German High Roller – Vier sechsstellige Pötte in einer Sendung!

George Danzer beim Gewinn des größten Pots der 14. Staffel

In der letzten Folge von German High Roller brachen alle Dämme und endlich gab es die Action, die wir uns alle erhofft haben. Die Chips flogen nur so, ein Riesenpot jagte den nächsten und sechsstellige Beträge wechselten den Besitzer. Insgesamt ergaben sich gleich vier Pötte, die allesamt mit mehr als €100.000 Euro gefüllt waren! Wir möchten uns die Konstellationen, welche zu einigen der größten Pötte in der Geschichte der Sendung geführt haben, im Folgenden im Detail anschauen.

Die erstklassige Besetzung der Pot-Limit Omaha Runde mit Weltmeister Jan-Peter Jachtmann, dem für viele besten deutschsprachigen PLO-Spieler Ronny Kaiser, den beiden Highroller-Spezialisten Philipp Gruissem und Max Altergott, WSOP Player of the Year George Danzer und dem absolut schmerzfreien Gambler und Casino-Besitzer Leon Tsoukernik, der für die nötige Action sorgt und über eine riesige Bankroll verfügt, ist nahezu perfekt gewählt.

Dennoch oder vielleicht sogar gerade wegen der hohen Qualität der Spieler war die Action beim PLO bisher und auch in Folge 14 relativ verhalten. Der gegenseitige Respekt füreinander war sehr hoch und so gingen die Akteure äußerst vorsichtig vor.

Das sollte sich dieses Mal aber schlagartig ändern. Die Action war unglaublich und sage und schreibe viermal wurde die magische €100.000-Pot-Marke überschritten.

Im Folgenden erfahrt ihr, wie es dazu kam:

George zerlegt Jan

George Danzer überzeugte bisher beim Pot-Limit Omaha mit sehr solidem Spiel, traf gute Entscheidungen und machte einige hervorragende Laydowns.

Das Resultat war ein ansehnlicher Gewinn, und diesen guten Lauf sollte er auch in der 15. Folge zunächst fortsetzen und einen der größten Pötte seiner langen Karriere gewinnen.

Philipp Gruissem hatte nach den Limps von George und Jan mit A 8 7 6 auf €850 geraist. George entschied sich mit T T 2 2 dabei zu bleiben und auch Jan-Peter zahlte mit Q J T 6 nach.

Der Flop T 6 5 war hochinteressant, denn er brachte George Top Set, Philipp Middle Pair plus Open Ender und Jan Top Two. Danzer spielte €2.000 an, Jachtmann bezahlte und Shortstack Gruissem schob daraufhin mit €9.950 All-In.

Phil3
Shortstack Philipp Gruissem gewann durch Run it Twice die 2. Hälfte des Main Pots, dennoch ging mit 96k der Löwenanteil an George.

Nun kam die Action zurück zu George, der auf €20.000 reraiste. Gefolgt von einem schnellen „Raise Pot“ von Jan, was für ihn gleichbedeutend mit einem All-In in Höhe von €52.550 war und einem noch schnelleren Call von George.

117.000 Euro lagen in der Mitte und Jan hatte gerade mal 10% Gewinnwahrscheinlichkeit, da er nur noch durch einen Backdoor Flush oder Straight gewinnen konnte. Folglich entschied er sich das Board zweimal dealen zu lassen.

Am Turn K tauchte nun aber genau die Karte auf, die sich Jan zuvor gewünscht hatte. Plötzlich hatte er wieder jede Menge Outs und die Gewinnwahrscheinlichkeit schnellte auf 33%.

Der River K war jedoch keines davon und so hatte George schon die erste Hälfte des Main Pots sicher.

Die zweite Ziehung brachte J und 4 und damit die Straight für Philipp, der die Hälfte des 43k großen Main Pots bekam, während der Löwenanteil in Höhe von €96.000 an Danzer ging.

Leon turnt das höhere Set gegen Max

Der zweite sechstellige Pot war ein Setup wie es im Buche steht. Leon hatte Preflop mit A A 8 6 auf €1.100 geraist und vier Caller bekommen, darunter George mit A Q 9 3 und Max mit Q Q T 7.

Der Flop von Q 6 3 war ein Traum für Altergott, da er die Nuts hielt, und das auch noch auf einem recht trockenen Board gegen Leons Asse. Gefährlich war dieser dagegen für George der Two Pair gefloppt hatte und die €5.500 große Bet von Leon callte. Max entschied sich für ein Slowplay und die Falle zu stellen, da auf diesem Board kaum Draws möglich waren.

Leon4
Als Max die Hand von Leon sieht ist ihm der Schock sichtlich ins Gesicht geschrieben.

Das ging jedoch ordentlich nach hinten los, da der Turn A tatsächlich den One-Outer und das höhere Set für Tsoukernik brachte. Was für eine Karte!

Denn auch Danzer hatte Top Two gemacht. Leon bettete von vorn €17.000 und George machte einen sehr starken Fold. Max pushte All-In mit €41.200 und war bereits drawing dead, da George die letzte Dame im Deck hielt.

