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Mo. Jun 23. 2008
Poker: Geschicklichkeits- oder Glücksspiel?
Autor: Karin - PokerListings
Mit wachsendem Erfolg von Pokerturnieren beginnt auch der Staat sich dafür zu interessieren. Ein neuer Staatsvertrag zu Glücksspielen ist anfangs dieses Jahres in Kraft getreten und regelt Sportwetten und Lotterien.
Einige Bundesländer haben nun begonnen den Vertrag auch als Begründung für Verbote von Pokerturnieren einzusetzen. Sie berufen sich damit meist auf den Minderjährigenschutz und die Suchtprävention.
Dabei taxieren sie Pokern immer wieder als Glücksspiel. Ob das rechtens ist, ist laut Anwälten noch sehr unklar, da es noch nicht höchstgerichtlich entschieden wurde. Nachbarstaaten wie beispielsweise die Schweiz unterscheiden nämlich in dieser Qualifikation verschieden Arten von Turnieren. Für die Schweizer Spielbankenkommission kann es sehr wohl sein, dass Gewinne im Pokern vielmehr von der Geschicklichkeit der Spieler als vom Zufall abhängen. Und damit würden einige Verbotsbegründungen wie in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg beispielsweise hinfällig.
Dies bleibt ein heisses Thema. Events wie die World Series of Poker beweisen jedoch, dass Poker kaum ein reines Glücksspiel ist. Sonst würden dort beliebige Leute gewinnen, und nicht immer wieder dieselben grossen Namen wie Phil Hellmuth, Doyle Brunson oder auch Eddy Scharf das Bracelet nach Hause tragen. Hoffen wir, dass auch die deutschen Gerichte dies eines Tages einsehen werden.
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