German High Roller - Resümee der No-Limit Hold’em Folgen

Morgen beginnt die neue Staffel von German High Roller!

Am Samstag wurde die siebte und letzte No-Limit Hold’em Folge der aktuellen Staffel von German High Roller ausgestrahlt. Deshalb werden wir dieses Mal die letzte Folge zusammenfassen und noch einmal alle No-Limit Hold’em Sessions Revue passieren lassen.

Jan und Pius geraten erneut aneinander

Es handelte sich um den zweiten Teil der Session und so war die Besetzung mit Leon Tsoukernik, Pius Heinz, Jan-Peter Jachtmann, Besim Hot, Jonas Kronwitter, Johnny Lodden, Pierre Mothes und Johnny Lodden identisch wie in Folge 6.

Der Jachtmann-Blowup war bisher der Aufreger der 13. Staffel von German High Roller. In Folge 3 hatte Leon Tsoukernik aus Spaß „Time“ gerufen. Als Pius dann wenig später sagte: „Noch 45 Sekunden“ rastete Jachtmann aus.

Daraus entwickelte sich in der Folgezeit eine ganz besondere Dynamik. In der 6. Folge waren die beiden Streithähne dann sogar die größten Gewinner gewesen. Nun gerieten die beiden wieder aneinander – dieses Mal aber am Pokertisch.

In der ersten Hand raiste Pius Preflop auf 600 mit 8 5 und sowohl Ronny Kaiser mit 8 8, als auch Jan-Peter Jachtmann mit 9 8 bezahlten.

Der Flop kam mit 4 T 7 sehr interessant, denn es war für jeden was dabei. Ronny hatte Second Pair, Jan einen Open Ended Straight Draw und Pius einen Gutshot.

Jan checkte zu Pius, der als Preflop Aggressor eine Contibet in Höhe von 1200 machte, die wieder von beiden gecallt wurde.

Der Turn 2 war eine Blank. Da Pius nichts außer einen Gutshot hatte, entschloss er sich mit 3500 dafür erneut zu feuern. Weder Ronny noch Jan lassen sich vertreiben, da diese Karte rein gar nichts verändert. Pot: 18.100

Der River 6 ist die Actioncard schlechthin, denn nicht nur macht sie Pius die Straight, sondern JPJ die Nuts. Letzterer spielt nun von vorne sofort 9.500 an. Pius fängt an zu überlegen. Folden wird er hier sicher nicht, die Frage ist also Call oder Raise.

Jan vs. Pius2
Es ist das Duell der aktuellen Staffel: Jan gegen Pius.

Er entscheidet sich für einen Call, Ronny foldet.

Pius schlägt auf den Tisch, als er die Hand von Jan sieht und wirft seine Karten entnervt in den Muck.

Jachtmann streicht leicht schmunzelnd einen CHF 35.100 großen Pot ein.

Hermann Pascha ist unersetzbar

Nach dem Fehlen von Hermann Pascha, sorgte die Rivalität zwischen Jan-Peter Jachtmann und Pius Heinz für das dringend nötige Salz in der Suppe.

Hermann Pascha
Hermann Pascha ist bei German High Roller einfach nicht zu ersetzen.

Trotzdem bleibt festzuhalten, dass ein Hermann Pascha einfach nicht zu ersetzen ist und man ihn und seine legendären Sprüche von Mal zu Mal mehr vermisst.

Strassmann und Kronwitter herausragend

Besonders begeistert hat mich beim No-Limit Hold’em Johannes Strassmann. Er spielte fast fehlerfrei und zeigte sehr starkes Poker.

Er profitierte enorm davon, dass er sich zu Beginn ein sehr tightes Image aufbaute. In der Folgezeit nutzte er dieses perfekt aus und ihm gelangen einige schöne Bluffs.

Die bemerkenswerteste Hand war wohl als er Scott Hanna, der es ja bekanntlich hasst zu folden, auf einem Board von 7 A 5 3 durch ein gut getimtes All-In mit 3 4 von Toppair runterdrückte. Den genauen Handablauf könnt ihr hier nachlesen.

Was Strassmann machte, es klappte und so reichten ihm nur fünf Folgen, um mit CHF167.150 den Tisch als größter Gewinner zu verlassen. Dabei profitierte Johannes sichtlich von seiner großen Onlineerfahrung.

