Greg Merson: „Geht nach China, aber seid vorsichtig“

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Der amtierende WSOP-Weltmeister plaudert aus dem China-Nähkästchen. Es ist nicht alles rosig in Macau.

Merson war bei einigen High-Stakes-Partien in Macau dabei und berichtete anschließend darüber in seinem Blog.

„Geht nach China, Leute“, stand dort. „Holt euch das Geld.“

Unseren Kollegen gegenüber erzählte Merson während einer Spielpause bei der WSOP APAC in Melbourne, was er damit gemeint hat.

„Viele Leute versuchen zu verschleiern, wie gut die Spiele sind. Mir gefällt einiges, was da im Bereich Live-Poker passiert, überhaupt nicht, und ich mag auch nicht, wie die Spieler miteienander vernetzt sind. Ich wurde sogar gebeten, nichts über Macau zu erzählen.“

Greg Merson hat nicht vergessen, woher er kommt. Ohne das 2+2-Forum, sagt er, wäre er heute nicht der, der er ist. immer wieder haben sich andere Spieler in der Vergangenheit um ihn gekümmert, und er selbst hat mehrfach auch andere Spieler unterstützt.

„Alle sollten die gleichen Chancen haben, denn die Partien finden in öffentlichen Casinos statt. Das sind ja schließlich keine Homegames.“

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Greg Merson in Australien.

Keine Angst vor Kritik

Weltmeister Merson hatte auch zu gewissen Profius zu sagen, die sich darauf konzentrieren, High Stakes Wale auszunehmen, aber dabei vorgeben, deren Freunde zu sein.

„Natürlich muss man sich um die schwächeren Spieler kümmern, aber dabei kann man es auch übertreiben“, sagt Merson.

„Ich habe mit angesehen, wie eigentlich wohlhabende Jungs sich komplett ruinierten, weil sie in diese Gesellschaft hingerieten, wo die Profis alle ganz freundlich sind, aber ihnen ständig das Geld abnehmen.“

Auf die Frage, ob er sich damit nicht den Unmut von Teilen seiner Community zuziehen könnte, antwortete Merson: „Das ist mir egal.“

„Die hohe StarWorld-Partie ist privat. Ob man mich dort spielen lässt oder nicht, was soll`s? Ich brauche diese Partie nicht zum Leben, Main Event hin oder her.“

Trotz alledem ist Merson davon überzeugt, dass es sich zurzeit lohnt, zum Spielen nach Macau zu fliegen.

„Momentan geht es da noch tierisch ab, auch wenn es imer wieder Phasen gibt, in denen die Spiele nicht so gut laufen.“

In Macau hat Merson die höchsten Partien seiner bisherigen Karriere gespielt. An einem Abend saß er mit $400.000 am Tisch.

„Bis dahin war die höchste Summe, die ich je in Chips hatte, rund 100.000 Dollar. Ein Level aufzusteigen ist cool. Auf dem River für 200.000 Dollar all-in zu sein, fühlt sich unglaublich an.“

Nach eingem Auf und Ab standen am Ende des Macau-Aufenthalts ein kleiner Profit und der Plan, im Mai noch einmal nach Ost-Asien zurückzukehren, bevor es an die Verteidigung des Main Event Tiels bei der WSOP in Las Vegas geht.

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