High Stakes Poker – Die Juni-Bilanz

Sebastian Ruthenberg

Der vergangene Monat auf den Online High Stakes wurde vor allem von Heads Up-Duellen im NLHE und PLO bestimmt. Dabei dominierte vor allem Mystery Man “Denoking” und gewann sieben der zwölf größten Pots. Am meisten bluten musste der Deutsche “SanIker”, ausgerechnet in seiner Schokoladendisziplin. Richtig gut lief der Juni allerdings für zwei Landsmänner und einen wieder erstarkten Finnen.

Blom und Sahamies in bestechender Form

Viele Pokerspieler sagen über Daniel Cates: "Der Jungleman lebt in seiner eigenen Welt”. Mittlerweile ließe sich Ähnliches auch über den erst 23-Jährigen Viktor Blom behaupten.

Während sich die Belle Etage der Pokerwelt während der World Series duelliert, spielt der Schwede wie ein Verrückter auf den Online High Stakes. Kaum ein Spieler schaffte es im vergangenen Monat auf mehr als 10.000 Hände an den teuersten Online-Tischen. Viktor Isildur1 Blom spielte hingegen knapp 40.000 Hände. Und bevor er auf die wenigen Gegner auf den Nosebleed-Limits wartete, mischte er lieber auch ein paar Etagen tiefer mit.

Allerdings mit durchschlagendem Erfolg. Denn während die vorhergehenden Wochen für Blom zum Vergessen gewesen waren, machte er im Juni ein sattes Plus von $600k und ist nun auch in der Jahresbilanz wieder bei einem moderaten Verlust von 1,2 Millionen Dollar angelangt.

Ilari Sahamies
Ilari Sahamies ist endlich wieder zurück auf den High Stakes und lernt seinen Gegnern das Fürchten.

Eine weitere Online-Legende, nämlich Ilari Sahamies präsentierte sich im zurückliegenden Monat ebenfalls in bestechender Form.

iilZwar taucht er nicht in den Monats Top 5 auf, aber rechnet man die Gewinne seines FT-Accounts (unter dem Nick Ziigmund) mit denen seines PS-Accounts (unter dem Nick Ilari_FIN) zusammen, kommt der 30-Jährige auf $400k Monatsprofit, was an die großen Zeiten von Sahamies erinnern lässt.

Ruthenberg und Kibler-Melby machen die Million sicher

Auch zwei Deutsche verzichteten auf die Reise nach Las Vegas und gewannen lieber satt an den virtuellen Tischen.

Sebastian Ruthenberg
Sebastian Ruthenberg ist einer der besten beim 2-7 Triple Draw.

Cort Kibler-Melby und Sebastian Ruthenberg machten mal wieder die 2-7 Triple Draw-Tische unsicher und erspielten sich dort einen satten Gewinn.

Nachdem es für beide bereits im Mai richtig gut gelaufen war, stehen sie nun mit jeweils über einer Million Dollar in der Jahresbilanz und dürften wohl schon bald in die Top 5-Gewinner-Liste für 2014 aufsteigen.

SanIker vs Denoking: Wer ist der bessere NLHE Heads Up-Spieler?

In die Liste der größten Loser des Jahres hat es schon mal ein anderer Deutscher geschafft. SanIker hat sich einstmals als NLHE-Heads Up-Spezialist erwiesen und Anfang 2013 gar behauptet, dass er in dieser Disziplin weit besser sei, als zum Beispiel Phil Ivey, Tom Dwan oder Viktor Blom.

Doch nun scheint er wohl seinen Meister gefunden zu haben. Gegen den immer noch nicht enttarnten Denoking gab es vor allem am Anfang des Monats eine gehörige Tracht Prügel. Aus dem Heads Up-Duell, vor allem gespielt am 2. und 3. Juni resultieren sowohl die Profite von Denoking, die ihn zum größten Monatsgewinner machen, als auch die Verluste von SanIker, die diesen zum größten Monatsverlierer machen.

Denoking gewann sieben der zwölf größten Pötte des Monats, während SanIker nur einen gewinnen konnte.

Der größte Pot des Monats

In diesem Duell wurde auch die teuerste Hand des Monats ausgespielt. Das Game hieß NLHE, die Limits lagen bei üblichen $300/$600 und die beiden Streithähne trafen sich natürlich Heads Up. Denoking hatte im Small Blind auf $1800 erhöht und SanIker im Big Blind das ganze nochmal auf $5400 verdreifacht.

Denoking
Denoking entschied das Duell gegen den Deutschen SanIker ganz klar für sich.

Die ersten drei Karten brachten Q 4 8. Und SanIker schoss auch mit seiner ersten Barrel $5400 ab. Diesmal wollte Denoking allerdings mehr Action und erhöhte auf $17k.

Auf dem Turn zeigte sich die T. Und jetzt war es Denoking, der sofort Gas gab. SanIker checkte, doch die Bet seines Kontrahenten ließ bei einer Höhe von $56k keine Fragen offen. Call von SanIker.

Die letzte Karte lieferte einen ganz gefährlichen J. Schon eine Neun reichte jetzt aus, um die Straight zu vollenden. Doch wieder kam nur der Check von SanIker und kein Raise, sondern Call auf die $60k-Bet seines Kontrahenten. Denoking zeigte 4 4 und SanIker warf seine Karten ungezeigt in den Muck. Das kleine Set reichte am Ende für den Gewinn von $275k.

Hier noch die aufschlussreichen Zahlen in Tabellenform:

Die größten Gewinner im Juni:

Denoking, $622.746

Viktor Isildur1 Blom, $582.793

Sebastian taktloss47 Ruthenberg, $436.651

Ben Sauce123 Sulsky, $266.427

Cort thecortster Kibler-Melby, $243.666

Die größten Verlierer im Juni:

SanIker, $-713.574

Ben Sauce1234 Sulsky, $-464.976

Chun samrostan Lei Zhou, $-200.009

BedoliFE, $-184.574

anna164, $-122.702

Die größten Gewinner 2014:

Alexander PostflopAction Kostritsyn: $+1.652.066

Dan jungleman12 Cates: $+1.355.295

Niklas Ragen70 Heinecker: $+1.303.375

Patrik FinddaGrind Antonius: $+1.183.736

Niki Jedlicka: $+1.122.422

Die größten Verlierer 2014:

Gus Hansen: $-3.545.491

Chun samrostan Lei Zhou: $-2.890.245

Phil Polarizing Ivey: $-1.815.817

SanIker: $-1.661.462

Viktor Isildur1 Blom: $-1.271.602

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