Ivey-Klage: Das Tilt-Imperium schlägt zurück

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Einen Tag nach dem Bekanntwerden der Klage von Phil Ivey gegen Tiltware hat sich die Beklagte zu Wort gemeldet. Die Reaktion fällt unerwartet scharf aus.

PR-Chef Michele Clayborne sandte die folgende Pressemitteilung aus:

TILTWARES REAKTION AUF DIE KLAGE VON PHIL IVEY

„Im Gegensatz zu den bigotten, öffentlichen Ausführungen von Phil Ivey sollen die haltlosen Vorwürfe nur einem einzigen Spieler helfen: ihm selbst. In dem Versuch, sich selbst auf Kosten Anderer weiterhin zu bereichern, hat Mr. Ivey seine Klage offenbar zu diesem Zeitpunkt eingereicht, um von andauernden Verhandlungen mit diversen Partnern abzulenken, die den Spielern wieder ihr Geld verschaffen sollen. Tatsächlich hat dieses Unternehmen Mr. Ivey gebeten, es in diesem Vorhaben zu unterstützen, u. A. durch Rückzahlung einer größeren Summe, die er der Seite schuldet. Die Bitte wurde zurückgewiesen. Tiltware bezweifelt, dass die leichtfertige und eigennützige Klage jemals vor Gericht gehen wird. Sollte dies jedoch der Fall sein, wird unser Unternehmen Beweise dafür vorlegen, dass Mr. Ivey seine eigenen finanziellen Interessen über diejenigen der Spieler stellt, die er zu unterstützen vorgibt.“

Inzwischen wurde die Klage beim Nevada Clark County District Court eingereicht. Es geht um eine Summe von über $150 Mio. Ivey legt in der Lage dar, dass er keinerlei Kenntnis davon hatte, dass Full Tilt gegen US-amerikanisches Recht verstieß.

Die vollständige Klageschrift (in englischer Sprache) finden Sie hier.

Ivey wird in dem Fall von Chesnoff und Schonfeld vertreten. David Chesnoff gehört zu den besten Strafverteidigern der Vereinigten Staaten und vertrat bereits Spieler wie Johnny Chan und Doyle Brunson, daneben aber auch Prominente wie Lindsay Lohan, Mike Tyson und den kürzlich zurückgetretenen Shaquille O’Neal.

Die meisten Profis von Full Tilt haben sich bisher zu dem Fall nicht geäußert. Tom Dwan schrieb in seinen Twitter-Account, er finde das Statement von Ivey „großartig“. Er fügte allerdings an, dass er kein Problem damit habe, bei der WSOP mitzuspielen.

„Ich werde an der WSOP teilnehmen. Ich habe kein moralisches Problem damit, weil ich bereits gesagt habe, dass ich 100% dessen, was ich bei Full Tilt verdient habe, zurückgeben werde, wenn Spieler ihr Geld nicht vollständig zurückbekommen."

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