Fünf Lektionen, die ich in „Geilway“ gelernt habe

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9 August 2013, Von: Giovanni Angioni
Geposted in: PokerZeit Blog
Fünf Lektionen, die ich in „Geilway“ gelernt habe

Lektion 1: Das perfekte Frühstück besteht aus Austern mit Guinness!

Austern Guinness

Nach einer weiteren schlafbefreiten Nacht, wie sie nun einmal vorkommt, wenn man ein Pokerturnier verfolgt und danach von dem Rummel im Village verschluckt wird, kann die Frage, woraus das 13.00 Uhr Frühstück bestehen soll, schnell zu einer philosophischen Angelegenheit.

Einerseits wünscht man sich in die Normalität eines Cappuccinos zurück, die in großer Zahl in den kleinen Cafés der Merchant Street angeboten werden ... aber andererseits könnte man sich natürlich auch mal komplett gehen lassen.

Und das bedeutet, sich auf den Barstuhl eine Pubs zu wuchten und die magischen Worte zu sagen, die jeder irische Pokerspieler – und alle anderen – wie im Schlaf beherrschen: „Oysters and Guinness, please.“

Ich habe es getan, und jetzt weiß ich nicht mehr, wie ich davor überhaupt überlebt habe.

 

Lektion 2: Alle lieben Liv – immer, überall!

Liv Boeree Table FootballSmall

Schon klar, wenn man eine Weile auf den Pokertouren unterwegs ist, weiß man, wie es aussieht, wenn Liv Boeree einen Turniersaal betritt – und trotzdem kommt es immer wieder zu demselben Phänomen.

Köpfe drehen sich, Münder fragen, wer das ist, Männer werden plötzlich zu freundlich lächelnden Wesen, denen der Charme geradezu aus den Ohren tropft.

Gestern Abend geschah genau das hier im Village: Liv betritt die Players Lounge, versammelt die gesamte Aufmerksamkeit auf sich und spielt Kicker gegen dieselben Typen, gegen die ich in der Nacht zuvor auch gespielt habe (und ein Guinness gewann).

Das Ergebnis?

Sie kam, sah und erspielte €100. Was für eine Überraschung. Nicht schlecht, Liv, nicht schlecht.

 

Lektion 3: Besorg‘ dir einen Regenschirm. Frag nicht, tu es!

Full Tilt Festival Eingang

Hier in Galway spielt es eigentlich keine Rolle, ob die Sonne scheint, wenn man aufwacht, und ob sich die Kuft so warm anfühlt wie am Mittelemeer, wenn man auf die Straße tritt.

Denn sicher ist hier nur eins: Es wird regnen!

Und zwar bald. Also Leute, besorgt euch einen Schirm und behandelt ihn gut. Denn merke: Der Regenschirm ist der beste Freund des Menschen.

Altes gälisches Sprichwort.

Ok, es ist kein Sprichwort, aber trotzdem.

 

Lektion 4: Pac Man ist noch immer der Größte!

pac man small

Leider. Pac Man spiele ich nämlich noch schlechter als Poker.

Aus irgendeinem unbekannten Grund werden alle anderen Spiele in der Players Lounge unwichtig, wenn der gute alte Pac-Man-Automat frei wird.

Komischerweise, also eigentlich logischerweise, sind es mehrheitlich Über-30-Jährige, die mit ihren Händen den Joystick umklammern.

Übrigens, haben Sie sich je gefragt, warum das Ding JOY-Stick heißt? Eine Minute hier im Village würde Ihnen diese Frage beantworten.

Erinner Sie sich noch an die Zeit, als wir uns nachmittags in den Spielhallen herumtrieben, die Taschen voller Kleingeld, und unsere Münzen mit wachsender Begeisterung in Automaten mit der Aufschrift „Donkey Kong“ oder „Asteroids“ warfen?

Und als Counter Strike noch nicht einmal den ersten Synapsensprung im Gehirn eines Softwareentwickler-Spieleerfinders hinter sich gebracht hatte? Nein?

Ich schon. Und jetzt frage ich mich, was sich seitdem eigentlich wirklich geändert hat, wenn Pac Man noch immer derart beliebt ist.

 

Lektion 5: Poker und Tageslicht sind eine coole Kombination!

Full Tilt Galway Festival Zelt

Manche haben es noch nicht bemerkt – vor allem die, denen ich es noch nicht gesagt habe  - aber das Village von Full Tilt Poker bricht eine eherne Regel der Casinowelt.

Es gibt hier Fenster!

Im Casino ist das strengstens untersagt, damit der Besucher auch das Zeitgefühl verliert, aber hier gibt es sowohl im Turniersaal als auch in der Players Lounge eine direkte Verbindung zur Außenwelt – und es ist toll!

Endlich hat man nicht mehr dieses ungute Gefühl, wenn man mittags ein Casino betritt und plötzlich feststellt, dass es vier Uhr morgens ist.

Hier sieht man, wie die Zeit vergeht. Man sieht, wann es wieder aufhört zu regnen. Man sieht, wenn es dunkel wird. Und man versteht, wann es Zeit ist, vom Cash-Game-Tisch aufzustehen und ins Bett zu gehen.

Mit dem Gedanken an das morgige Frühstück. Sie wissen schon.

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