German High Roller – Boris Becker stark, aber ohne Glück

Boris Becker
Total im Pech - Boris Becker.

Zum letzten Mal Texas No-Limit Hold‘em gab es gestern bei der neunten Staffel der German High Roller. Die sechsten Folge wurde also noch einmal in der beliebtesten Pokervariante ausgetragen, die Spezialisten in der Action-Variante Pot-Limit Omaha, die in den letzten beiden Folgen für noch mehr Furore sorgen soll, haben sich aber bereits in Position gebracht.

Neu dabei waren Michael Keiner, Ronny Kaiser, Christoph Haller und Besim Hot, außerdem nahmen mit Jan-Peter Jachtmann und  George Danzer zwei weitere PLO-Fans sowie Boris Becker und Leon Tsoukernik an dem zweistündigen Spektakel teil.

Eine zusätzliche Verschärfung des Geschehens ist eigentlich aber gar nicht mehr notwendig. Nachdem Multimillionär Leon Tsoukernik bereits in der letzten Folge alle Schmerzgrenzen auslotete, kam mit Besim Hot nun noch ein weiterer Spieler hinzu, dem Geld kaum Kopfzerbrechen zu bereiten scheint.

Der Schweizer war es auch, der gegen Boris Becker den spektakulärsten Pot des Tages austrug.

Super-GAU mit Königen für Boris Becker

Oftmals belächelt wurde Boris Becker in der Szene ob seiner Pokerkünste, doch in der aktuellen Staffel zeigt der dreimalige Wimbledon-Sieger, dass er sich mächtig gesteigert hat. Während Jan Heitmann den PokerStars-Repräsentanten dafür regelmäßig lobt, gibt es von Michael Körner häufiger (zu Unrecht!) Schelte.

Wie auch immer. Über seine Konfrontation mit Besim Hot kann es keine Diskussionen geben, denn in ihr konnte Becker wirklich gar nichts machen. Lehrbuchmäßig brachte er seinen Stack vor dem Flop mit Königen im Pot unter, doch gegen die Asse des Schweizers war auf einem Board mit 9 3 J 7 T kein Kraut gewachsen und die 56.000 Euro in der Mitte wanderten zu Hot.

Nachdem er in der vorletzten Folge noch mit Assen gegen Reinkemeiers 72o Schiffbruch erlitten hatte, brachte Becker dieses Mal wenigstens die stärkste Starthand ins Ziel. Leon Tsoukernik zahlte zwar vor dem Flop und danach eine Bet mit dem Bauchschuss, doch auf dem Turn gab sogar er die Hand auf. Ansonsten ging es bei dem Tschechen aber genauso wild zu wie bisher.

Tsoukernik schmerzfrei aber break-even

Schon aus früheren Staffeln weiß man, dass Leon Tsoukernik das Folden hasst wie andere ihre Schwiegermutter. Dass zu häufiges Callen und Setzen mit mäßigen Händen Geld kosten kann, machte dem tschechischen Casinobesitzer aber auch in dieser Folge wenig aus.

Leon Tsoukernik
Total entspannt - Leon Tsoukernik.
 

Gegen Jan-Peter Jachtmann, der direkt zur Linken des Maniac den optimalen Platz innehatte, zeigte Tsoukernik einmal mehr seine ausgeprägte Fantasie. Auf einem Board mit A 7 6 und mit 5.800 Euro in der Mitte annoncierte Tsoukernik trocken ein All-In mit 14.200 Euro.

Eine klassische Overbet also, für die man normalerweise ein Monster braucht, doch Jachtmann callte nach vorheriger Warnung an alle Fernsehzuschauer mit bescheidenen A 4.

Die allerdings reichten locker gegen Tsoukerniks 7 2, die vergeblich auf die notwendige Hilfe auf Turn und River warteten.

Einmal mehr illustriert diese Hand die brutale Aggression Tsoukerniks, die im Grunde nur eine Erfolgschance hat – die Angst des Gegners vor Geld. Immerhin, wenn Tsoukernik eine starke Hand hat, steigen seine Chancen auf Auszahlung enorm.

Das bekam auch Besim Hot zu spüren, der mit K J den Tschechen nach dessen Raise All-In setzte, dann aber A Q präsentiert bekam. Das Board brachte wechselvolle 7 T 9 K J, doch der Pot mit 42.800 Euro ging letztlich verdient an Tsoukernik.

Vom Tilt der letzten Sendung einigermaßen erholt, schaffte es Tsoukernik sogar, seinen Verlust um 3.000 Euro zu schmälern. Dies allerdings dürfte ihm völlig egal sein.

Fazit und Ausblick

Die Ereignisse bei No-Limit Hold’em lassen vermuten, dass sich alle Zuschauer auf eine Menge Spektakel in den letzten beiden Folgen von German High Roller freuen dürfen. PLO garantiert das ohnehin, und mit diesen Spielern kann es erst recht keinen Zweifel geben.

Besim Hot
Total neu dabei - Besim Hot.
 

Freuen wir uns also auf weitere zwei Folgen der actionreichsten Staffel von German High Roller, die es bisher gegeben hat.

Der Stand nach Folge 6 (aktive Spieler fett):

  • Jonas Kronwitter: + €154.400
  • Tobias Reinkemeier: + €61.500
  • Jan-Peter Jachtmann: - €40.000
  • Philipp Gruissem: + €35.800
  • Quirin Zech: + €17.200
  • Ronny Kaiser: + €10.000
  • George Danzer: + €6.000
  • Christoph Haller: +€6.000
  • Michael Keiner: - €23.100
  • Besim Hot: - €30.000
  • Boris Becker: - €30.200
  • Pius Heinz: - €50.450
  • Leon Tsoukernik: - €147.000

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