Gilles Bernies erreicht Finaltisch der EPT Dublin

gilles bernies
"Es ist brutal anstrengend." - Gilles Bernies.

Der Düsseldorfer Student hat bei seiner ersten EPT Teilnahme gleich den Finaltisch erreicht. Dabei ist Poker eigentlich nur sein Hobby Nr. 2.

Die PokerStars EPT Dublin geht in die heiße Phase. Im Main Event wurden heute die sechs Finalisten ermittelt.

Mittendrin: Gilles Werner Bernies. Es ist sein erster Main Event bei einer EPT.

Gilles Bernies – als Rookie im EPT-Finale

„Ich spiele manchmal Sonntag Abends auf der Couch, und da war eben auch das eine oder andere Satellite dabei“, sagt Bernies am Ende von Tag 5 des Main Events.

Dass er jetzt im Finale steht, ist für ihn selbst wohl die größte Überraschung.

„Ich hatte mich schon gefreut, den zweiten Tag zu erreichen, und das auch noch als Chipleader. Eigentlich hatte ich schon alles erreicht, was ich wollte, als ich im Geld war.“

Jetzt hat Bernies mindestens €120k in der Tasche. Eine Pokerkarriere strebt er dennoch nicht an.

„Ich würde niemals Profi werden. Es ist physisch unglaublich anstrengend. Außerdem ist Poker eigentlich nur mein zweites Hobby. Vorrangig schlägt mein Herz für die Musik.“

Als Musiker und Produzent bleibt dem Internationales Management studierenden Bernies nicht allzu viel Zeit für Poker.

Sein erster internationaler Cash stammt zwar aus dem Dezember 2010, aber nach 2012 klafft eine Lücke von drei Jahren in seiner Ergebnisliste.

Erst im Herbst 2015 greift Bernies bei der WSOPE in Berlin wieder zu den Karten, und schon im Dezember gelang ihm ein zweiter Platz im Main Event der Dutch Open in Breda.

An Tag 5 des Main Events in Dublin lag er über längere Zeit sogar an der Spitze des Chipcounts, bevor er einen großen Pott an den polnischen Superstar Dzmitry Urbanovich verlor.

Auf einem Board K K T - 5 - 2 setzte Bernies von vorn und bezahlte dann das Raise von Urbanovich.

Der Pole zeigte K 2 und gewann. Bernies warf seine Karten ab, ohne sie zu zeigen.

„Ich hatte den Nut Flush. Ich habe noch überlegt ob ich nur check-callen sollte, mich aber dann für die Bet entschieden.“

„In solchen Situationen fehlt mir einfach die Erfahrung. Außerdem ist der Pole eben auch ein superstarker Spieler, der außerdem gerade einen Lauf bekam.“

Tatsächlich war Urbanovich die längste Zeit des Tages Shortstack. Erst gegen Ende konnte er seine Klasse ausspielen.

Dabei nutzte er in brillanter Weise sein Image als überaggressiver Spieler und wurde mehrfach ausbezahlt.

In zwei Händen gegen Rhys Jones und Patrick Clarke gewann er je mit A-J Potts mit mehr als einer Million Chips, bevor er schließlich die Zwei auf dem River gegen Bernies traf und damit die Führung übernahm.

Urbanovich klarer Favorit

Damit geht Urbanovich als meilenweiter Favorit in das Finale am Samstag. Bernies geht als Vierter der Tabelle ins Rennen, in dem mit Rhys Jones, Iliodoros Kamatakis, Kuljinder Sidhu und Patrick Clarke noch mehrere Spieler von internationalem Format vertreten sind.

dzmitry urbanovich
Urbanovich beim Phototermin - ist der Pole noch zu stoppen?

Kamatakis wurde im Dezember Fünfter im €10k High Roller der EPT Prag.

Sidhu wurde im August 2015 Zweiter des €10k Events bei der EPT Barcelona und gewann im November den €10k Event der Amsterdamer Master Classics.

Patrick Clarke gewann 2014 das traditionsreichste Turnier Europas, die Irish Open.

Rhys Jones ist seit 2009 regelmäßig in den Siegerlisten vertreten. U. A. steht bei ihm ein dritter Platz bei einem $1500er Event der WSOP zu Buche.

Um die Verhältnisse zu verdeutlichen: Urbanovich hat allein 2015 über vier Millionen Dollar gewonnen. Die anderen fünf zusammen in ihrer kompletten Karriere rund drei Millionen.

Das Finale beginnt um 13 Uhr Ortszeit, also 14 Uhr in Deutschland. Ab 15 Uhr deutscher Zeit läuft der Finaltisch im Live-Stream inklusive der Hole Cards.

Wir betten den Live Stream hier in unserem Blog ein.

Chipcount vor dem Finale

  1. Dzmitry Urbanovich, Polen, 5.125.000 chips
  2. Patrick Clarke, Irland, 4.300.000
  3. Kuljinder Sidhu, GB, 3.260.000
  4. Gilles Bernies, Deutschland, 2.735.000
  5. Iliodoros Kamatakis, Griechenland, 1.965.000
  6. Rhys Jones, GB, 740.000

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