Poker - IN oder OUT im Juli

Gewinner Verlierer

Wer machte im vergangenen Monat von sich reden – im positiven wie im negativen Sinn? Die Redaktion präsentiert Tief- und Höhepunkte.

IN

Ben Lamb – Könnte die beste WSOP-Leistung aller Zeiten abliefern. Wenn Sie auch nur mit dem Gedanken spielen, ihn als besten Spieler der WSOP zu bezeichnen, sind Sie auf jeden Fall auch schon total in. Ben Lamb November Nine Profil.

Pius Heinz – Der erste deutsche November Niner ist ein Student aus Köln. Seit zehn Jahren hat kein deutschsprachiger Spieler den Finaltisch erreicht, und der letzte war Österreicher.

Heinz kehrt Anfang November nach Las Vegas zurück, und Zigtausende Fans werden ihm die Daumen drücken. Noch ist alles offen im Spiel um über acht Millionen Dollar für den Sieg. Pius Heinz November Nine Profil.

Phil Hellmuth – Ob man ihn mag oder nicht, ist gerade völlig zweitrangig. Hellmuth erreichte drei Heads-up in drei Championship Events, verlor alle drei und zeigte sich drei Mal als guter Verlierer. Keines davon war ein NLHE-Event (aber auch dort erreichte er zwei Mal die Geldränge).

22 Jahre nach seinem Sieg im Main Event schloss Hellmuth die WSOP als zweitbester Spieler hinter Ben Lamb ab, und er beherrscht noch immer die Schlagzeilen. Vom welchem Champion der 1990er Jahre kann man das noch behaupten?

888 – Der britische Anbieter hat schon vor dem Schwarzen Freitag Maßnahmen ergriffen und ist momentan der große Gewinner des FT-Fiaskos.

Mit neuer Software, neuen Angeboten und gutem Marketing hat der Online-Pokerrraum seine Spielerbasis innerhalb eines Jahres praktisch verdoppelt.

PokerStars – Völlig unbeeindruckt von den Turbulenzen auf dem Pokermarkt zieht der Marktführer seine Kreise und garantiert gerade mal $30.000.000 an Preispools für die im September anstehende WCOOP.

WSOP – Trotz aller Unkenrufe bleibt die World Series die beliebteste Turnierserie der Welt. Auch in diesem Jahr wurden wieder Spieler- und Preispoolrekorde gebrochen.

Außerdem haben wir einen Deutschen unter den November Nine. Kann es noch besser werden? Das sehen wir dann im November.

Phil Galfond – Der amerikanische Profi gehört zu den Online-Spezialisten, die als erste den Weg über die Grenze nach Norden genommen haben. Sie dürften Vorreiter für eine ganze Auswanderungswelle sein.

OUT

Full Tilt – Auch wenn er nicht der größte war, galt der Pokerraum mit Sitz in Dublin lange Zeit als der coolste unter den Pokeranbietern. Ideenreiche Software mit klasse Grafik, gute Promotions, eine ganze Armada von Poker-Superstars und die höchsten Cash Games der Welt. Das war Full Tilt.

Und jetzt? Die Seite ist vom Netz, tausende Spieler warten auf ihr Geld, der groß angekündigte Onyx-Cup war schneller abgesagt als ein Sommerfest bei Gewitter, und die „Stars“ sind größtenteils abgetaucht. Und dann versuchen die FT-Anwälte in London ihr Bestes, um eine öffentliche Anhörung zur Farce zu machen.

Kommentare zu Full Tilt – Nicht ein einziger deutscher Profi war in der Lage, einen qualifizierten Wortbeitrag zu den Vorgängen in dieser Woche in London zu leisten. Eine ziemlich schwache Vorstellung für ein Land, das den größten Pokermarkt Europas repräsentiert.

Wahrscheinlich ist Michael Keiner der einzige, der sich äußern könnte, allerdings würde ihm mit Sicherheit der Vorwurf gemacht, alles durch die PokerStars-Brille zu sehen.

Daniel Cates – Möchte gern sein wie Phil Galfond, hat aber intellektuelle Defizite.

November – Keiner mag ihn, aber wir warten trotzdem sehnsüchtig. Das ist einfach nicht richtig!

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