German High Roller – Gewidmet Hermann Pascha

Hermann Pascha

Neben dem Geschehen der letzten Folge, möchte ich mich dieses Mal noch einem weiteren Thema widmen: Hermann Pascha. German High Roller und Hermann Pascha sind für mich einfach untrennbar miteinander verbunden und seine Sprüche fehlen einem von Mal zu Mal mehr. Deswegen werfen wir einen Blick zurück auf seine besten Momente.

Jan Jachtmann vs. Pius Heinz

Mindestens genauso gespannt wie auf die Pokeraction, war man wie es mit der Fede zwischen Jan-Peter Jachtmann und Pius Heinz weitergeht. Die beiden waren in der letzten Folge heftig aneinander geraten und JPJ war ausgeflippt.  

Auf Nachfrage sagte Jachtmann in einem Interview: „Ich hatte meine Gründe. Pius hat das definitiv gemacht um mich zu provozieren. Es ist auch kein Geheimnis, dass wir uns nicht besonders mögen. Ich fands in dem Moment einfach ungehörig, da hab ich ihm die Grenze gezogen und meine Meinung gesagt. Er soll erstmal was leisten. Soll mal selbstständig was machen, dann kann ich ihm auch wieder mehr Respekt entgegenbringen.“

Dass JPJ immer noch angestachelt und auf Temperatur war zeigte sich gleich in der ersten Hand:

Dario Wyler, der zuvor sehr tight gespielt hatte, ging nach einem Raise von Pius auf 1100 und einem Call von Jan mit A T und 5800 All-In. Heinz foldete schnell und Jachtmann begann mit A 9 zu überlegen. 4700 musste er nachbringen, um 8700 zu gewinnen.

Zwar sind die Pot Odds recht verführerisch, aber Jachtmann ist gegen keine Hand, die Dario hier haben kann, vorne und wird in den meisten Fällen klar dominiert.

JPJ
Jan-Peter Jachtmann hat sich mittlerweile zu den Gründen seines Ausrasters geäußert.

Dennoch entscheidet sich Jachtmann zu bezahlen. Ein Call, der mir aus den genannten Gründen nicht wirklich gefällt.

Wie dem auch sei, das Board bringt Q 9 3 5 K und Jachtmann gewinnt einen CHF13.200 großen Pot, während Dario entnervt den Tisch verlässt.

Generell gefällt mir Jan beim Pot-Limit Omaha immer wesentlich besser als beim No-Limit Hold’em, wo er doch einige sehr fragwürdige Plays macht.

 

Strassmann in the Zone

Johannes Strassmann überzeugt in der aktuellen Staffel mit sehr starkem Spiel. Zunächst baute er sich ein tightes Image auf, wodurch ihm die anderen nun großen Respekt zollen.

Das nutzt er perfekt aus und hat schon einige super Moves und grandiose Bluffs durchgezogen.

Außerdem spielt Johannes online sehr viel Heads-Up No-Limit Hold’em und die Erfahrung von tausenden Händen macht sich in Situationen wie der folgenden bezahlt:

Big Scotty hatte vor dem Flop mit 5 4 geraist und Johannes mit K J bezahlt.

Der Flop von 8 6 2 war sehr interessant, da er Scotty einen doppelten Bauchschuss und Johannes einen Flushdraw brachte. Hanna spielte mit 3300 mehr als Pot (2900) und Strassmann callte sehr schnell.

Der Turn A wurde dann von beiden gecheckt und am River tauchte mit dem A ein weiteres Ass auf. Scott bettet nun 5400 in den 9500 großen Pot und Johannes geht die Hand nochmal sichtlich durch. Dann greift er zu seinen Chips und macht den Call.

Strassmann Hanna
Johannes Strassmann während der beschriebenen Hand gegen Scott Hanna.

Ein sehr guter Call, da King High, nachdem hier sowohl die Straight als auch Flushdraws busten und der Turn Check, Check ging häufig noch die beste Hand ist.

Damit macht Johannes da weiter wo er angefangen hat und ist mit einem Plus von CHF116.400 bisher vollkommen zu Recht der größte Gewinner.

Seit dem grandiosen Auftakt als er an der Spitze des Leaderboards stand geht es für Leon nur noch in eine Richtung: Bergab.

Gestern verlor er einen großen Pot nach dem anderen und hat mittlerweile mit einem Minus von CHF143.200 die rote Laterne inne.

Ich vermisse Hermann Pascha

German High Roller ohne Hermann Pascha ist wie Wetten, dass..? ohne Thomas Gottschalk oder eine schrecklich nette Familie ohne Al Bundy. Das gehört einfach zusammen und wenn er nicht da ist fehlt einem etwas.

Ich vermisse das legendäre „All that I have“ oder „Ja ist denn heut schon Kärwa.“

Unvergessen auch der Moment, als er Sandra Naujoks fragte: „Kennst du Frauen-Viagra?“ und Sandra darauf mit: „Nein, sollte ich das kennen?“ antwortete. Begleitet von einem: „Ich hab‘s einstecken“ griff Pascha tief in seine Tasche und holte einen 500-Euro-Schein heraus: „Das ist Frauen-Viagra.“

Schon böse, aber eben unterhaltsam. Außerdem macht Hermann auch keinen Hehl daraus, was er von Frauen am Pokertisch hält: „Sie gehören nun mal an den Küchenherd, da haben sie aber auch keine Ahnung, da haben sie ja auch nichts verloren. Man weiß ja nicht mehr, wo man sie hinstellen soll. Jetzt sitzen sie am Pokertisch rum, da haben sie auch keine Ahnung. Ja wo soll das hinführen?“

Hermann Pascha
Ohne Hermann Pascha ist German High Roller einfach nicht dasselbe.

Außerdem ist die 13 ja die Bockzahl von Hermann und schon allein deswegen hätte er eigentlich Teil der 13. Staffel sein müssen.

So perfekt das Poker und die Produktion mittlerweile auch sind, der Franke hat die Sendung mit seinen unverblümten Sprüchen sehr aufgelockert und maßgeblich mitgeprägt. Aus diesem Anlass widme ich diesen Artikel Hermann Pascha, danke ihm für die großartige Unterhaltung und hoffe, dass er in der nächsten Staffel wieder mit dabei ist.

 

Der Stand nach Folge 4:

  1. Johannes Strassmann: +116.400
  2. Jonas Kronwitter: +102.000
  3. Besim Hot: +56.000
  4. Jan-Peter Jachtmann: +45.700
  5. Quirin Zech: -12.100
  6. Urs Keller: -20.000
  7. Scott Hanna: -22.300
  8. Dario Wyler: -31.100
  9. Pius Heinz: -85.420
  10. Leon Tsoukernik: -143.250

Zu guter Letzt noch Hermann Pascha in Bestform:

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