Hilfe, die Germanen kommen…!

germanen

… und weitere Storys der Woche. Die Chinesische Mauer bei PokerStars, neue Fischfunktionen bei PartyPoker, Poker bei Olympia, teure Hundehalsbänder und mehr aus der Pokerwelt.

Kann das sein? Auf Ebay wird ein Armband versteigert, das Peter Eastgates WSOP Main Event -Bracelet aus dem Jahr 2008 täuschend ähnlich sieht. Die Versteigerung ist als zugunsten von UNICEF annonciert und das Bracelet beschrieben als 18 Karat Weißgold, mit 291 Diamanten besetzt. Als Verkäufer ist „petereastgate" angegeben.

 

bracelet eastgate

Weltmeisterliches UNICEF-Hundehalsband

Die Versteigerung läuft noch bis Donnerstag. Bisher wurden schon über 60 Gebote abgegeben, und der Preis hat inzwischen die $50.000-Grenze überschritten. Natürlich ist eine Versteigerung für einen guten Zweck immer eine gute Sache, aber man fragt sich, warum er das Bracelet wegen des ideellen Werts nicht behält und stattdessen selbst eine Spende tätigt. Als Poker-Frührentner sollte er die finanziellen Möglichkeiten ja besitzen.

 

Peter Eastgate

Eastgate bestätigte inzwischen die Versteigerung und fügte hinzu, er sei stolz auf seinen Titel, aber er hänge nicht wirklich an dem Armband. Mit der Vergabe an UNICEF hoffe er, „möglichst viele Leute auf die Institution aufmerksam zu machen. Jedes Gebot bedeutet, das UNICEF notleidenden Kindern mehr Hilfe zukommen lassen kann".

Tony G. hat das Bracelet als Halsband für seinen Hund beansprucht und damit einmal mehr gezeigt, wie ernst sein Blog zu nehmen ist. Aber es gibt ja auch Pokerspieler, die die Zeitung mit den sehr großen Buchstaben kaufen.

 

GCOOP-logo

Hilfe, die Germanen kommen!

Die PokerStars GCOOP steht vor der Tür.

Elf Main Events sind angekündigt, sie finden vom 21.-28. November statt:

Datum Uhrzeit Event Nr. Buy-in Spiel gar. Preispool
21. 11. 20.00 Event Nr. 1 €55+R NLHE (6-max) €65.000
21. 11. 21.00 Event Nr. 2 €215 PLO €9000
22. 11. 20.00 Event Nr. 3 €215 NLHE (2x Chance, Turbo) €45.000
23. 11. 20.00 Event Nr. 4 €320 NLHE €135.000
24. 11. 20.00 Event Nr. 5 €215 NLHE (heads-up) €25.000
25. 11. 20.00 Event Nr. 6 €320 HORSE €25.000
26. 11. 20.00 Event Nr. 7 €320 NLHE (6-max) €16.000
27. 11. 20.00 Event Nr. 8 €215 PL5CD €9000
27. 11. 21.00 Event Nr. 9 €215 NLHE (1R, 1A) €65.000
28. 11. 20.00 Event Nr. 10 €320 PLO (1R, 1A) €15.000
28. 11. 21.00 Event Nr. 11 €530 NLHE ME €275.000

Damit sind insgesamt €684.000 garantiert, d. h. eigentlich noch mehr, denn PokerStars wird wie bei den anderen großen Serien eine Punktetabelle anlegen, und der beste Spieler der Serie wird zusätzlich nächstes Jahr nach Berlin fahren und dort am Main Event der EPT teilnehmen.

Insgesamt elf Events werden ab Sonntag Abend im Rahmen der Germanics Championship of Online Poker gespielt, und teilnehmen können alle Spieler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

 

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November Niner mit Turniersieg

Soi Nguyen, der einzige Amateur am Finaltisch des WSOP Main Events 2010, zeigte in dieser Woche, dass sein Erfolg doch kein reiner Zufall war. Bei den FTOPS XVIII auf Full Tilt fungierte er als Gastgeber und nahm bei dieser Gelegenheit auch gleich den Titel mit nach Hause.

Das Event Nr. 18 war ein NLHE Super Turbo Rush Poker Event mit 1841 Teilnehmern und $217 Buy-in. Der erste Platz war $78.000 Preisgeld wert. Soi Nguyen ist damit der erst dritte Spieler, dem es gelingt, sein eigenes FTOPS Event zu gewinnen.

 

jason mercier
Jason Mercier.

Joe Tehan alias NAPT Final Table Dampfwalze

PokerListings-Blogger Jason Mercier erreichte in dieser Woche beim NAPT-Finale in Los Angeles den Finaltisch des mit 701 Spieler besetzten Events. Er ging als Chipzweiter (3,8 Mio.)  hinter dem deutlich führenden Christopher Demaci (6,3 Mio.) ins Rennen. Den Titel gewann jedoch Joe Tehan, der als Fünfter (1,9 Mio.) gestartet war.

