Wir Engländer halten uns natürlich für die besseren :D

Sagen wir es mal so, Frankreich ist mein bevorzugtes Pokerland. ;)

PZ: Früher warst du ja mal sowas wie ein Pokerpunk, aber inzwischen hast du dich komplett verändert.

Jake Cody poker player EPT Deauville 2015
... und heute.

JC: Das war so eine Phase in meiner Teenagerzeit und in meinen frühen Zwanzigern.

Das war eben mein Stil. Inzwischen bin ich da rausgewachsen.

Seit das Baby da ist, möchte ich aber lieber wie ein Vater wirken als wie ein Junge.

Mein Leben hat sich seitdem definitiv verändert, und zwar zum Guten.

Natürlich ist es manchmal hart, soviel Verantwortung zu tragen, aber ein Lächeln von der Kleinen ist das alles wert.

PZ: Früher kamst du allein zur WSOP. Jetzt ist die ganze Familie dabei.

JC: Man sollte meinen, dass dadurch die Reise viel teurer wird, aber um ehrlich zu sein, sorgt meine Familie dafür, dass ich viel weniger Mist baue, haha!

Also kochen wir meistens abends zusammen, gehen selten aus, und die Clubs, in denen ich früher jede Menge Geld ausgegeben habe, fallen ganz aus.

Wenn ich jetzt Geld gewinne, überlege ich mir lieber, wie ich es in die Zukunft investiere anstatt in einen neuen Sportwagen.

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