Raul Mestre ist erster IFP - Pokerweltmeister

raul mestre
Raul Mestre.

Dieses Mal gab es den Titel für Deutschland nicht. Die beiden Berliner Sandra Naujoks und Tim Reese konnten dem Final Table der IFP-Pokerweltmeisterschaft ihren Stempel nicht aufdrücken und belegten Platz 6 und 8. Weltmeister wurde der Spanier Raul Mestre, der im Heads Up die Engländerin Vicky Coren besiegte und neben dem Titel des ersten offiziellen Pokerweltmeisters auch 250.000 Dollar abkassierte.

Raul Mestre ist im internationalen Pokerzirkus kein Unbekannter. Bei der EPT in Prag 2008 erreichte er ebenso den Final Table, wie dieses Jahr bei der EPT in Barcelona. Auch online ist er unter Sir_Donald ein bekannter Crack auf den ganz teuren MTTs. In London nun ist ihm endlich der ganz große Wurf gelungen. Er gewann den Final table der IFP-Pokerweltmeisterschaft - den er mit überlegenem Chiplead betreten hatte – und räumte neben dem Titel des ersten offiziellen Poker-World Champions auch 250.000 Dollar ab.

Am Finaltisch saßen ebenfalls Sandra Naujoks und der Berliner Schachmeister und Vorstandsmitglied des renommierten Amateurpokerclubs 5 Diamonds Tim Reese. Auch Japan war noch mit zwei Spielern vertreten. Außerdem gab es mit Vicky Coren (Sieg EPT London 2006) und Marsha Waggoner zwei weitere Pokerdamen. Alle neun waren in the money und hatten bereits 10.000 Dollar sicher.

Zu Beginn hatte Turnierdirektor Thomas Kremser dem Turboturnier eine weitere Beschleunigung verpasst, als er die Levelzeit von 45 auf 40 Minuten herabsetzte.

Schon in einer der ersten Hände musste Kinichi Nakata gehen. Auch für den „Amateur“ Tim Reese gab es am Finaltisch nicht viel zu holen. Der Berliner schob mit Q 9 all in und scheiterte an A K von Vicky Coren, die sich vorher bereits die letzten Chips des Japaner einverleibt hatte.

Richtig Pech hatte dann die zweite weibliche EPT-Siegerin am Tisch, Sandra Naujoks. Ausgerechnet gegen Raul Mestre brachte sie mit Pocket Kings all ihre Chips in die Mitte. Am Flop von 2 7 8 hatte sie angespielt und mit strahlendem Gesicht Raul Mestres All in gecallt. Der Spanier hielt 9 8  und nach dem Turn von T noch zusätzliche Outs. Am River zeigte sich dann allerdings eine hässliche 8 und verabschiedet Sandra hinter die Rails. Auf ihrer Facebook-Seite kündigte sie abends dann an: „Spiele jetzt noch ein paar Sonntagsturniere. Mal sehen wie viele Suckouts ich heute noch kassiere.“

Am Ende waren es dann noch drei Spieler, deren Chips sich folgendermaßen verteilten:

  • Raul Mestre – 732.000
  • Igor Trafane – 486.000
  • Victoria Coren – 134.000

Doch Pokerstars Pro Vicky Coren hatte in ihrer Heimatstadt tatsächlich einen goldenen Tag erwischt. Erst verdoppelte sie mit A Q  gegen A Q  von Igor Trafane. Der Flop hatte K 5 T  gebracht und Vicky zurück ins Turnier. Wenig später war der Brasilianer weg. Mestre hatte eine 2:1 Führung gab diese aber sogar noch an Misses Coren ab.

Die entscheidende Hand war dann wohl Mestres All in mit Pocket 5`s. Die Lokalmatadorin callte  mit  A J , erhielt vom Board   4 9 9 K 4  allerdings keine Hilfe. Coren blieben 200k, gegen 1,1 Mio von Mestre.

Der letzte Showdown fand dann zwischen A 3 (Coren) und A 5 (Mestre) statt. Das Board brachte 8 9 5 T 6  und dem Spanier Raul Mestre den Titel des ersten offiziellen Pokerweltmeisters.

Endergebnis:

1 – Raul Mestre (Spanien) – $250.000
2 – Victoria Coren (UK) – $100.000
3 – Igor Trafane (Brasilien) – $50.000
4 – Slavko Tomic (Serbien) – $25.000
5 – Marsha Waggoner (Australien) – $20.000
6 – Sandra Naujoks (Deutschland) – $17.500
7 – Takuo Serita (Japan) – $15.000
8 – Tim Reese (Deutschland) – $12.500
9 – Kinichi Nakata (Japan) – $10.000

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