Tehan spielte sich in einen unglaublichen Rausch, nahm jeden einzelnen der anderen Spieler nacheinander vom Tisch - zuletzt Demaci - und gewann schließlich das Turnier und den Siegerscheck über $725.000. Jason Mercier wurde Siebter.

 

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Wer wird Poker-Olympiasieger?

Na gut, ganz so wird es dann doch wieder nicht. Trotzdem: Poker wird bei den World Mind Sports Games 2012 in London Teil der World Mind Sports. Die Weltdenksportspiele finden am Rande der Olympischen Spiele von London statt.

Schon im April dieses Jahres wurde Poker als Denksport von der International Mind Sports Association (IMSA) anerkannt. Während die Regierungen aller Länder weiterhin nur in ihrer Uneinigkeit vereint sind, sind die intellektuellen Denksportler mal wieder einen Schritt weiter. Philosophen an die Macht!

 

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Neue Fischfunktionen bei PartyPoker

Den etwas despektierlichen Namen „Fish Feature" gab Bluff Europe den neuen Optionen bei PartyPoker, dem drittgrößten Anbieter im Netz. Man kann nun eine seiner Hold'em-Karten den Gegner zeigen, bevor man foldet. „Show one, show all" gehört damit der Vergangenheit an. Diese Funktion dürfte bei den Zuschauern von High Stakes Poker besonders viel Anklang finden, hat man doch nun die Möglichkeit, die anderen Spieler am Tisch mit teilweiser Ungewissheit zu quälen, wie es manchmal auch die High Roller im Fernsehen tun.

Der „Rabbit Hunt" ist dagegen auch unter Live-Spielern höchst umstritten. Foldet man seine Hand auf dem Turn und bittet dann den Dealer darum, die nicht gegebene Riverkarte zu zeigen (um nachzusehen, ob man z. B. den Flush doch noch getroffen hätte), bezeichnet man das als Rabbit Hunt. Umstritten ist die Option deswegen, weil der River genau die Karte sein könnte, die der Gegner mit seiner Turn-Bet repräsentiert hat. Damit wäre sein Spielzug unnötigerweise als Bluff entlarvt.

 

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„Barceloonaaaaa!!! - Like a jewel in the sun..."

Das hätte auch Montserrat Caballé und dem seligen Freddie Mercury gefallen. Während Zentraleuropa mal wieder bei Schneeregen und Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt dahindämmert, ist für die katalanische Metropole am Mittelmeer die ganze kommende Woche Sonne und bis zu 15° angesagt.

Da kann man auch noch abends durch die mittelalterliche Altstadt schlendern, den einen oder anderen Rioja schlürfen und dazu ein paar Boquerones, Gambas, Mejillones oder sonstige Tapas verputzen. Aber bevor das hier zu einem Barcelona-Werbespot wird: Die EPT ist auch da.

 

Chinesische-Mauer

PokerStars zieht die Große Mauer

Nach den Geschehnissen um die chinesische Kollusionsbande hat PokerStars nun weitere Konsequenzen gezogen: Inzwischen darf an den Full-Ring-Tischen nur noch jeweils ein Spieler aus dem Reich der Mitte sitzen. Eine überraschend drakonische Maßnahme, wenn man bedenkt, dass es sich um ein Land mit zehnstelliger Einwohnerzahl handelt.

Möglicherweise zieht das Kollusionsproblem größere Kreise als bisher bekannt, denn die Aktion wirkt auch ein wenig hilflos. Wie wird PS wohl reagieren, wenn der erste Betrügerring in den USA ausgehoben wird? Oder glaubt man etwa, dort würde so etwas nicht passieren? Russ Hamilton war jedenfalls kein Chinese.

 

norbert jager

Macht den Drogen?

Gibt es Radsportler, die nicht gedopt sind? Oder Leichtathleten? Gewichtheber? Zumindest Zweifel sind durchaus angebracht. Über Leistungssportarten schwebt ständig das Damoklesschwert der unerlaubten Leistungssteigerung. Wenn es dagegen um Poker geht, ist Doping kein Thema. Pokerspieler, so scheint es, machen so was doch nicht.

Dabei stimmt das gar nicht. Pokerspieler unternehmen alles Mögliche, um ihre Konzentration über längere Zeiträume zu steigern, Hemmungen zu verlieren, Nervosität zu unterdrücken usw. Einer, der er wissen muss, ist unser Blogger The Brain. Er hat sich intensiv mit dem Thema beschäftigt und seine Erkenntnisse aufgeschrieben. Vom Joint bis zur Aga-Kröte ist da so ziemlich alles dabei. Sie finden die Berichte jetzt in seinem Blog.

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