Große Pokermomente - Annette Obrestad über ihren legendären Turniersieg mit verdeckten Holecards

Annette Obrestad

Zwar hat Annette Obrestad auch schon das Main Event der WSOP Europe für mehr als zwei Millionen Dollar gewonnen, aber berühmt wurde sie als sie online ein 180-Mann Sit and Go mit verdeckten Holecards , sprich blind spielte, und dieses gewann. Im Interview lässt sie ihren legendären Sieg noch einmal Revue passieren.

Im ersten Teil unserer neuen Artikelserie analysierte Brad Booth seinen Riesenbluff gegen Phil Ivey bei High Stakes Poker.

Für den zweiten Teil hat sich unser Kollege Matthew Showell von PokerListings.com mit Annette Obrestad getroffen, um sie zu dem Turnier zu befragen, dass ihr weltweiten Ruhm einbrachte.

„Jedes Mal, wenn ich an einem Pokertisch Platz nehme und jemand einen Satz mit: „Stimmt es, dass“ beginnt, weiß ich schon was kommt. Sie wollen etwas über das Turnier, dass ich blind gespielt habe wissen”, sagt Obrestad.

Lange vor ihrem ersten großen Liveturnier, wurde Obrestad online unter dem Screenname “Annette_15” schon als Wunderkind gefeiert. Sie war die Pionierin des ultra-aggressiven, positionsbezogenen Styles.

Annette Obrestad
"Die Karten spielen beim Poker nur eine untergeordete Rolle."

Im Videointerview erklärt sie ihre Vorgehensweise und in diesem lässt sich ihr Weg zum Sieg anhand von ausgewählten Händen mitverfolgen.

Obrestad gibt zu, dass sie bei diesem Turnier einmal ihre Karten angeschaut hat, und zwar in einer Situation als ein Shortstack All-In ging und sie entscheiden musste, ob sie callt.

Im Anschluss veröffentlichte Annette dann im Internet mithilfe des PokerXFactor Hand Replayers ein Replay des gesamten Tuniers.

Besonders witzig ist die Hand, wo sie Pocket Kings Preflop foldet, da sie ihre Holecards ja nicht sehen konnte und sie ihre Entscheidungen einzig und allein nach Position und der Action vor ihr traf.

„Es war etwas ganz anderes nicht die Karten, sondern nur die Gegner anhand ihrer Betsize und dem, was sie zuvor gemacht hatten zu spielen”, erklärt Obrestad.

„Umso mehr Hände ich spielte, desto mehr wurde mir bewusst, dass man keine Karten braucht, um Reads auf die Gegner zu bekommen.”

Annettes Sieg beweist, dass Poker ein Geschicklichkeitsspiel ist

Es gibt immer noch Leute, die behaupten Poker sei ein Glücksspiel.

Obrestad ist der Meinung, dass ihr Sieg beweist, dass Glück zwar kurzfristig eine große Rolle beim Poker spielt, aber sich langfristig immer die bessere Strategie durchsetzt: „Beim Poker geht es in erster Linie darum die Gegner richtig einzuschätzen und lesen zu können.“

„Je mehr man spielt, desto besser versteht man wie wichtig Betting Patterns sind und wie Menschen denken. Hat man dies begriffen, dann weiß man auch wie sie spielen.”

„Das ist der Schlüssel, um ein guter Spieler zu werden. Die Karten spielen nur eine untergeordnete Rolle.”

Im folgenden Video erfahrt ihr, wie es Annette Obrestad geschafft hat 179 Spieler zu schlagen und ein Onlineturnier mit verdeckten Karten zu gewinnen:

Zu guter Letzt noch eine Kostprobe, wie gut Annette ihre Gegner lesen kann, die ihr sogar ein Lob von Phil Hellmuth einbringt:

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