German High Roller – Quirin Zech zeigt dem Online-Qualifikanten die Grenzen auf (Video)

Quirin Zech

Die erste Folge der 14. Staffel von German High Roller brachte etwas noch nie Dagewesenes: Der Online-Qualifikanten Marco dominierte den Tisch. Allerdings spielte er hyperloose und viele fragten sich wie lange das gut gehen würde. Die Antwort ist nur bis zu Beginn der 2. Folge, denn in dieser zeigte ihm Quirin Zech die Grenzen auf und übernahm die Kontrolle. Außerdem verließ Jan-Peter Jachtmann entnervt den Tisch nachdem er mehr als vier Lagen verloren hatte. Die 2. Folge könnt ihr euch hier auch nochmal anschauen.

Gespielt wurde wieder No-Limit Hold’em mit Blinds von €50/€100 und einem optionalen Straddle von €200. Die Besetzung blieb mit Pius Heinz, Jan-Peter Jachtmann, Quirin Zech, Scott Hanna, Mathias Kürschner und der Online-Qualifikant Marco Nieckarz unverändert.

Die Ausgangslage zu Beginn von Folge 2:

  1. Marco Nieckarz: +€17.975
  2. Mathias Kürschner: +€16.700
  3. Quirin Zech: +€12.225
  4. Scott Hanna: −€7.650
  5. Pius Heinz: −€9.250
  6. Jan-Peter Jachtmann: −€30.000

Quirin Zech bricht den Bann

Wie ihr seht hatte Online-Qualifikant Marco Nieckarz in der ersten Folge für mächtig Furore gesorgt, und den Tisch sensationell als größter Gewinner mit einem Plus von knapp €18.000 verlassen.

Allerdings war er durch einen überaggressiven Spielstil aufgefallen, da er fast jede Hand spielte und ständig raiste und reraiste. Das war so extrem, dass sich viele schon fragten, wie lange das noch gut gehen würde?

Natürlich hatten auch die Pros inzwischen mitbekommen, wie Marco spielte und sie wussten, dass er nicht jedes Mal eine Hand haben kann.

Und die Kritiker sollten Recht behalten: Nach einem Raise von Scott Hanna mit     auf €300, 3-bettete Marco aus dem Cut-Off mit     auf €725. Hinter ihm bezahlten Quirin Zech mit     und JPJ mit     und Scott. Damit lagen Preflop schon €2.575 in der Mitte.

Der Flop kam mit       sehr interessant, denn alle verpassten ihn, bis auf Quirin, der einen Flush Draw aufsammelte. Auch für Marco war der Flop recht gut, da er eine schwache Hand hielt, der Flop sehr trocken war und ihn die meisten wohl verpasst hatten. Dadurch hatte eine Contibet relativ gute Aussichten auf Erfolg.

Capture28
Die Hand, in der sich das Momentum änderte, und Quirin die Kontrolle am Tisch übernahm.

Das sah wohl auch Nieckarz so und setzte €1.600. Alle foldeten, alle bis auf Quirin, der mit seinem Draw natürlich bezahlte. Potsize: €6.200

Der Turn   war für Nieckarz eine denkbar schlechte Karte, denn nicht nur machte er Zech den Flush, sondern ihm auch Top Two und einen Flush Draw. In seiner gewohnten Manier feuerte Marco weitere €3.200 und Quirin instacallte. Pot: €12.600

Auch der River   war nicht die Wunschkarte von Marco, denn weder pairte sich die 8 oder 3 zum Full House, noch kam ein weiteres Kruez zum Flush und zu allem Überfluss gab er Nieackarz ein besseres Two Pair.

Zwar checkte Marco zunächst zu Quirin, und obwohl Jan Heitmann meinte: „Ich glaub schon, dass er da rauskommt. Also da sollte er jetzt nicht callen“, bezahlte Marco die €3.500 große Bet, ohne großartig zu überlegen, und ein €19.600 schwerer Pot wanderte zu Quirin.