Er hat dort schon tausende Hände gespielt und seit geraumer Zeit kursiert das Gerücht, dass er sich hinter dem Screenname „Trueteller“ verbergen soll, der online die höchsten No-Limit Hold’em Partien spielt.

Capture5
Johannes Strassmann begeisterte mit überragendem Poker.

Jonas Kronwitter gehört ebenfalls zu den Regulars bei German High Roller und ist seit der ersten Stunde dabei. Zumeist zählt er auch zu den Gewinnern.

Jonas ist ein ausgewiesener Livespieler und hat große Erfahrung. Man merkt, dass er ein sehr gutes Gespür für die unterschiedlichen Situationen hat, sich sehr gut mit Tells und Körpersprache auskennt und seine Gegner aus den mittlerweile 13 Staffeln sehr gut kennt und einschätzen kann.

Diese Kombination macht sich bezahlt und er sorgte gemeinsam mit Strassmann und einem Plus von CHF164.900 beim No-Limit Holdem für eine Zweiklassengesellschaft.

Ein Großteil seine Profits kam aus Folge 3, als er richtig heiß lief und Leon das Fürchten lernte.

Leon mit Achterbahnfahrt

Dass es bisher so viel Action gab ist eindeutig zwei Spielern zu verdanken: Allen voran Leon Tsoukernik und seinem Kumpel Scott Hanna, der sich als sehr gute Ergänzung des Lineups erwiesen hat.

Tsoukernik legte einen wahren Blitzstart hin und befand sich nach der ersten Folge zur Überraschung aller an der Spitze des Leaderboards.

Außerdem zeigte er uns eine neue Seite an sich und überzeugte zunächst durch einige gute Folds auf dem River. Man war fast schon gewillt von einen „neuen Leon“ zu sprechen.

Leon hat am Pokertisch ganz klar zwei Gesichter und umso länger die Staffel dauerte, desto mehr gewann der „alte Leon“ die Überhand. Dieser zeichnet sich dadurch aus, dass er immer sehen will, was die Gegner haben und deshalb auf dem River meistens ohne großes Überlegen bezahlt.

Das kam ihn sehr teuer zu stehen und das Minus wurde immer größer je länger die Staffel dauerte. Vor der letzten Folge stand er fast schon mit CHF300.000 in der Kreide.

Leon Folge 6
Leon legt in der aktuellen Staffel eine wahre Achterbahnfahrt hin.

In der letzten No-Limit Hold’em Folge schloss sich dann aber der Kreis. Wie schon zu Beginn, so war er auch am Ende der größte Gewinner.

Unglaublich aber wahr, obwohl Leon in zwei Session an der Spitze des Leaderboard stand und dort mehr als 120k gewann, schloss er die No-Limit Hold’em Runden mit einem Minus von CHF236.250 als größter Verlierer ab.

Viel Spaß und Action beim Pot-Limit Omaha

Gestern wurde die erste Pot-Limit Omaha Runde ausgestrahlt. Die Besetzung war mit Johnny Lodden, Ronny Kaiser, Leon Tsoukernik, Jonas Kronwitter, Jan-Peter Jachtmann, George Danzer, Christoph Haller und Harry Casagrande exzellent gewählt.

Und sie hielt was sie versprach. Die Action am Tisch war grandios und die Stimmung bestens, was auch einem herzerfrischenden Harry Casagrande in bester Laune zu verdanken ist.

Als Fan dieser Variante habe ich mich ganz besonders auf die Pot-Limit Omaha Folgen gefreut und werde die Erste morgen exklusiv für euch auf PokerZeit.com analysieren.

Der Endstand beim No-Limit Hold'em:

  1. Johannes Strassmann: +167.150
  2. Jonas Kronwitter: +164.900
  3. Jan-Peter Jachtmann: +95.300
  4. Scott Hanna: +53.200
  5. Johnny Lodden: +9.250
  6. Pierre Mothes: -17.600
  7. Besim Hot: -18.200
  8. Urs Keller: -20.000
  9. Ronny Kaiser: -27.000
  10. Dario Wyler: -31.100
  11. Quirin Zech: -43.400
  12. Pius Heinz: -88.450
  13. Leon Tsoukernik: -236.250

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