High Stakes nach der Stunde Null

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Die amerikanischen Spieler sind aus dem Rennen um die High-Stakes-Pots. Trotzdem gab es auf den Nosebleed Limits in den vergangenen Tagen intensive Action. Ganz vorn dabei: die Skandinavier Patrik Antonius, Jens Kyllönen sowie Gus Hansen und Ilari Ziigmund Sahamies. Die beiden Letzteren lieferten sich während ihres Duells außerdem einen überaus unterhaltsamen Verbal-Schlagabtausch.

Der Finne Jens Kyllönen hat in den vergangenen zwei Jahren nicht viel von sich hören lassen. Seit seinem Sieg im legendären Heads Up gegen den Schweden Peter Hedlund bei der EPT Kopenhagen 2009 hat er weder online noch live große Erfolge zu verbuchen gehabt. Doch nun hat er die Gunst der Stunde genutzt und einen der, von den amerikanischen Online-Cracks unfreiwillig verlassenen Plätze auf den Nosebleed-Limits besetzt.

Unter dem Nick ingenious89 erwischte er einen unglaublichen Heater und sackte in nur zehn Tagen knappe 1,2 Million Dollar ein. Das Spiel seiner Wahl waren dabei die $300/$600 Omaha Partien, die sich in den Tagen seit dem Black Friday großer Popularität erfreuen.

Noch besser läuft es bei dem anderen Finnen Patrik Antonius. 1,4 Million Dollar hat der in Monte Carlo wohnende Highroller in den vergangene zwei Wochen auf seine Bankroll geschaufelt. Zur Kasse wurde dabei vor allem sein monegassischer Nachbar Gus Hansen gebeten.


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Die Leistungskurve von Jens Kyllönen.

Den Kürzeren zog Hansen dabei vor allem im Omaha Hi/Low. Trotzdem ist der Däne für diesen Zeitabschnitt fast 100.000 Dollar vorne, was unter anderem daran liegt, dass bei dem Norweger Andreas Skjervoy Torbergsen in den vergangenen 14 Tagen gar nichts zusammenlief. Der FullTilt Pro machte 1,1 Millionen Dollar Verlust.

Eins seiner zahllosen Comebacks feierte am Osterwochenende ein Spieler, der sich in nächster Zeit eigentlich von den Sky High Stakes fernhalten wollte. Zumindest von denen auf PokerStars und Full Tilt.  Ilari Ziigmund Sahamies  aber kann das Mausen offenbar nicht lassen. Der King of Swing spielte einige PLO Sessions und war danach um gut 130.000 Dollar reicher. Allerdings nicht lange, denn mittlerweile ist er für die vergangenen zwei Wochen mit knapp $250k im Brand.

Mit Gus Hansen, einem seiner schärfsten Kritiker lieferte sich Ziigmund nicht nur mit den Karten ein sehenswertes Duell. Der Däne hatte zunächst folgendes Statement über seinen jüngeren Widersacher abgegeben:

„Wer denkt er, wer er ist? John Wayne? Ich weiß, dass er denkt, er könne deepstack jeden anderen Gegner der Welt ausspielen. Aber wenn man sich sein Resultate im vergangenen Jahr ansieht, dann wird klar, dass das nicht stimmt.  Warum sollte man einen halbe Million Dollar in einen Pot schmeißen, wenn man mit Top Set gegen Flush und Straight Draws antritt? Ich habe manchmal das Gefühl, dass er das nur macht, um zu zeigen, dass er der größte aller Zeiten ist.“

Wenig später wiederholte er seinen Spott mit feiner Klinge in einem direkten Chat:

Ziigmund: are you coming back?
Gus Hansen: Ziigmund please dont go broke – you are such a talented player – at least in your own mind
Gus Hansen: funny that I play Ziigmund – and I am in Helsinki
Ziigmund: what u r doing here
Ziigmund: holiday?
Gus Hansen: European championship in squash
Ziigmund: ok
Gus Hansen: in Espoo
Ziigmund: cool

Die größten Gewinner seit dem 15. April

1. Patrik Antonius, 28, 2351, $1.415.705
2. Ingenious89, 68, 4483, $1.178.349
3. Rui Cao,14, 1094, $210.336
4. NoPasaran139, 6778, $201.567
5. Jeans89, 64, 5502, $180.598

 

Die größten Verlierer seit dem 15. April

1. skjervoy, $-1.113.654
2. gavz101, $-248.230
3. Ziigmund, $-247.934
4. O Fortuna PLS, $-236.740
5. FinnishNightmre, $-234.753

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