Ivey rast, FT stürzt ab, PN steigt aus

Phil Ivey
Ein Bild aus der Vergangenheit - Ivey mit FT-Mütze.

Phil Iveys radikale Reaktion auf die Konsequenzen des Black Friday hat unter den Poker Promis teilweise extreme Reaktionen provoziert. Derweil gibt es für US-Spieler immer noch kein Geld von FT. Der Traffic der Seite ging um 35% zurück. Pokernews hat die Kooperation mit dem einzigen Giganten gestern beendet.

Für Phil Ivey muss das gerade die schlimmste Zeit seines Lebens sein. Draußen geht die WSOP neuen Rekordzahlen entgegen, es werden  Bracelets verteilt und Der Highroller-King sitzt irgendwo rum und kann noch nicht mal eine Online-Partie spielen. Zu allem Übel provoziert seine Klage gegen Full Tilt jetzt auch noch unschöne Reaktionen. Iveys einstiger Full Tilt-Kollege Mike Matusow nannte Phil in einer Radioshow ein "f***ing piece of sh***" und auch Andrew Robl schlug in die Kerbe und nannte das Verhalten Iveys egoistisch und rücksichtslos.

Greenstein unterstützt Ivey

Unterstützung kommt hingegen von Freund Barry Greenstein. Der sagte unter Anderem: „Ich habe mit meinem guten Freund Phily Ivey versucht über das Thema FullTilt zu sprechen. Aber er war so außer sich, dass er am Telefon nur geschrien hat. Er denkt, dass das Management in der ganzen Angelegenheit versagt hat und will dafür jetzt einfach nicht mehr seinen Arsch und sein Gesicht hinhalten. Er will einfach nur noch raus aus diesem unseligen Deal“

Auch zu seinem Boykott der WSOP hat Greenstein eine Meinung:  „Ich habe Phil nur gewarnt, dass die Stimmung bei der WSOP für ihn nicht so freundlich sein könnte, wie er das gewohnt ist. Erst wollte er nicht glauben, dass er unmittelbar mit der Sache in Verbindung gebracht und zur Rechenschaft gezogen wird. Aber dann hat er offensichtlich begriffen, welche Rolle er als der wichtigste Repräsentant von FullTilt in der Öffentlichkeit spielt. Letztlich hat er verstanden, dass das irgendwie nicht geht. Dass er da nicht spielen kann, während andere US-Spieler nicht nach Vegas können, weil sie immer noch auf ihr Geld warten.“

Antanas
Tony G. - "alle Links von der Seite genommen".

Full Tilt stürzt weiter ab

Während also Phil Ivey momentan das Thema der Stunde ist, verschärft sich die Lage von Full Tilt immer mehr. Nach Schätzungen von Analysten ist der Traffic auf der Seite seit dem Black Friday um 35% zurückgegangen. Hinzu kommt, dass immer klarer wird, dass FullTilt nicht zwingend wegen der Kontensperrungen des Department of Justice in Zahlungsschwierigkeiten ist. Die Bestimmungen für die Auszahlung der Spieler sind längst gelockert worden. Vielmehr wird in zahlreichen Threads bei 2+2vermutet, dass immense Summen der Spielerkonten für Marketingmaßnahmen investiert worden sind und FullTilt nun durch Anteilsverkäufe versucht diese, Summen wieder flüssig zu bekommen.

Pokernews beendet Kooperation

Einer der daran nicht mehr glauben mag, ist Tony G. Als Eigner von pokernews.com hat er endgültig die Kooperation mit FullTilt beendet. In einem offiziellen Statement der Seite hieß es gestern: „Wir können unsere Kunden nicht mehr mit gutem Gewissen zu FullTilt schicken. Deswegen haben wir alle Links bezüglich des Unternehmens von unserer Seite genommen.“

Licht am Ende des Tunnels?

Ein Hoffnungsfunken kommt vom eGaming Review. Die renommierte Website vermeldete, dass ein großes Konto von Full Tilt bei der Bank von Irland wieder offen sei. Ein nicht genannter Affiliate-Partner aus den USA bedankte sich für die endlich getätigte Zahlung durch Full Tilt.

Für das normale Fußvolk gibt es allerdings keine guten Nachrichten. Ein letztes offizielles Statement vom 30.Mai besagt: „Es gibt für die Auszahlung der US-Spieler kein festes Datum.“

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