IN oder OUT - die Pokerwoche

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Von schönen Frauen, bösen Männern und cleveren Pokerräumen. Prall aus der Pokerwelt.

Es war keine schöne Woche für uns und alle, die Poker lieben. Tröstlich sind da die Worte eines Mannes, der Jahrhunderte lang die Geschicke seiner Welt begleitet hat.

Vergessen du musst, was früher du gelernt. - Meister Yoda

IN

WPT

Die World Poker Tour läuft bereits in ihrer zehnten Saison. Trotz des weltumspannenden Namens war sie jedoch bis vor zwei Jahren in Europa kaum ein Begriff. Lange Zeit hatten die Verantwortlichen den Fehler gemacht, keine Online-Satellites zuzulassen. Die WPT drohte in der Versenkung zu verschwinden.

Innerhalb der letzten 24 Monate hat sich vieles verändert. Satellites sind auf PartyPoker und Bwin zu finden, die Zahl der Spielorte in Europa hat sich auf zehn verfünffacht. Hinzu kommt die WPT Marrakesch.

Bei der WPT in Paris nahmen 25% mehr Spieler teil als im Vorjahr, und selbst auf der kleinen Mittelmeerinsel Malta kamen über 250 Spieler für den Main Event zusammen, darunter zahlreiche US-amerikanische Profis wie Phil Hellmuth, November Niner Matt Gianetti und Justin Bonomo.

liv boeree guitar

Liv Boeree

Nach einem eher ruhigen Jahr ist die studierte Astrophysikerin in diesem Jahr vor allem online bemerkenswert erfolgreich. Nachdem sie im August das sonntägliche Frauenturnier auf PokerStars gewinnen konnte, folgten ein paar kleinere Cashes, bis sie während der WCOOP ein Second Chance Turnier gewann und dafür $40.488 kassierte.

Ohne Müdigkeit vorzuschützen, gewann Liv kurz darauf ein $75 MTT und dann auch noch das „Big 55“ mit $100k guaranteed für weitere $20k.

Begonnen hatte Boerees Lauf aber schon im Februar, als sie das $215 Sunday Warm-up für sich entscheiden konnte.

Liv Boeree steht wie eine Reihe ihrer Kollegen des Pro Teams bereits in der Starterliste für den WCOOP Main Event, der am Sonntag Abend beginnt.

Bodog

Der etwas andere Pokerraum hat weitere Maßnahmen getroffen, um die Anwendung von Poker-Trackingsoftware unmöglich zu machen. HUDS wurden ebenso blockiert wie der Zugang von Tracking Sites.

Jetzt hat Bodog außerdem die Anzeige von voll besetzten Cash Game Tischen in der Lobby geblockt. So soll das so genannte Bum-Hunting verhindert werden. Dabei sucht man in der Lobby nach potenziellen (schwachen) Gegnern, um deren Spielweise zu beobachten und dann gezielt anzugreifen.

Die Idee ähnelt den „anonymen Tischen“, die seit Ende letzten Jahres bei PartyPoker angeboten werden.

Irgendwie dazwischen - Larry Flint

Der Hustler-Herausgeber bietet bis zu eine Million Dollar für denjenigen, der dem republikanischen Gouverneur von Texas Rick Perry eine sexuelle Affäre nachweisen kann oder im besten Fall eine mit ihm hatte.

Gut, das hat jetzt nichts mit Poker zu tun, ist aber trotzdem meldenswert. Zwar ist Flint auch Pokerspieler, aber wir bemühen uns gar nicht erst, den Zusammenhang herzustellen.


OUT

Nick Rainey

Kleines Skandälchen gefällig? Nick Rainey, früher Berater von Patrik Antonius und Andrew Robl, hat ein paar Shares seines WSOP Main Events verkauft, um billiger an das Ticket zu kommen. Er twitterte später, dass er sehr schnell ausgeschieden sei, aber auf eine Anfrage hin stellte sich heraus, dass er gar nicht teilgenommen hatte.

Als das auf 2+2 diskutiert wurde, meldeten sich schnell weitere Schuldner von Nick Rainey. Sein Glanzstück: Er hinterzog $100.000, die eigentlich für einen guten Zweck bestimmt waren. Wieder jemand, der für den guten Ruf von Poker wirklich alles tut.

Alkoholisiertes Amoklaufen

Der Engländer Michael Gallagher hatte einen wirklich schlechten Lauf. Über $30.000 hatte er innerhalb eines Jahres bei einem ungenannten Pokerraum verloren, der angeblich seine Zentrale auf der Isle of Man unterhält. Es kann natürlich auch sein, dass er einfach schlecht spielt, aber diesen Gedanken kann kaum ein Spieler ernsthaft formulieren.

Also setzte sich der 35-Jährige nachts an seinen Laptop, öffnete Word statt der Pokersoftware und schickte dem Online-Anbieter eine Email, in der er drohte, der Unternehmenszentrale mit einer abgesägten Schrotflinte einen Besuch abzustatten und dort „so viele Leute zu erschießen wie möglich“, wenn man ihm nicht umgehend $50.000 überweise.

Natürlich war Gallagher betrunken, als er die Email schrieb. Er ist schließlich Engländer und es war Wochenende. Als ihm am nächsten Morgen klar wurde, was er angerichtete hatte, entschuldigte er sich in einer weiteren Mail. Für den Pokerraum hatte der Spaß da allerdings längst aufgehört. Gallagher hat nun eine Anklage wegen versuchter Erpressung am Hals.

In der Geschichte von Poker in England ist dies der schlimmste bekannt gewordene Fall von Tilt. Gallagher hätte das hier lesen sollen.

Full Tilt

Was hätte Yoda wohl dazu gesagt? Oder dazu? Sie lesen es oben im Bild.

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