Somit war der €104.000-Pot schon vor der letzten Karte entschieden.

Diese Hand zeigt wie brutal Pot-Limit Omaha sein kann. Auf dem Flop hatte Max eine Gewinnwahrscheinlichkeit von 91% und nach dem Turn war er drawing dead!

Jan revanchiert sich

Nachdem George dem Hamburger Jung in der ersten Hand seinen gesamten Stack abgenommen hatte, sollte Jan im weiteren Verlauf die Chance zur Revanche bekommen...

Beide hielten sehr schöne Omaha-Starthände, die gut zusammenarbeiten, und viele Flops treffen. Während George mit A 8 6 4 double suited die Möglichkeit auf zwei Flushs hatte, konnte JPJ mit dem Rundown J T 9 7 auf einen schönen Wrap hoffen. Mit dieser Hand kann man beim PLO Straight Draws mit massig Outs floppen.

So kam es dann auch. Der Flop von 6 5 8 war im wahrsten Sinne des Wortes Nuts für Jan. Er checkte wohl mit der Intention zu check-raisen, allerdings tat ihm George den Gefallen anzuspielen nicht und checkte behind.

Jan3
Nachdem Jan gleich zu Beginn seinen gesamten Stack an George abgegeben hatte, gelang es ihm mit dieser Hand einen Großteil wieder zurückzuholen.

Am Turn tauchte die 3 auf und diese Karte machte noch weitere Straights möglich. Deshalb setzte Jachtmann €13.000. George hatte diese ebenfalls geholfen, da er nun Top Two plus einen Open Ended Straight Draw hielt und er callte.

Der River 2 war eine schlechte Karte für Danzer, da er ihm die Straße machte, und er mit seinem Call auf dem Turn schon signalisiert hatte, dass er dem Hamburger Jung nach dessen Check am Flop keine Straight gibt. Jan pushte von vorne All-In mit seinen verbliebenen €32.750 und George ging in den Tank.

Schlussendlich folgte er dann aber doch seinem Read und lag falsch. Ein €109.000 großer Pot wanderte zum Hamburger Jung, der sich damit wieder saniert hatte.

Ronny Kaiser macht seinem Namen alle Ehre

Bisher macht der Schweizer Ronny Kaiser seinem Namen und Ruf als einer der besten PLO-Spieler der Welt mal wieder alle Ehre.

Gleich zu Beginn zeigte er wer Herr im Haus ist und war von Anfang an größter Gewinner beim Pot-Limit Omaha. Gegen Ende der letzten Folge gewann er einen Riesenpot und baute die Führung in der Gesamtwertung damit weiter aus.

Nach vier Limpern hatte der Schweizer mit Q T T 8 auf €1.000 geraist, und Jan mit K J T 8 sowie Philipp mit A K 3 2 hatten bezahlt.

Wieder half der Flop von K T 2 allen drei, doch Ronny mit Middle Set am meisten. Philipp hatte Two Pair plus Nutflushdraw und Jan war mit Top Two erneut in einem schwierigen Spot. Kaiser setzte €4.500 und beide blieben dabei.

Ronny2
Ronny Kaiser dominiert beim PLO und baute die Führung in der Gesamtwertung mit diesem Riesenpot weiter aus.

Am Turn 3 verbesserte Philipp nun sein Two Pair, doch im Prinzip änderte sich nicht viel. Ronny feuerte weitere €15.000, Gruissem instacallte und auch Jachtmann wollte sich nicht von seiner Hand trennen.

Der River 5 machte nun zwar eine Straße möglich, doch war diese nach dem Verlauf der Hand recht unwahrscheinlich.

Das sah Ronny auch so und er entschied sich für eine Valuebet in Höhe von €22.000. Philbort überlegte recht lange, foldete dann aber. Nicht so Jan-Peter, er bezahlte und musste frustriert mit ansehen wie der Schweizer sein Set Zehner umdrehte und seinem Stack weitere €108.000 hinzufügte.

Der größte Pot in der Geschichte von German High Roller

Folge 15 war die mit Abstand beste der 14. Staffel, doch es soll sogar noch besser kommen. Im Abspann der Sendung waren Ronny, Phil und Leon vor einem Riesenpot zu sehen und man hörte Leon sagen: „Ich glaube das ist der größte Pot in der Geschichte von German High Roller. Das sind 200.000 Euro.“

Auch Jan-Peter Jachtmann hat uns im Interview schon verraten, dass es in dieser Staffel noch neue Rekorde geben wird.

Wir sind jetzt gespannt, was uns in der nächsten Folge, die morgen um 18.30 Uhr auf Sport1 ausgestrahlt wird, erwartet.

Der Stand nach Folge 15:

Ronny Kaiser

+€157.600

Jan-Peter Jachtmann

+€10.600

George Danzer

-€11.750

Max Altergott

-€22.150

Philipp Gruissem

-€44.700

Leon Tsoukernik

-€48.400

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