„Unverbesserlicher Hochstapler und Betrüger“

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Ira Rubin.

Richter Lewis Kaplan hat mit Ira Rubin einen weiteren Angeklagten im Fall Full Tilt/PokerStars/Cereus verurteilt – und war dabei nicht gerade zimperlich. Es ist die bisher längste Gefängnisstrafe der Verfahrensserie. Der im April 2011 in Guatemala gefasste Rubin muss für drei Jahre hinter Gitter.

Rubin war dafür zuständig, Geldtransfers der Pokerräume gegenüber den Banken zu verschleiern. Dafür setzte er Webseiten ein, die es aussehen ließen, als kämen die Gelder aus unverdächtigen Quellen.

Über einen Zeitraum von fast sechs Jahren setzte Rubin mehrere Dutzend virtuelle Online-Händler ein, um Milliarden Dollar am amerikanischen Fiskus vorbeizuschieben.

Rubin hatte sich schon 2008 nach Costa Rica abgesetzt und seine Geschäfte von dort aus betrieben. Sein Vermögen wird auf mehrere Millionen Dollar geschätzt.

Rubin brach vor Gericht mehrfach in Tränen aus und sagte: „Ich bin 54 Jahre alt und habe keine Kraft mehr, um davonzulaufen. Ich möchte nach Hause zu meiner Familie.“

Richter Kaplan ließ sich davon den allerdings nicht sonderlich beeindrucken. Rubin sei ein „unverbesserlicher Hochstapler und Betrüger“, der für längere Zeit aus dem Verkehr gezogen werden müsse, „um die Gesellschaft zu schätzen“.

Rubins Vergehen ermöglichten Gefängnisstrafen von über 80 Jahren. Da er aber ein umfängliches Geständnis abgelegt hatte, blieb die Staatsanwaltschaft mit ihrem Antrag deutlich darunter und empfahl eine Haftstrafe zwischen 18 Monaten und zwei Jahren.

Richter Kaplan war das jedoch nicht genug. Drei Jahre Haft und fünf Millionen Dollar Geldstrafe lautet das Urteil. Erschwerend für das Gericht war die kriminelle Vorgeschichte des Angeklagten: Seit den 1970er Jahren war Rubin bereits in den Staaten New York, Massachusetts, Missouri, Nevada, Florida und Virginia für verschiedene Vergehen angeklagt worden.

Von den elf Personen, gegen die das amerikanische Department of Justice im April 2011 Haftbefehle ausgesprochen hat, wurden gegen sieben inzwischen Verfahren eingeleitet bzw. abgeschlossen: Neben Ira Rubin sind dies Ray Bitar, Brent Beckley, John Campos, Bradley Franzen, Ryan Lang und Cahd Elie.

Dagegen befinden sich Isai Scheinberg, Nelson Burtnick, Paul Tate und AP-Gründer Scott Tom noch auf freiem Fuß.

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