Ismael Bojang: „Die Mixed Games bei der WSOP sind soft“

Ismael Bojang bei der WSOP APAC 2014

Ismael Bojang ist einer der besten deutschen Allroundspieler. Mittlerweile bringt er es auf mehr als 60 Cashes in allen erdenklichen Varianten. Allein neun davon stammen von der diesjährigen WSOP in Las Vegas. Auch bei der WSOP APAC hatte er schon wieder zwei Deep Runs. Im Interview verriet er uns, wie er das macht.

Ismael Bojang ist einer der konstantesten deutschen Pokerspieler. Innerhalb der letzten zwei Jahre hat er mehr als 40 Cashes gesammelt.

Dennoch bekommt er noch nicht die Aufmerksamkeit, die ihm eigentlich zusteht, was daran liegt, dass ihm der ganz große Erfolg noch fehlt.

Dies will er bei der WSOP Asia-Pacific in Melbourne nun ändern.

PZ: Wie bist du mit Poker in Kontakt gekommen?

IB: Am Anfang habe ich mit Freunden gespielt, dann kurz online. Wenig später habe ich mich schon auf Livepoker konzentriert, da es dort am besten lief.

PZ: Du hast von Anfang an Livepoker gespielt? Das ist heutzutage relativ ungewöhnlich.

IB: Ja, ich habe online 500 Dollar gewonnen und bin damit sofort ins Casino gegangen.

PZ: Du lebst in Wien. Wie sind die Games dort?

IB: Die Games in Wien sind gut, aber ich verbringe dort nicht allzu viel Zeit, da ich 200-250 Tage im Jahr unterwegs bin.

PZ: Genießt du es so viel zu reisen?

IB: Absolut, das Reisen ist für mich das Schönste am Leben als Poker Pro. Man sieht etwas von der Welt und lernt viele Leute kennen. In letzter Zeit spiele ich nicht mehr so viel wie davor, aber ich bin trotzdem die ganze Zeit unterwegs.

PZ: Die Deutschen haben die Turnierszene in den letzten Jahren dominiert. Was ist deiner Meinung nach der Grund dafür?

IB: Ich weiß es ehrlich gesagt nicht genau. Jeder sagt es liegt daran, dass sich die Deutschen viel untereinander austauschen, aber das machen die anderen ja auch.

Einer der Gründe ist mit Sicherheit, dass man in Deutschland noch online spielen kann und keine Steuern auf die Gewinne zahlen muss, was natürlich ein großer Vorteil gegenüber Ländern ist, wo das nicht der Fall ist.

PZ: Du hast allein bei der diesjährigen WSOP in Las Vegas neunmal gecasht. Wie machst du das?

IB: Ich cashe viel, nicht nur bei der WSOP, sondern bei ca. 25% der Turniere, die ich spiele.

Ismael Bojang
Ismael Bojang scheiterte häufig, wie hier bei der EPT San Remo, ganz knapp vor dem großen Erfolg.

Allerdings fehlt mir immer noch der ganz große Erfolg. Meine Freunde machen sich schon darüber lustig, dass ich immer mincashe.

Für Mixed Games Spezialisten ist die WSOP sehr soft und wenn man gut in verschiedenen Varianten ist, dann kommt man auch häufig ins Geld. Ich spiele alle Varianten und wenn man sich meine Resultate genauer anschaut, dann wird man feststellen, dass ich 8 von 10 Ergebnisse nicht im Hol’dem erzielt habe.

Wenn man nur No-Limit Hold’em spielt, dann ist es viel schwieriger regelmäßig zu cashen. Die größten Edges findet man heutzutage in den Mixed Games.  

PZ: Du warst in den letzten beiden Jahren bei der WSOP sehr erfolgreich, aber ein großer Erfolg fehlt dir noch. Bedeutet dir das Bracelet viel?

IB: Ja, deshalb bin ich hier. Die Felder bei der WSOP APAC sind nicht so groß, und ein Bracelet zu gewinnen ist immer etwas ganz Besonderes. Ich hatte viele Deep Runs und war häufig kurz davor, daher ist es nun mein Ziel ein großes Turnier zu gewinnen, am liebsten bei der WSOP.

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