Isildur: 150 Millionen Dollar Steuerschulden?

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Nachdem die Identität des Online-Phänomens offiziell bestätigt wurde, richten sich nun die Augen der schwedischen Steuerbehörde auf Viktor Blom. Mehrere Tageszeitungen berichten.

In der Pokerszene war es schon lange ein offenes Geheimnis, aber 100%-ige Sicherheit gibt es erst, seit PokerStars am letzten Wochenende auf den Bahamas offiziell bekanntgab, dass Viktor Blom nicht nur das neuste Mitglied im Team PokerStars, sondern auch der Spieler hinter dem Online-Namen „Isildur1" ist.

Blom lebt inzwischen in London, stammt aber aus dem Städtchen Ed in der Nähe der norwegischen Grenze. Der heute 20-Jährige könnte sich nun Forderungen der schwedischen Steuerbehörde Skatteverket gegenüber sehen.

Laut Meldungen der Tageszeitungen Aftonbladet und Dagens Industri ermitteln die Behörden derzeit, inwiefern sie Forderungen gegenüber Internet-Pokerräumen geltend machen können, die zwar offiziell in Steuerparadiesen ansässig sind, aber in Schweden operieren.

Gemäß Berechnungen der Zeitung muss Blom mit einer Nachforderung von bis zu einer Milliarde Kronen (ca.149 Mio. Dollar) für die vergangenen drei Jahre rechnen! Wie sich diese - trotz des hohen schwedischen Spitzensteuersatzes von 56% - astronomische Summe zusammensetzt, gab Dagens Industri nicht bekannt.

Blom spielt schon seit sechs Jahren Poker. Einen Online-Account eröffnete er nach eigenen Angaben mit 18 Jahren. Es wurde ein kometenhafter Aufstieg: „Ich zahlte $2000 ein, und drei Wochen später waren daraus zwei Millionen geworden", sagt Blom, der damals 15h am Tag spielte.

Berühmt wurde Blom innerhalb weniger Wochen des Jahres 2009, als er den mächtigsten Swing der Online-Pokergeschichte hinlegte und außerdem an fast allen der größten Pots aller Zeiten beteiligt war. Nachdem er in nur fünf Stunden über vier Millionen Dollar an Brian Hastings verloren hatte, verschwand Isildur wieder für mehrere Monate von der Bildfläche.

Als Mitglied des PokerStars Pro Teams sollte er sich eigentlich keine Gedanken um sein Einkommen machen müssen, aber auch wenn die Summe von $150 Mio. überzogen scheint, ist mit den schwedischen Behörden nicht zu spaßen.

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