IN und OUT – die Liste der Woche

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Die Höhe- und Tiefpunkte der Pokerwelt in der vergangenen Woche zwischen Wacken und Vancouver.

IN

Huck Seed – „Online-Poker ist zwar am Ende, aber ich drücke immer noch die richtigen Knöpfe“, twitterte Seed am Donnerstag. Ein Royal Flush am Video-Pokerautomat brachte dem Profi über $670.000 ein.

Dabei hatte Seed nach der ersten Ziehung nur den König und den Buben gehalten. Die Chance auf einen solchen Volltreffer lag bei 1: 16.000.

Kommentar auf 2+2: „Es muss Spaß machen, Huck Seed zu sein.“

Strip-Poker – In Hofheim in der Nähe von Frankfurt wurde mitten in der Nacht eine Gruppe nackter Leute von der Polizei aufgegriffen. Zur Erklärung gaben sie an, Strip Poker gespielt und sich dann zu einem spontanen Nachtspaziergang entschlossen zu haben.

Die Polizei war von tapferen Hofheimern gerufen worden, die sich diesen groben Verstoß gegen die christliche-toleranten Lebensentwürfe im Taunus nicht gefallen lassen wollten. Allerdings ließen die Beamten die Teilzeitnudisten nach Feststellung der Personalien wieder laufen.

Dazu nur zwei Fragen: Wie konnte es passieren, dass ALLE ihr letztes Hemd in der Partie verloren, und wo hatten die Beteiligten ihre Personalausweise stecken?

Schleswig-Holstein – 2012. Ganz Deutschland wird von einem schlecht durchdachten Glücksspielstaatsvertrag unterdrückt. Ganz Deutschland? Nein. Ganz oben im Norden hat sich ein tapferes kleines Dorf entschlossen, nach Black Metal auch Online-Poker die Tür zu öffnen: Wacken – „Full Metal Village“ und jährliche Wahlheimat von Slayer, Anvil und Cannibal Corpse, wird bald auch Bwin, Bet-at-home und andere beherbergen.

Noch in diesem Monat verabschieden die „Wackinger“ im Kieler Landtag ein entsprechendes Gesetz, und ab dem 1. Januar wird dann eine offizielle, gesetzliche Regelung zu Online-Poker und Glücksspiel gelten. Das wir das noch erleben dürfen.

Kanada – Eine ganze Reihe Profis wandert nach Norden. Phil Galfond ist schon weg, Olivier Busquet auch, Brian Hastings überlegt noch, und Daniel Negreanu hat angekündigt, in seine Heimat zurückzukehren, wenn die WCOOP auf PokerStars beginnt. Seine zweite Heimat, genauer gesagt, denn Negreanu ist ja rumänischer Herkunft.

Auch Daniel Cates hat es schon versucht, allerdings bisher vergeblich. Er sitzt noch immer in Seattle und wartet auf sein Visum. Ein bisschen Zeit hat er ja noch, die WCOOP beginnt erst am 4. Sept. Es wird interessant sein, zu beobachten, wie viele US-Pros dann plötzlich als Kanadier geführt werden.

 

OUT

Howard Ehrenberg – Der Treuhänder einer Investorengruppe hat die Klage gegen Tobey Maguire und zwei Dutzend weitere Spieler eingereicht, die in Beverly Hills regelmäßig um sechsstellige Summen gepokert haben.

Urheber der unglückseligen Klage sind Betrügereien eines Hedgefond-Managers, der inzwischen wegen der Organisation eines Schneeballsystems im Gefängnis sitzt. Für Spiderman sollte das eigentlich kein Problem sein.

EPT Tallinn – Nur 282 Spieler kamen in den hohen Norden, um beim ersten Turnier der achten Saison dabei zu sein. Gegenüber den 420 Teilnehmern im vergangenen Jahr ein Rückgang um über 30%.

Schade eigentlich, denn das ehemalige Reval ist eine der interessanteren Städte im EPT-Kalender. Andererseits kann auch nicht jede EPT Rekorde brechen. Immerhin knackte der Gesamtpreispool noch gerade so die Millionenmarke.

Vielleicht geht der Trend ja in Zukunft gerade für Online-Qualifikanten in Richtung Event mit nicht ganz so hohen Buy-ins, wie sie im Rahmen von WPT, GSOP und anderen Turnierserien jetzt vermehrt angeboten werden.

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