Robin Wozniczek: „Ich habe mehr erreicht, als ich mir erträumt hatte“

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Robin Wozniczek – ein deutscher Überraschungscoup in Panama

Wie ein 22-jähriger Student aus dem Saarland nach Panama reist und dort in seinem ersten Live-Turnier den Finaltisch erreicht.

Es gibt sie noch, die Geschichten, in denen ein Hobbyspieler sich gegen die Profis durchsetzt und einen Überraschungscoup landet.

Robin Wozniczek studiert Informatik in Saarbrücken und spielt nebenher Online-Poker – abends oder am Wochenende, wenn er eben mal Zeit hat.

Vor einigen Monaten erlebte er einen besonders guten Abend und beschloss, sich für einen $700 Live-Satellit zu registrieren.

Wenige Stunden später hatte er ein Ticket für ein PSC Main Event in der Tasche. „Damals konnte ich aus Krankheitsgründen nicht, aber PokerStars hat mir angeboten, mir einen anderen Event auszusuchen“, sagt Robin.

„Ich habe mich für Panama entschieden, weil gerade Ferienzeit und Panama ja auch ein außergewöhnliches Ziel ist. Jetzt ist das Ganze ein richtiges Abenteuer geworden, das ich voll genieße.“

Hendonmob-Einträge hat Wozniczek, der am vergangenen Donnerstag seinen 22. Geburtstag gefeiert hat, keine.

RW: „Das ist mein erstes großes Live-Turnier abgesehen von einem 40-Euro-Turnier, das ich vor längerer Zeit gespielt habe.

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Hätte sich auch über den Pool gefreut

Eigentlich dachte ich, wenn ich früh ausscheide, kann ich mit meiner Freundin eine Woche am Pool verbringen, und eigentlich sah es auch schnell so aus, als würde es genauso kommen.
Schon nach einer Stunde am ersten Tag hatte ich über 80% meiner Chips verloren und war bei 5000. Und jetzt sitze ich her mit 1,5 Mio. und es sind nur noch zehn Spieler dabei.“

PZ: „Jetzt hast du leider höchstens einen Tag, und den auch nur, wenn du heute noch ausscheidest.“

RW: „Das stimmt, aber ich kann nicht sagen, dass ich deswegen verbittert bin.“

PZ: „Ist es nicht ein bisschen beängstigend, plötzlich bei einem solchen Event dabei zu sein?“

RW: „In den ersten Tagen war ich ziemlich nervös, aber jetzt habe ich mich ganz gut daran gewöhnt. Ich hatte ein paar fifty-fifty Situationen, die gut für mich ausgegangen sind, und damit kam ich immer besser ins Spiel.“

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Lässt sich nicht so leicht einschüchtern

PZ: „Kennst du die Spieler, mit denen du hier am Tisch sitzt?“

RW: „Einige schon. Ich habe mir eine Menge Videos angesehen, und da sind schon ein paar Profis dabei, bei denen ich gemerkt habe, dass sie mich ausspielen können.

Aber ich bin nicht so der Experte, der jetzt die ganzen Stars kennt. Groß einschüchtern lassen habe ich mich davon aber nicht.“

"Wenn ich hier den Finaltisch erreiche, werde ich mir schon überlegen, ob ich nicht versuche, nochmal an einem solchen Event teilzunehmen.
Doch ich bin schon viel weiter gekommen als ich mir erträumt hatte. Jetzt nehme ich das so lange mit wie möglich und genieße jeden Moment.“

Tatsächlich erreichte Robin Wozniczek den Finaltisch als Zweiter in Chips. Der Urlaub muss weiter warten.

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