German High Roller – Leon im Sinkflug

Von links nach rechts Mathias Kürschner, Leon Tsoukernik und Jonas Kronwitter

Nach einem brillanten Auftakt bei den German High Rollern lernte Leon Tsoukernik in der vierten Folge die Kehrseite seines loose-aggressiven Stils kennen. Fast genauso schnell wie er sich ein großes Plus erspielte hatte, war dieses auch wieder weg. Vor allem an Jonas Kronwitter und Quirin Zech biss sich der Casino-Besitzer die Zähne aus.

Action garantiert

Mit derselben Besetzung wie wie in der dritten Folge ging es weiter.

Diese Konstellation mit Leon Tsoukernik, Jonas Kronwitter, Pius Heinz, Scott Hanna, Mathias Kürschner und Quirin Zech verheißt vor allem eins: Action, Action, Action! Eines änderte sich aber doch: Hatte Jonas Kronwitter in der letzten Folge noch kräftig gegen Leon geblutet, drehte er dieses Mal den Spieß um.

Nach einem Pot mit gut €10.000 zu Beginn konnte Jonas auch die nächste Hand gewinnen. Auf einem Board mit A Q 3 8 K feuerte Leon mit 4 3 in seiner unnachahmlichen Art ein weiteres Mal, doch den Raise auf €9.000 von Jonas, der mit K Q Two Pair hielt, wollte er dann doch nicht mehr bezahlen. Verständlich.

Jonas konnte noch einige weitere Pots gewinnen und damit sein dickes Minus aus der letzten Folge verkleinern, ehe dann wieder die Stunde des Quirin Zech schlug.  Zech kam bereits mit einem Gewinn von €53.000 an den Tisch und auch dieses Mal lief für ihn alles nach Plan.

Leon blufft – und gibt auf

Im größten Pot des Tages hatte es Quirin mit Leon zu tun. Der war schon ein wenig heiß gelaufen, als er mit K 3 auf €1.200 raiste und dann auch noch Quirins Reraise auf €4.700 callte. Für Quirins T T war der Flop mit A 9 4 zwar alles andere als optimal, doch ist Check-Call gegen Leon ohnehin oft die beste Variante.

Tatsächlich bluffte Leon €5.000 in den Pot und legte auf dem Turn mit dem A noch einmal €9.000 nach. Durch das zweite Ass fiel Quirin der Call natürlich deutlich leichter, wonach es mit €38.700 in der Mitte auf den River ging. Den J checkte Quirin erneut, worauf Leon seinen Bluff aufgab und checkte.

Ein gutes Beispiel, wie man gegen Leon auch mit marginalen Händen zum Showdown gelangen und dabei einen großen Pot gewinnen kann.

Hand des Tages

Die vermutlich interessanteste Hand des Tages trug Leon aber gegen Mathias Kürschner aus. Der Sportwetten-Unternehmer ist der Spieler, der noch am ehesten das Attribut tight verdient, daher glauben ihm die anderen Spieler auch mehr.

Nach einem Eröffnungs-Raise auf €600 von Quirin mit

GHR4
Mathias Kürschner und Leon Tsoukernik spielten die Hand des Tages.

     

reraiste Mathias auf dem Button auf €2.000 und zwar mit

   

Das beeindruckte Leon im Small Blind herzlich wenig und er callte fast selbstverständlich mit

   

Obwohl er natürlich nicht die Karten kennt, ist diese Situation geradezu perfekt für Mathias: Er hat in einem aufgeblähten Pot Position auf den loosen Leon und er dominiert dessen Hand!

Quirin gibt die Hand auf und so geht es mit €4.900 auf den Flop, und der bringt:

     

Leon hat immerhin Bottom Pair getroffen und checkt. Mathias hat zwar nur einen Gutshot, doch kann er als Preflop-Raiser natürlich gut ein Ass repräsentierten. Er setzt €2.500, die Leon callt. Mit €9.900 im Pot geht es auf den Turn, wo sich mit dem

 

die Kräfteverhältnisse ändern. Leon checkt erneut und auch Mathias entscheidet sich für einen Check. Eine gute Entscheidung, denn er hat gerade Second Pair getroffen und damit Showdown Value.

Es kommt aber noch der River, und der bringt mit dem

 

die Straight für beide Kontrahenten.

Leon stellt mit seinem Check eine Falle, aber dieser Spielzug kann nicht überzeugen. Es gibt einfach zu viele Hände, die eine Bet callen können, aber nie setzen, und das nutzt man am besten mit einer Bet aus. Leon aber ist auf Mathias‘ gesamten Stack aus, und als dieser €5.000 setzt, geht Leon All-In. Nach Mathias‘ selbstverständlichem Call wird der Pot geteilt und Leon hat wieder einmal Glück gehabt.

Fazit

Die vierte Folge der German High Roller brachte kein irres Spektakel, aber einige interessante Hände. Sitzt Leon Tsoukernik, der dieses Mal fast seinen gesamten Gewinn aus Folge 3 abspielte, am Tisch, wird es dem Zuschauer definitiv nie langweilig.

Das Gesamtergebnis nach dieser Sendung:

Quirin Zech

+€86.600

Leon Tsoukernik

+€1.725

Scott Hanna

+€1.500

Pius Heinz

-€3.050

Mathias Kürschner

-€4.225

Jonas Kronwitter

-€19.550

Wer die Folge verpasst hat, der kann sie sich hier noch einmal anschauen:

German High Roller – Staffel 14, Folge 4, Teil 1 

German High Roller – Staffel 14, Folge 4, Teil 2  

 

Bitte füllen Sie die erforderlichen Felder korrekt aus.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Sie müssen drei Minuten warten, bevor sie einen weiteren Kommentar abgeben können.

Noch keine Kommentare