Hand der Woche – Rope-a-dope mit Isaac Haxton

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Nach verhaltenem Start in das neue Jahr beendete die Highstakes-Elite vergangene Woche ihre Weihnachtspause und lieferte gleich reihenweise vierstellige Pots. Mittendrin im Raise- und Pushgewitter natürlich der Meister der Varianz Viktor Isildur1 Blom, der sich vor allem mit Ben Bttech86 Tollerene, Alex IReadYrSoul Millar und Isaac luvtheWNBA Haxton heiße Duelle lieferte.

Anschauen wollen wir uns eine Hand zwischen Viktor Blom und Isaac Haxton, die fast schon altmodisch im guten No-Limit Hold’em ausgetragen wurde.  Nachdem Blom zuletzt einen guten Lauf hingelegt hatte, stiegen auch die Einsätze, die Blinds betragen in diesem Heads-Up-Duell $400/$800 mit Antes von $150. Betrachten wollen wir die Hand zunächst aus der Perspektive von Isaac Haxton.

Action bis zum All-In

Bei effektiven Stacks von fast $135.000 (fast 169 BB) raist Isaac Haxton vom Button mit

   

auf $2.450 und callt anschließend den Reraise von Blom aus dem Big Blind auf $9.600. Im Pot sind $19.500 und der Flop bringt mit

     

Top Pair für Haxton. Blom setzt weitere $12.800, Haxton callt. Im Pot sind damit $45.100.

Der Turn bringt den

 

und Blom setzt weitere $32.800, die Haxton wieder callt. Im Pot sind $110.700.

Nach der

 

auf dem River geht Blom mit seinen letzten gut $79.000 All-In. Haxton callt mit Two Pair, Blom zeigt

   

für den totalen Bluff und Haxton gewinnt den Pot mit knapp $270.000.

Analyse und Bewertung

Aus der Sicht von Isaac Haxton spielt sich diese Hand extrem leicht. Er hat auf dem Button mit K 9 eine überdurchschnittliche Hand, die er natürlich nach einem Reraise von Viktor Blom aus dem Big Blind unter gar keinen Umständen folden kann.

Isaac Haxton
Isaac Haxton.

Der Flop bringt Haxton Top Pair, doch wäre das nicht unbedingt eine Hand, mit der er bei diesen Stacks bis zum Ende durchcallen würde. Erst der Turn bringt ihm mit dem König Top Two Pair und damit die annähernde Sicherheit, (bis zum Ende) vorne zu liegen.

Im gesamten Verlauf der Hand (bis auf den Raise vor dem Flop) callt Haxton nur und macht sich damit den Stil von Viktor Blom zunutze: Er lässt den ultra-aggressiven Schweden einfach bluffen, bluffen und nochmal bluffen.

Sowohl auf dem Flop als auch auf dem Turn wäre ein Raise deshalb absolut verkehrt gewesen, denn damit hätte Haxton nur Bloms gesamte Bluff-Range vertrieben.

Viele Spieler hätten hier vielleicht Angst vor möglichen Draws und würden ihre Hand mit einem Raise beschützen wollen, doch sind die Straight und Flush Draws

1. nur ein kleiner Teil von Bloms Range und

2. auf dem Turn mit sehr mäßiger Pot Equity unterwegs (ein Flush Draw etwa hat da nur noch ca. 20 Prozent Pot Equity).

Der Call von Haxton auf dem River ist nur noch Formsache, es hätte keine Karte kommen können, die ihn davon abgehalten hätte, da er sich bereits auf dem Turn dafür entschieden hatte.

viktor blom isildur online
Gegen Viktor Blom.

Isaac Haxton hat in der Hand also alles richtig gemacht, doch wie sieht es mit  Viktor Blom aus?

Der Schwede schnitt in der vergangenen Woche ausgezeichnet ab, verlor aber in dieser Session in recht kurzer Zeit eine Menge Geld an Isaac Haxton.

Nachdem er bereits zwei, drei größere Pots gegen Haxton verloren hatte, gehen in dieser Hand eindeutig die Gäule mit ihm durch.

Das Problem auf diesem konkreten Board ist, dass Blom hier sehr wenige Hände repräsentieren kann, da auf dem River kein relevanter Draw wie etwa Oben-Unten für J-T ankommt. Gleichzeitig gab es ohnehin wenige Draws auf diesem Board, was wiederum gleichzeitig bedeutet, dass Haxton kaum einen solchen Draw, sondern eher Treffer hat.

Abgesehen davon, würde Blom mit seiner Hand alle geplatzten Draws schlagen, während er nur wenige bessere Hände zum Folden bekommt.

Unterm Strich hinterlässt Bloms Spielweise auf dem River keinen guten Eindruck. Haxtons Range ist hier viel zu stark, seine eigene dagegen ziemlich schwach und er hätte durchaus $70.000 sparen können.

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