Die erstaunlichen Pokerkünste des Hermann Pascha

pascha
Hermann Pascha. - "Was sagen da meine Fans?"

Seine Fangemeinde in Pokerkreisen ist riesig, und bei den German High Rollern hat er sich längst Kultstatus erworben. Hermann Pascha ist die zentrale Figur der einzigen vernünftigen deutschen Pokershow (das bei der TV Total Pokernacht Gebotene folgt höchstens den Regeln) und immer für einen lockeren Spruch oder Call gut.

Doch nicht nur die Zuschauer konzentrieren sich auf die Aktionen des Sex-Unternehmers. Wie immer, wenn Profis am Werk sind, kreist das Geschehen um das schwächste Glied am Tisch und die Könner warten auf die eine günstige Situation, in der leichtes Geld zu verdienen ist.

Am vergangenen Sonntag wurde die erste Folge der achten Staffel der German High Roller ausgestrahlt, an der neben Hermann Pascha gestandene Pokergrößen wie Pius Heinz, Jan Heitmann, Michael Keiner und Johannes Strassmann teilnehmen.

Großteils wurde also wie aus dem Lehrbuch gepokert, für die Abteilung „Wie man es nicht macht“ war dagegen einmal mehr Hermann Pascha (sowie der Internet-Qualifikant) zuständig.

Weltmeister Pius Heinz war der Glückliche, der durch die erstaunlichen Gedankengebilde des Hermann Pascha leichtes Geld gewann und dabei sogar doppelt beschenkt wurde. Mit 7 5 auf einem Flop mit 7 K 7 spielte Heinz von vorn an.

Und was dann kam, erlebt man nicht alle Tage.

Internet-Qualifikant Jürgen raist mit K J und verstößt damit gegen die simple Regel, dass man nur setzen oder raisen sollte, wenn eine schlechtere Hand callen kann. In diesem Fall trifft das bei einem Spieler sogar zu, denn Hermann Pascha lässt sich mit Kc3h tatsächlich auf einen Call ein.

So weit, so gut, aber jetzt kommt’s.

Nun ist wieder der Weltmeister an der Reihe und der setzt mit dem Drilling Siebenen seine beiden Gegner All-In.

Jürgen schwant Übles und er begeht mit seinem zähneknirschenden Call einen keinesfalls unvermeidbaren Folgefehler, aber was macht Hermann Pascha?

Mit seinem Top Pair ohne tauglichen Kicker schlägt er nach diesen Aktionen keine einzige vernünftige Hand (und schon gar nicht zwei), doch nach zwanzig Sekunden macht er mit den Worten „Was sagen da meine Fans?“ und „Ich kann das nicht wegschmeißen“ den Overcall.

Ein Moment atemberaubender Schönheit. In einer völlig aussichtslosen Situation schenkt Pascha im Gedenken an seine Fans dem Weltmeister eine hübsche vierstellige Summe, obwohl der das als Pokermillionär gar nicht nötig hat.

Wahrscheinlich hat jeder Pokerspieler zumindest in seiner Anfängerzeit eine solche Situation erlebt, in der er nach einer unbedachten Aktion auch ohne Hunderttausende Fernsehzuschauer richtig blöd aussah. Doch die meisten Menschen sind entwicklungsfähig und lernen aus ihren Fehlern, sodass es bei einer einmaligen Episode bleibt.

Im Falle Hermann Pascha jedoch würde es vermutlich niemanden wundern – und schon gar nicht seine Fans –, wenn er am kommenden Sonntag bei der zweiten Folge der German High Roller abermals zu einem solchen Call fähig wäre.

Und genau das macht das Faszinosum Hermann Pascha aus.  


Hier geht's zur ersten Folge der neuen Staffel.

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