George W. Bush war eine Katastrophe

Gus Hansen
The Great Dane

Gus Hansen hat nicht nur männliche Freunde, lebt lieber in Europa und lässt in Zukunft die Finger von Sportwetten.

PZ: Bitte beschreiben Sie einen Tag im Leben von Gus Hansen. Auch wenn er erst abends anfängt.

GH: Also, z. B. während der WSOP bereite ich mich am besten vor, indem ich morgens ein bisschen trainiere. Danach heißt es im Grunde Poker, Poker, Poker. Immerhin spielt man zehn Stunden am Tag.

PZ: Und wenn gerade kein großes Turnier ansteht?

GH: Dann spiele ich regelmäßig online. Wenn ich in Las Vegas bin, spiele ich auch einige Turniere dort. Ansonsten hänge ich eigentlich am liebsten mit Freunden herum. Ich treibe viel Sport und gehe gerne essen oder auf ein paar Drinks in eine Bar. Im Grunde ist da nichts Exotisches dabei. Ich fliege zum Beispiel nicht in den Weltraum oder sowas.

PZ: Das kann nicht die ganze Wahrheit sein. In der Beschreibung kam ja überhaupt keine Frau vor.

GH: Als ich „Freunde" gesagt habe, haben Sie das vielleicht falsch verstanden.

PZ: Ach so. Warum leben Sie eigentlich in Europa, obwohl doch so viele Profis in den Staaten wohnen?

GH: Zunächst einmal bin ich Europäer. Und in Monaco lebt es sich ja auch ganz gut. Außerdem sind ja wohl die meisten mit mir einer Meinung, dass die letzten acht Jahre unter George W. Bush eine Katastrophe waren. Ich reise natürlich zu den großen Turnieren in die Staaten. Ansonsten reiße ich mich nicht darum.

PZ: Wird jetzt unter Obama alles besser?

GH: Offensichtlich ja, denn schlechter kann es ja nicht mehr werden.

PZ: Es heißt, Sie haben nicht nur viel Geld mit Poker verdient, sondern auch viel bei Wetten verloren. Stimmt das?

GH: Nun ja, es ist wahr, dass ich ein paar Mal ziemlich unglückliche Wetten abgeschlossen habe. Ich habe daher beschlossen, mir das abzugewöhnen und die Finger davon zu lassen. Während der WSOP habe ich ein paar Wetten darauf abgeschlossen, welche Spieler wie weit kommen, Finaltische erreichen usw. Außerdem hatte ich eine große Summe auf den Sieger bei den French Open gesetzt, was sich leider nicht ausgezahlt hat (Hansen setzte 1,4 Mio. auf Rafael Nadal, der aber gegen Robin Söderling ausschied, Anm. d. Red.).

PZ: Was halten Sie denn vom Caesar's Cup? Werden Sie auch dabei sein?

GH: Bis jetzt weiß ich noch gar nicht, was dort gespielt wird. Ohne mich selbst loben zu wollen, gehe ich davon aus, dass ich als Teammitglied zumindest im Gespräch bin. Bis jetzt hat mich aber noch niemand gefragt.

PZ: Welche Turniere werden Sie in nächster Zeit spielen?

GH: Ich fliege morgen nach Zypern zur WPT. Danach kommt die WSOPE in London, wo ich auch die ganze Zeit vor Ort sein werde. Das ist mein Plan für die nächsten Wochen. Was danach kommt, kann ich jetzt auch noch nicht sagen.

 


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