Mit einem schlechten Call reitet sich der Onlne-Qualifikant ins Minus

Ein schlechter Call und wir sagen euch auch warum?

Er hätte sich bei der Entscheidung mehr Zeit nehmen sollen und die Action noch einmal durchgehen, dann wäre er möglicherweise darauf gekommen, dass Zech bei der Line Call Flop-Call Turn-Bet River in diesem Spot fast immer entweder einen Flush oder Trips bzw. ein Full House hält.

Gerade der zweite Flatcall auf einem gepairten Board mit möglichem Flush ist ein Zeichen von großer Stärke. Natürlich hat Zech hier auch mal einen Bluff, aber dieser ist bei der gewählten Line sehr unwahrscheinlich und macht einen zu geringen Teil seiner Range aus, um hier profitabel callen zu können.

Jan-Peter Jachtmann verlässt entnervt den Tisch

In der ersten Folge war es für Jan-Peter Jachtmann überhaupt nicht gelaufen und er büßte ganze drei Lagen ein.

Jan-Peter Jachtmann GHR Staffel 14 Folge 2
Der Moment in dem Jan die schlechten Neuigkeiten sieht und sich entschließt aufzuhören.

Sichtlich auf Tilt versuchte der Hamburger Jung mit der Brechstange den satten Verlust von €30.000 wieder wettzumachen.

Zweimal probierte er auf einem zweifach gepairten Board nach dem River zu bluffen, zweimal wurde er von Ace High gecallt.

Danach stand JPJ schon mit gut 40k in der Kreide. Seine verbliebenen €5.325 gingen dann nach einem Reraise von Scotty auf €1.700 mit     in die Mitte und Hanna bezahlte mit     . Die Dealerin kannte keine Gnade und legte           in die Mitte.

Mit einem ironischen „Nice Hand, ich hör auf“, verließ der Hamburger Jung den Tisch, doch im Interview verriet er uns, dass er zu seiner Spezialdisziplin Pot-Limit Omaha wieder zurücksein, und es in dieser Staffel noch neue Rekorde geben wird.

Der Weltmeister knackt Kürschners Asse

Für Mathias Kürschner war es in der ersten Folge sehr gut gelaufen und er war schon knapp €17.000 vorne. Das sollte sich in Folge 2 allerdings ändern.

Kürschner fand UTG     raiste auf €300 und alle callten. Das ist genau das, was man mit Assen nicht sehen will und es sollte sich bestätigen. Unter den Callern war auch der ansonsten bisher unauffällige Weltmeister Pius Heinz mit    

Der Flop       war ein Traum für Pius und er spielte von vorne €1.500 in den €1.800 großen Pot. Mathias bezahlte selbstverständlich mit dem Overpair plus Nutflushdraw. Alle anderen foldeten.

Dieses Spiel wiederholte sich auf dem Turn   und dem River   Letzterer war denkbar ungünstig für Kürschner, da er ihm Top Two Pair machte und er damit alle anderen Two Pair-Kombinationen schlug.

Deshalb rang er sich schlussendlich auch zum Call durch und der mit €25.800 größte Pot der Folge wanderte zum Weltmeister.

Die dritte Folge kommt übrigens schon heute um 19.10 Uhr auf Sport1 und wir werden sie morgen wieder ausführlich für euch hier auf PokerZeit.com analysieren!

Unterdessen könnt ihr euch die zweite Folge hier noch einmal anschauen:

German High Roller – Staffel 14, Folge 2, Teil 1

German High Roller – Staffel 14, Folge 2. Teil 2

Der Stand nach Folge 2:

  • Quirin Zech: +€59.550
  • Mathias Kürschner: +€5.525
  • Pius Heinz: +€4.775
  • Marco Nieckarz: −€3.125
  • Scott Hanna: −€21.725
  • Jan-Peter Jachtmann: −€45.000

Bitte füllen Sie die erforderlichen Felder korrekt aus.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Sie müssen drei Minuten warten, bevor sie einen weiteren Kommentar abgeben können.

Noch keine Kommentare