Super Cash Game in Macao – fünf Mal so groß wie Vegas

Gus Hansen
Drawing dead mit Flush - Gus Hansen.

Lange war wenig vom Super Cash Game im Star World Poker King Club zu hören. Doch in den vergangenen Tagen sickerten wieder mehr Nachrichten von astronomischen Blinds und Millionen-Pötten durch. In den Hauptrollen des Dramas: Sam Trickett, Gus Hansen und Tom Dwan.

Das Jahr hatte für Gus Hansen und Sam Trickett überaus profitabel begonnen. Von ihrer ersten Reise 2012 in die asiatische Gambler Metropole Macao waren die beiden High Roller mit satten Gewinnen von $3,8 Millionen beziehungsweise 2,3 Millionen zurückgekehrt, bevor sie in gewaltigen Downswings ihre Profite zu großen Teilen wieder abgeben mussten. Danach waren nicht mehr viele News aus dem StarWorld Poker King Club gedrungen. Doch in den vergangenen Tagen scheint das Super Cash Game wieder mächtig heiß gelaufen zu sein.

Zunächst vermeldete Sam Trickett via Twitter, dass er in einer zwölfstündigen Session einen Monsterpot, den größten seiner Karriere gewonnen hätte. Über die wirkliche Höhe seines Gewinns schwieg sich der High Roller aus Nottingham aus. Aber der Fakt, dass Trickett bereits bei einer früheren Reise in diesem Jahr 2,5 Millionen Dollar in einer Hand abräumen konnte, lässt erahnen in welcher Dimension sich dieser Pot vorstellen lässt.

Sam Trickett
2,5 Mio. in einer Hand - Sam Trickett.

Die Blinds, so berichten Spieler vor Ort im Thread des 2+2-Forums liegen momentan bei US$1300/ US$2600 und einem Pflicht-Straddle von US$5.200. Unter anwesenden Geschäftsmännern aus China sollen die Blinds sogar bis zu astronomischen US$10.000/ US$20.000 gehen. Aber lediglich Tom Dwan traue sich in dieses Spiel.

Dwan selbst twitterte: „Ich habe eine 26-stündige Session in den Knochen und bin total übermüdet. Ich hatte eigentlich mit einer 50-stündigen Session gerechnet, aber das Spiel brach vorher ab. Mein persönlicher Rekord liegt bei 40 Stunden am Stück. Das wäre eine komplett neue Erfahrung gewesen.“

Über Gewinne und Verluste von Tom Dwan, der sich als einziger bekannter High Roller permanent in Macao aufhalten soll, ist derweil nichts bekannt. Allerdings postete der in der vergangenen Woche ebenfalls in Macao anwesende Gus Hansen auf der dänischen Internetseite Pokernyhederne.com. zwei interessante Hände, die er gegen seinen amerikanischen Counterpart verloren hatte:

Gus berichtete, dass er sich, nachdem die Blinds deutlich angehoben worden waren, eine Pause gegönnt hätte, um nicht die Kontrolle über sein Bankroll-Management zu verlieren. Erst als man wieder auf US$1300/ US$2600 abgestiegen wäre, hätte er sich wieder an den Tisch gesetzt. Dort kam es dann zu folgender Hand:

„Ich plante die Hand nach dem Flop mit einer Conti-Bet zu beginnen, um auf dem Turn eine weitere Barrel folgen zu lassen und dann auf dem River aufzugeben, wenn Tom jeweils callen würde. Dwan machte tatsächlich zweimal den Call. Aber auf dem River war ich dann der Meinung sein Flush Draw wäre geplatzt. Da ich mit meiner Hand nicht einmal Ace high schlagen konnte, entschied ich mich erneut zu setzen. Ich bettete 220.000 Dollar. Von Tom kam der Insta Call. Zwar hatte ich richtig gelegen mit meiner Vermutung, aber er hielt eben auch Top Pair.“ Gewaltige 700.000 Dollar wanderten daraufhin in die Tasche von Tom Dwan.

In einer weiteren Hand gegen Tom Dwan hielt Gus 4 3. Der Flop kam mit A 8 5. „Ich checkte, Tom setzte US$65.000 in einen von Pot in Höhe von US$115.000. Ich machte US$190.000 daraus mit dem Plan zu callen, sollte er seine verbliebenen US$390.000 rein schieben. Tom callte aber nur. Ich plante ihn, egal ob ich treffen sollte, oder nicht nach dem Turn all in zu stellen. Ich hoffte auf eine 2 oder irgendein Karo. Dann kam die schlechteste Karte überhaupt, das A. Ich setzte Tom trotzdem all in. Ein leichter Call für ihn. Er hielt 8er und ich war drawing dead.“

Wie hoch die Partien in Macao mittlerweile sind, darüber gibt eine weitere Nachricht aus der einstigen portugiesischen Kolonie Auskunft. Andre Robl twitterte: „Das hier stellt alle bisher gekannten Cash Games in den Schatten. Die durchschnittlichen Pot Sizes sind vier- bis fünfmal höher als in Las Vegas.“

 

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