German High Roller – Harry Casagrande schafft das Comeback

Harry singt

Bisher gehörte Harry Casagrande in der 13. Staffel von German High Roller zu den größten Verlierern. In der letzten Folge gelang es ihm aber das Ruder herumzureißen. Er legte ein grandioses Comeback hin und der Gewinn des größten Pot brachte ihn für die Session tatsächlich wieder ins Plus.

Was für eine Hand

Beim Lineup gab es eine kleine Veränderung, denn der Deutsch-Amerikaner Philip Sternheimer feierte seine Premiere bei German High Roller und ersetzte Jonas Kronwitter.

Ansonsten blieb die Besetzung mit Johnny Lodden, Leon Tsoukernik, George Danzer, Christoph Haller, Harry Casagrande, Ronny Kaiser und Jan-Peter Jachtmann unverändert.

Besetzung
Die Besetzung der zehnten Folge von German High Roller.

Gleich zu Beginn ergab sich eine superinteressante Konstellation.

Der Nit Christoph Haller, der gefühlte zwei Hände pro Sendung und nur absolute Premiumhände spielt, macht ein Minraise auf 800 mit A J Q K.

Da gehen bei allen am Tisch sofort die Alarmglocken an.

Andererseits ist das Raise nur sehr klein und sie wissen, dass sie, wenn sie den Flop gut treffen, womöglich einen großen Pot gewinnen können.

Also callen Leon mit 3 5 A K, George mit 8 Q J Q und Johnny mit T 7 A 5.

Auf dem Flop 9 8 7 ist für jeden bis auf Leon etwas dabei. Besonders gut gefällt dieser Johnny, denn er hat einen Straight- und Nutflushdraw.

Christoph hat einen King High Flushdraw und einen Gutshot zur Nutstraight und George hat ein Overpair und denselben Gutshot.

Lodden3
Johnny Lodden gewann diese spektakuläre Hand.

Da aber noch niemand eine Straight hat, wird der Flop von allen gecheckt.

Das ändert sich nach dem Turn T, denn er bringt George und Christoph die Nuts, mit dem wichtigen Unterschied, dass Christoph einen Redraw zum Flush und zu einer höheren Straight hält.

Nachdem Leon und Johnny checken, spielt Christoph 2500 an.

George bezahlt hier nur mit den Nuts, da er weiß wie tight Christoph ist und dieser, wenn er ein so gefährliches Board anspielt, wohl fast immer ebenfalls die Nuts plus einen möglichen Redraw hat.

Johnny hat mit Two Pair und dem Nutflushdraw einige Outs und bezahlt ebenfalls. Pot: 10.800

Der River 4 bringt Johnny die Nuts und Christoph die Second Nuts. Lodden bettet von vorne direkt Pot. Christoph, der nur noch 6200 behind hat, geht daraufhin All-In und George foldet.

„Maximum“ war die trockene Ansage von Johnny und Lodden gewinnt einen CHF27.800 großen Pot.

Harry dreht auf

Bisher lief in dieser Staffel für Harry Casagrande nicht viel zusammen. Der sympathische Österreicher entschied sich für eine fragwürdige Shortstackstrategie und spielte nur mit Lagen von CHF10.000.

Diese ging zunächst nicht auf und Harry musste schon fünfmal nachkaufen. Das ständige „Floormen Zehn bitte“ amüsierte den Tisch und veranlasste Leon sogar ihm den Spitznamen „Harryvederci“ zu geben.

Doch Harry zeigte es allen Kritikern und ihm gelang ein famoses Comeback. Erst verdoppelte er etwas glücklich gegen Johnny Lodden, als er nach einem All-In am Turn seinen Open Ender traf.

„Unglaublich, ein Pot für Harry“, rief Leon und Harry sah sich dazu veranlasst „Give a little bit, give a little bit of your chips to me“ für Johnny zu singen.

Von diesem Moment an, wendete sich das Blatt. Zwar verlor er in der nächsten Hand wieder alles mit einem Wrap gegen Top Set von Ronny Kaiser, aber davon ließ sich Harry nicht beirren.

Rebuy Nummer 6 brachte Casagrande endlich das ersehnte Glück. Dabei war es ein Slowplay, das Harrys Comeback einläutete.

Der größte Pot
Der Gewinn des größten Pots brachte Harry für die Session wieder ins Plus.

Auf einem Board von 5 5 8 floppte er mit 8 8 9 7 das Top Full House.

Leon versuchte mit K 2 2 3 zu stehlen und Casagrande callte. Selbes Spiel auf dem Turn 6.

Nach dem River 6 setzte Leon erneut und Harry instacallte. Der 3-Barrel Bluff war gewaltig nach hinten losgegangen und Casagrande sackte 32.000 Schweizer Franken ein.

Diese gingen dann auf einem Flop von J T 9 mit K T J T in die Mitte.

Seine Gegner waren Jan mit 9 A 7 2 für Nutflushdraw und Leon mit J Q Q 9 für Two Pair und Open Ender.

Turn A und River 4 änderten nichts und Middle Set hielt. Der mit CHF75.300 größte Pot der Folge wanderte zu Harry und plötzlich war er in dieser Session im Plus.

Auch wenn sich viele über seine Shortstack Strategie lustig gemacht hatten, Casagrande bewies das Gegenteil. 15 Jahre Omaha-Erfahrung zahlen sich halt aus.

George im Pech

Den zweitgrößten Pot spielten Ronny, Leon und George untereinander aus.

Nach zwei Straddlen und einem Call von Ronny raiste Leon Pot auf 2200. Sowohl George als auch Ronny blieben dabei.

Auf einem Flop von 9 Q T schepperte es dann so richtig.

Leon stellte seinen Rest von 6400 sofort rein. Ronny raiste nach kurzem Überlegen auf 25.000 und George ging mit 32.700 daraufhin All-In, Ronny callte. Potsize:

Der Showdown:

Leon:         für Open Ender und Baby Flushdraw

Ronny:         für ebenfalls Open Ender jedoch Nutflushdraw

George:         für Top Set plus Gutshot

Eine Traumsituation für Danzer. Nicht nur ist er vorne, sondern Ronny und Leon nehmen sich auch noch gegenseitig die Flushouts weg.

70% Gewinnwahrscheinlichkeit beim PLO in einem Riesenpot zu haben, kommt nur selten vor.

Der Turn   ändert nichts

Doch am River   schlägt tatsächlich der Flush ein.

George verliert den größten Livepot, den er je gespielt hat, äußerst unglücklich.

Der Stand nach Folge 10 (No-Limit Hold’em und PLO addiert):

  1. Johannes Strassmann: +167.150
  2. Jonas Kronwitter: +165.400
  3. Ronny Kaiser: +160.300
  4. Johnny Lodden: +112.350
  5. Scott Hanna: +53.200
  6. Jan-Peter Jachtmann: +26.200
  7. Philipp Sternheimer: +9.000
  8. Pierre Mothes: -17.600
  9. Besim Hot: -18.200
  10. Urs Keller: -20.000
  11. Christoph Haller: -23.800
  12. Dario Wyler: -31.100
  13. George Danzer: -32.900
  14. Harry Casagrande: -36.400
  15. Quirin Zech: -43.400
  16. Pius Heinz: -88.450
  17. Leon Tsoukernik: -373.950

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