German High Roller – Die Renaissance von 72o

Boris Becker

Nach zwei aufregenden Folgen ging es gestern in der achten Staffel der German High Roller etwas ruhiger zu. Ein Grund war sicher, dass Kultfigur Hermann Pascha für 90 Minuten auf die Reservebank musste, aber auch die Karten fallen eben nicht immer so, dass es reihenweise zum großen Knall kommt.

Neben Pascha durften auch Michael Keiner, Erich Kollmann und Ronny Kaiser aussetzen, statt ihrer stiegen Markus Golser, Jan-Peter Jachtmann, Leon Tsoukernik und Boris Becker neu in die Runde ein, weiter dabei waren Jan Heitmann, Johannes Strassmann, Pius Heinz und Quirin Zech.

Johannes Strassmann machte zunächst da weiter, wo er in der letzten Folge aufgehört hatte. Mit Q J callte er auf einem Turn mit K J 3 Q das All-In von Leon Tsoukernik, dem Besitzer des King’s Casinos, und behielt gegen dessen K T nach einem River mit der 7 die Oberhand.

Auch nach dieser Sendung bleibt Strassmann mit einem Plus von 66.250 Euro der größte Gewinner, die großen Akzente setzten dieses Mal aber andere.

Johannes Strassmann
Call oder nicht Call? - Strassmann beim All-in.

Gibt der Dealer keine interessanten Match-Ups, muss es eben 72o richten. Für den Gewinn mit dieser Hand erhält man von jedem Spieler 100 Euro extra und so wundert es nicht, dass Tsoukernik mit der schlechtesten aller Hold’em-Hände (in diesem Fall 7 2) gleich mal auf 2000 Euro raiste.

Jan Heitmann callt mit 9 9 und der Flop bringt Q 7 5, worauf Tsoukernik weitere 2000 Euro anspielt. Wieder callt Heitmann, doch dann kommt mit der 2 auch schon die Zauberkarte für Tsoukernik. Noch einmal setzt er 2000 Euro in den Pot mit 8100 Euro und bekommt erneut den Call.

Die 4 auf dem River veranlasst Tsoukernik zu weiteren 4000 Euro, die Heitmann schnell callt. Über 20.000 Euro bringt Tsoukernik sein verstecktes Two Pair, doch die Freude über die zusätzlichen 100 Euro pro Spieler für den geglückten Streich scheinen ihm mehr zu bedeuten.

Gerade einmal acht Minuten später treten Heitmann und Tsoukernik wieder gegeneinander an. Heitmann raist vor dem Flop im Small Blind auf 1.300 Euro und außer Tsoukernik, der bescheidene Q 8 hält, schmeißen alle Spieler weg.

Der Flop bringt K Q 5 und Heitmann setzt 2.300 Euro in den Pot mit 3.100 Euro. Tsoukernik callt mit seinem Middle Pair, wonach die T aufgedeckt wird. Beide Spieler checken dieses Mal und der River bringt den J.

Bei 7700 Euro im Pot spielt Heitmann von vorn 5000 Euro an und Tsoukernik verfällt nach den Worten „So ein schlechter River“ ins Grübeln. Schließlich foldet er widerwillig und jetzt ist er es, der sich 7 2 zeigen lassen muss.

Leon Tsoukernik
Auch neu dabei - Leo Tsoukernik.

Nur einige Minuten brauchte Heitmann also für die Revanche mit 72o, doch im Unterschied zu seinem Gegner hatte er nichts, aber auch rein gar nichts getroffen.

In den restlichen Minuten der Sendung gelingt es dann noch Boris Becker, gegen Tsoukernik mit dem besseren Drilling zu verdoppeln und diesen mit einem Minus von 15.000 Euro zum zweitgrößten Verlierer des Abends zu machen.

Noch schlechter liegt nur noch Pius Heinz im Rennen, der bisher 33.900 Euro einbüßte. In vielen Situationen hatte der Weltmeister Pech, aber noch bleiben ihm fünf Sendungen, um Boden gutzumachen.

Hinter dem größten Abräumer Johannes Strassmann können sich auch Jan Heitmann und Quirin Zech über stattliche Gewinne freuen. Heitmann liegt 63.330 Euro im Plus und Zech kann ein Plus von 39.500 Euro vorweisen.    

- Rainer Vollmar

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