German High Roller – Jachtmann weltmeisterlich, Kaiser am Boden

Jan Peter Jachtmann
Omaha-Champion Jan-Peter Jachtmann.

Noch einmal Pot Limit Omaha hieß es in der letzten Folge der achten Staffel von German High Roller und erneut boten die acht Spieler dem Fernsehzuschauer beste Pokerunterhaltung.

Wie in den Sendungen zuvor duellierten sich PLO-Weltmeister Jan-Peter Jachtmann, Ronny Kaiser, Michael Keiner, Markus Golser, Erich Kollmann, Leon Tsoukernik, Markus Lehmann sowie Enfant terrible Hermann Pascha und sorgten gleich reihenweise für große Pots.

Dem stets aktiven Hermann Pascha reichten dabei knapp zehn Minuten, um mit drei Monsterhänden den zweitgrößten Gewinn aller Spieler einzufahren. Erst traf er innerhalb kurzer Zeit zweimal ein Full House, verhinderte aber mit unnötigem Slowplay und amateurhaften Schauspieleinlagen größere Gewinne als die 20.000 Euro, die letztlich bei ihm landeten.

Direkt in der darauffolgenden Hand erwischte er mit J T 7 3 den Flop mit Q 9 8 perfekt, spielte aber erneut slow. Der Turn brachte nach lauter Checks die 3, die immerhin Markus Lehmann mit A K J 2 zum Callen seiner restlichen 2000 Euro veranlasste.

Hermann Pascha German High Roller
Drei Monster in zehn Minuten - Hermann Pascha.
 

Der River mit der 5 änderte nichts und Pascha konnte den Pot mit 8750 Euro einsacken.

Damit hatte es sich aber mit seinem Lauf und die zweite Hälfte der Sendung gehörte anderen Spielern. Jan-Peter Jachtmann war schon vor der letzten Folge der größte Gewinner der Runde, mit einigen spekulativen Aktionen gelang es ihm dann sogar, sein Plus noch auszubauen.

Mit 6 3 4 2 knackte er zunächst auf einem Board mit J 6 K Q 3 sowohl die Asse von Hermann Pascha als auch die Könige von Leon Tsoukernik und strich damit den Pot von 27.200 Euro ein. Wenig später legte der Weltmeister dann nach, als er erneut Asse auf dem Flop überholte. Mit 9 9 6 5 traf er das Board mit Q 9 3 annähernd perfekt, während Michael Keiner mit A A 6 3 nach zwei Zweien auf Turn und River einmal mehr in die Röhre schaute.

Dem Doc gelang in drei Folgen Pot-Limit Omaha kein einziger siegreicher Pot, angesichts dessen war das ehemalige deutsche Pokeraushängeschild mit einem Gesamtverlust von 27.000 Euro sogar noch gut bedient.

Viel schlimmer erwischte es den Schweizer Spitzenspieler Ronny Kaiser, der in Folge 5 noch den größten Pot in der Geschichte der German High Roller gewonnen hatte. Ansonsten lief für Kaiser aber rein gar nichts zusammen, er verlor Hand um Hand und landete am Ende bei einem Gesamtminus von über 80.000 Euro.

Es war – zumindest bei Pot-Limit Omaha – die Staffel des Jan Jachtmann. Der Herausgeber des PokerBlatts und amtierende Weltmeister in seiner Lieblingsvariante machte mit seinen Gegnern, was er wollte, und traf fast nach Belieben.

Ronny Kaiser, GHR
Größter Pot und trotzdem Verlierer - Ronny Kaiser.
 

Unterm Strich kassierte er 65.600 Euro und war damit mit Abstand größter Gewinner vor Hermann Pascha (+21.250 Euro), Markus Lehmann (+20.500 Euro) und Markus Golser (+16.500 Euro).

Die beiden größten Verlierer waren wie erwähnt Ronny Kaiser und Michael Keiner. In der letzten Folge konnte sich Leon Tsoukernik ein wenig erholen und mit einem Minus von 23.800 Euro abschließen.

Insgesamt bot die achte Staffel der German High Roller nicht nur bei Pot-Limit Omaha, sondern vor allem bei No-Limit Hold’em ganz großen Pokersport. Alle Runden waren mit einer guten Mischung aus absoluten Top-Spielern und unternehmungslustigen Amateuren perfekt besetzt, die große Klasse der Akteure blitzte dabei nicht nur einmal auf.

Freuen wir uns also schon heute auf die neunte Staffel der Germann High Roller, die Anfang nächsten Jahres über die Bühne gehen soll.   

Hier finden Sie die komplette Folge zum noch einmal Ansehen.

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