German High Roller – Die längste Staffel aller Zeiten

GHR Klavier

Zum Schluss der letzten Folge von German High Roller verkündete Michael Körner die frohe Botschaft. „Es handelt sich um die längste Staffel aller Zeiten, German High Roller sozusagen unendlich“, waren seine Worte. Das deutet daraufhin, dass die Sendung in Zukunft wohl so aufgezeichnet wird, dass es keine Unterbrechungen mehr gibt.

All-In First Hand

Bei der Besetzung gab es dieses Mal leichte Veränderungen. Die Bemerkenswerteste war mit Sicherheit die Premiere von Johnny Lodden.

Mit ihm am Tisch saßen Scott Hanna, Besim Hot, Quirin Zech, Pius Heinz, Leon Tsoukernik und die beiden bisher größten Gewinner Jonas Kronwitter und Johannes Strassmann.

Die Action bei German High Roller ist grandios, besonders dann, wenn Leon Tsoukernik  mit dabei ist. Er war zu Beginn der Sendung schon mit 143.250 Schweizer Franken im Minus und bereits in der ersten Hand gingen seine Chips wieder in die Mitte.

Nach einem Raise von Johannes auf 600 und einem Re-Raise von Besim Hot mit J J versuchte Pius Heinz einen Move mit K 2. Allerdings hatte er wohl dabei nicht berücksichtigt, dass mit Leon und Scotty die beiden loosesten Spieler hinter ihm sitzen. Leon callte die 4-Bet ohne eine Sekunde zu überlegen mit A 5.

Johannes foldete, doch Besim zahlte mit den Buben nach und so sahen sie zu dritt einen Flop von T T 8. Potsize: 11.100.

Leon vs. Besim
Leon ist schon in der ersten Hand All-In gegen Besim.

Nach einem Check von Pius ging Tsoukernik mit 34.800 und dreifachem Pot (!) All-In.

Es war klar, dass Leon alles versuchen würde, um aus dem Brand zu kommen und auf so einem Flop alles reinstellt.

Dennoch sieht die massive Overbet halt schon sehr nach einem Draw aus.

Das dachte sich wohl auch Besim und ging nach kurzem Überlegen ebenfalls All-In. 

Somit lagen CHF64.900 in der Mitte und nach einer 5 auf dem Turn und der 8 am River musste Leon erneut nachlegen.

Neuer oder alter Leon?

Zu Beginn der 13. Staffel sahen wir einen veränderten Leon Tsoukernik, der auch einige gute Folds auf dem River machte. Langsam aber sicher fällt er aber wieder in alte Gewohnheiten zurück.

Mittlerweile ist man sich schon nicht mehr sicher, ob es sich um den neuen oder den alten Leon handelt.

Wie Jan Heitmann sehr treffend umschrieb, hat man bei ihm häufig das Gefühl, dass Engelchen und Teufelchen auf seiner Schulter sitzen. Das Engelchen sagt: „Schmeiß weg du bist geschlagen“, doch das Teufelchen erwidert: „Bezahl du willst es doch wissen.“

Leon Tsoukernik
Neuer oder alter Leon?

Momentan scheint das Teufelchen etwas die Überhand zu gewinnen und so ist Tsoukernik mit einem Minus von CHF 239.200 inzwischen weit abgeschlagen.

Der größte Pot

Fast immer ist Leon an den Big Pots beteiligt, so auch dieses Mal. In der größten Hand der Session trat er ausgerechnet gegen seinen Freund Scott Hanna an:

Quirin hatte mit einem Raise auf 1200 und 9 8 eröffnet, woraufhin Leon die 3-Bet auf 4000 machte und sowohl Scott als auch Quirin bezahlten. Pot:12.400

Auf dem Flop      

pushte Leon dann All-In mit 37.600 und Scott ging mit einem Stack von 110k noch einmal drüber. Pot: 160k

Kommentiert von einem: „Sick,sick“ und Kopfschütteln schmiss Quirin seinen Flush Draw in den Muck.

Der Showdown brachte ein eher überraschendes Bild:

Leon:     für Ace High mit zwei Overcards

Scott:     für Top Pair Top Kicker plus Nutflushdraw

Während Scotts All-In durchaus nachvollziehbar ist, erscheint der Move von Leon doch mehr als fragwürdig, zumal er nicht einmal einen Draw und lediglich zwei Overcards hält.

Noch dazu nimmt ihm Scott einige Outs und so bleiben Leon gerade mal 9% Gewinnwahrscheinlichkeit.

Diese Hand veranschaulicht sehr gut, dass Leon mächtig auf Tilt war und dass das Teufelchen auf seiner Schulter immer mehr die Überhand gewinnt.

Am Turn   bekommt Leon einige Outs hinzu, da ihm jetzt auch die drei Damen eine Straße machen und so steigt seine Gewinnwahrscheinlichkeit auf 12%.

Der River   begräbt aber alle Hoffnungen und Scott gewinnt einen schönen Pot. Leon verlässt  anschließend entnervt den Tisch.

Durchwachsenes Debüt von Lodden

Pokerlegende Johnny Lodden hielt sich bei seiner Premiere bei German High Roller etwas zurück. Er spielte für seine Verhältnisse relativ tight, was aber wohl auch daran lag, dass er kaum gute Starthände bekam.

Dennoch konnte er am Ende ein kleines Plus von CHF10.450 verbuchen und man darf jetzt schon auf die nächsten Folgen gespannt sein.

Johnny Lodden
Johnny Lodden hielt sich bei seiner Premiere noch etwas zurück.

Das Beste kommt zum Schluss

Die besten Neuigkeiten kamen dieses Mal nicht vom Pokertisch.

Kurz vor Ende der Sendung haute Moderator Michael Körner noch einen raus: „Wir haben eine schöne lange Staffel. Es ist die längste Staffel aller Zeiten, German High Roller sozusagen unendlich!“

Wenn ich das richtig verstehe, dann wird es in Zukunft wohl ohne Unterbrechungen weitergehen.

Diese Neuigkeit dürfte alle Fans der Sendung sehr freuen und dadurch steigt auch die Chance Hermann Pascha bald wieder am Pokertisch zu sehen!

Der Stand nach Folge 5:

  1. Johannes Strassmann: +167.150
  2. Jonas Kronwitter: +151.500
  3. Scott Hanna: +53.200
  4. Jan-Peter Jachtmann: +45.700
  5. Johnny Lodden: +10.450
  6. Besim Hot: +4.600
  7. Urs Keller: -20.000
  8. Dario Wyler: -31.100
  9. Quirin Zech: -43.400
  10. Pius Heinz: -92.500
  11. Leon Tsoukernik: -239.200

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