High Stakes Poker – die Februar-Bilanz

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Der zweite Monat des Jahres sah vor allem einen schwächelnden Viktor Blom. Für dessen Verluste sorgte im nicht unerheblichen Maße der österreichische Veteran Harry Casagrande. Ebenfalls sehr aktiv: Ben Tollerene und Douglas Polk. Doch auch Deutsche mischten kräftig mit: Philipp Gruissem und Sebastian Ruthenberg waren vor allem am Ende des Februar an den teuren Spielen beteiligt.

Harry Casagrande spielt seit über fünfzehn Jahren Poker und ist vor allem in Österreich bekannt wie ein bunter Hund.

Die Fähigkeiten des zweifachen österreichischen Meisters im Schnellschach sind gefürchtet, wobei er vor allem im PLO als kaum zu schlagende Maschine gilt. Dass er in diesem Spiel auch Online auf den Nosebleed Limits und dort gegen die richtig Großen antritt, war bekannt.

Aber dass der fast Fünfzigjährige auch in der Lage ist sich zum besten Spieler des Monats aufzuschwingen, dürfte vor allem die Young Guns der Online-Generation schwer beeindrucken.

Beeindruckt war in jedem Fall Viktor Blom, der am 25. Februar auf den Altmeister traf. Im $100/$200 Cap PLO war noch Ben Tollerene mit von der Partie, wobei beide $30k an Casagrande ablieferten.

Doch dann stiegen Blom und Harry ein Limit nach oben und blieben unter sich. Allerdings zeigte sich der Österreicher in besserer Form und knöpfte dem legendären Isildur1 an zwei Tischen über $130k ab.

Am Ende konnte Harry Casagrande im Februar über $400k Profit vermelden, was zum Sieg der Monatsbilanz reichte. Blom hingegen musste im zweiten Monat des Jahres ein Defizit von fast $800k verschmerzen, was ihn wiederum an die Spitze der Negativbilanz brachte.

philipp-gruissem
Philipp Gruissem - bei den High Rollern angekommen.

Dort tauchen im Übrigen auch zwei andere interessante Namen auf. Zum einen ist das der asiatische Superloser samrostan, der sich nach monatelanger Abstinenz mal wieder blicken ließ und gleich draufzahlte.

Und zum Anderen ist das Philipp philbort Gruissem, der mit einem Monatsverlust von $117k auf Platz sieben der größten Monatsloser landete.

Mit ihm sind die deutschen Super High Roller wohl endgültig auch auf den Online High Stakes angelangt und man darf gespannt sein, wie lange es dauern wird, bis auch hier die Intelligenz des Londoner Think Tank Wirkung zeigt.

Schon mal vorgefühlt hat an den letzten beiden Tagen des Monats Sebastian taktloss47 Ruthenberg. Erst gewann er im 2-7 Triple Draw in nur 1.000 Händen $300k von Gus Hansen und dann holte sich der Däne eben jenen Betrag in nur 500 Händen in derselben Variante wieder zurück.

Dieses Match könnte die Overtüre für einen überaus interessanten März auf den Online High Stakes gewesen sein.

Die teuerste Hand des Monats wurde in Woche 2 ausgespielt und beteiligt waren zwei völlig Unbekannte.

Der bereits im vergangenen Jahr im NLHE immer mal wieder aktive bbvisbadforme traf Hedas Up auf den Holländer dutch-maniak, über den ebenfalls nicht viel mehr, als sein passender Nickname bekannt ist.

Das Spiel hieß No Limit Holdem und die Blinds waren mit $100/$200 überaus moderat. Allerdings lagen bereits preflop über $3000 in der Mitte.

Die ersten drei Karten brachten

     

worauf Dutch-Maniak von vorn checkte, um dann die Bet des Gegners in Höhe von $1600 auf $4800 zu raisen. Bbvisabdforme hielt sich noch zurück und füllte lediglich auf.

Auf dem Turn entblätterte sich das überaus interessante

 

Und abermals überließ Dutch-Maniak seinem Kontrahenten die Action, um dann dessen zweite Bet – diesmal in Höhe von $5400 - auf $23k zu raisen. Doch Bbvisabdforme wollte noch nicht aufs Ganze gehen und erklärte wieder nur den Call.

Die letzte Karte brachte die

 

und diesmal wollte der Aggressor nicht mehr auf den Move des Gegenübers warten und schob sofort seine restlichen Dollar zum All In in die Mitte. Für bbvisabadforme war es ein Leichtes hier zu callen. Warum, zeigte der Showdown:

Dutch-Maniak:    

bbvisabadforme:    

bbvisabadforme hat hier bis zur letzen Karte eine durchschnittliche Hand mit Potential. Nach dem River ist er allerdings nicht mehr zu schlagen.

Der Holländer hält hier die Second Nuts und wird ausgerechnet von jener Hand geschlagen, die ihm sein Duellant zeigt. Damit konnte sich bbvisabadforme einen sechsstelligen Betrag in Höhe von $146k in die Taschen schieben.

Rainer Vollmar hat diese Hand hier im Detail analysiert.

Hier noch die aufschlussreichen Zahlen in Tabellenform:

Doug Polk
Douglas Polk.

Die Gewinner im Februar:

  1. Harry Casagrande, $406.702
  2. Tight-Man1, $322.773
  3. Douglas WCGRider Polk, $289.994
  4. 26071985, $186.435
  5. yurasov1990, $178.840

Die Verlierer im Februar:

  1. Viktor Isildur1 Blom, $-793.105
  2. Gus Hansen, $-195.152
  3. tyme2gamb0l111, $-160.340
  4. Isaac luvtheWNBA Haxton, $-136.022
  5. samrostan, $-134.544

Die Gewinner 2014:

  1. Ben Bttech86 Tollerene, $1.530.215
  2. Viktor Isildur1 Blom, $1.361.008
  3. Douglas WCGRider Polk, $680.725
  4. Max mikki696 Lehmanski, $591.906
  5. Tight-Man1, $506.141

Die Verlierer 2014:

  1. Gus Hansen, $-1.563.041
  2. Alex IReadYrSoul Millar, $-660.044
  3. SanIker, $-362.743
  4. Patrik FinddaGrind Antonius, $-303.590
  5. tyme2gamb0l111, $-287.479

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