Irish Open – Beer hinter Vandersmissen

Kevin Vandersmissen
Kevin Vandersmissen. Photo: Paddypowerpoker.

Der Deutsche Thomas Beer unterlag seinem belgischen Gegner erst im Heads-up der Irish Open 2012.

Dabei war Vandersmissen sogar als Shortstack gestartet. Der Belgier, der sich im März 2011 beim letzten EPT-Snowfest in Hinterglemm am Finaltisch einen legendären verbalen Schlagabtausch mit dem späteren Sieger Vladimir Geshkenbein geliefert hatte, konnte gestern früh verdoppeln und damit seine Ausgangslage schnell verbessern.

Nach zwei Verdopplern hatte sich Vandersmissen in eine gute Position gebracht und geriet nie wieder in Gefahr, auszuscheiden.

Im Heads-up war sein Gegner der Deutsche Thomas Beer, desen Live-Erfolge sich bisher auf kleinere Turniere in Rozvadov beschränkt hatten. Für ihn war der zweite Platz der bei Weitem größte Erfolg seiner Pokerlaufbahn.

Der gesamte Finaltisch dauerte nur fünf Level, was u. A. daran lag, dass es immer wieder zu Coolern mit gewaltigen Pots kam. Eine dieser Schlüsselhände brachte Beer auf seinem Weg ins Heads-up eine großen Schritt vorwärts.

Andy Black, irische Pokerikone und 2005 Opfer einer der furchtbarsten Implosionen in der Geschichte der WSOP, hatte sein Turnierleben mit A-K riskiert und war nicht nur von Philip Magennis mit Pocket Damen gecallt worden, sondern auch von Thomas Beer, der praktischerweise Asse hielt.

Da dies keine Bad-Beat-Geschichte ist, hielten die Asse und verhalfen Beer zum Chiplead. Der Deutsche verwaltete seinen Stack geschickt und geriet bis zum Heads-up nicht mehr in Gefahr.

Dieses gestaltete sich relativ kurz. Nach ein paar Händen kam es zum Showdown, als Vandersmissen ein Paar floppte und Beer mit A-K all-in stellte.

Beer kassiert für den zweiten Platz €225.000, Kevin Vandersmissen erhält €420.000 und schiebt sich damit in der ewigen belgischen Geldrangliste vorbei an Pierre Neuville auf den zweiten Platz. Führender in dieser Tabelle ist WSOP-Braceletträger David Kitai.

502 Spieler waren zum Main Event der Irish Open angetreten, darunter sowohl zahlreiche Qualifikanten, die sich ihr Ticket z. B. bei Betsson oder William Hill erspielt hatten.

Aber auch die amerikanischen Stars sind über den großen Teich gekommen. Daniel Negreanu, Phil Hellmuth, Freddy Deeb, Faraz Jaka und viele mehr sind auf Europatour. Ihre nächste Station wird Berlin sein, wo am Sonntag die deutsche Ausgabe der EPT beginnt.

PokerZeit ist live vor Ort und berichtet täglich in den Nachrichten rund um das Turniergeschehen.

Payouts im Finale:

1. Kevin Vandersmissen - €420.000
2. Thomas Beer - €225.000
3. David „Dixie“ Dean - €158.000
4. Ian Simpson - €107.000
5. Steve Watts - €78.000
6. Jordan Lewis - €59.000
7. Sam Chartier - €44.500
8. Andy Black - €32.700
9. Philip Magennis - €23.000

Bitte füllen Sie die erforderlichen Felder korrekt aus.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Sie müssen drei Minuten warten, bevor sie einen weiteren Kommentar abgeben können.

Noch keine Kommentare