„Fünf Bracelets gehen nach Deutschland!"

Michael Keiner
Vorsprung durch Technik.

Die Jubiläums-WSOP hat begonnen. Mit dabei ist einer der Spieler, die sich als Pioniere des Live-Spiels um die Pokerszene in Deutschland besonders verdient gemacht haben. Wir erwischten Michael Keiner kurz vor seinem Aufbruch und sprachen mit ihm über seine Pläne, das $50k HORSE, die Erfolge deutscher Spieler und das EPT-Fiasko in Dortmund.

1. Teil: Michael Keiner über das $50k HORSE, Budgets und seine Vorliebe für Mixed Events.

PL: Hallo, Michael Keiner. Sie sind noch hier? Da werden Sie das $40k-Jubiläumsturnier aber leider verpassen.

MK: Stimmt. Aber das ist auch nicht Teil meiner Planung in diesem Jahr. Ich habe zwar von 888 ein Budget bekommen, aber dieses Buy-in würde eben doch eine Lücke reißen. Ich würde auch gerne den $50k Königsevent H.O.R.S.E spielen, aber dann kann ich nicht mehr alle anderen Events spielen, die ich gerne dabei hätte. Wenn mich natürlich jemand staken möchte, bin ich für alle Angebote offen. Ihr könnt gerne einen offiziellen Aufruf starten.

(Anm. d. Red.: Alle ernst gemeinten Angebote bitte direkt an [email protected] oder in unserer Pokerspielerzone posten)

PL: Ist hiermit geschehen. Welche Events werden Sie denn spielen?

The Man
Do it again, Doc.

MK: Mein erstes Turnier wird wohl das $1500 Omaha Hi-Lo. Alles andere lasse ich auf mich zukommen. Da ich letztes Jahr in Las Vegas schwer krank geworden bin und mich inzwischen operieren lassen musste, wollte ich mich in diesem Jahr nicht selbst unter Druck setzen. Aber im Main Event bin ich natürlich auf jeden Fall dabei.

PL: Was ist denn passiert?

MK: Ich bekam ein Glaukom und musste mich einer Augen-OP unterziehen. Ziemlich unangenehme Geschichte, aber dafür kann ich jetzt zum ersten Mal seit fünf Jahren wieder ohne Brille Zeitung lesen.

PL: In diesem Jahr wird es bei der WSOP keine Rebuy-Turniere mehr geben. Das ist...

MK: ...die beste Idee seit Jahren! Ich habe in meinem Leben nur zwei oder drei Rebuy-Turniere gespielt, dann hat es mir endgültig gereicht. Einmal saß ich neben Phil Ivey am Tisch, der sich offenbar mit einem Kollegen abgesprochen hatte. Die beiden gingen einfach buchstäblich in jeder Hand pre-Flop all-in. Da stand sogar so eine Art Lieferant mit am Tisch, der nur dafür da war, ständig neue Chips zu liefern. Das lief alles unter dem Motto „Ich kaufe mir ein Bracelet". So etwas hat mit Poker nichts mehr zu tun, und ich bin sehr zufrieden darüber, dass es damit nun vorbei ist.

PL: Gibt es so etwas wie ein Lieblings-Event für Sie?

MK: Ich spiele besonders gerne Mixed Events. Das $10k 8-Game Turnier werde ich also auf jeden Fall spielen. Mein Traum wäre ein Turnier, in dem NL Hold'em, PL Omaha und Limit Stud gespielt wird. Das würde alle wichtigen Disziplinen vereinen und wäre ein toller Mehrkampf-Event, in dem alle Fähigkeiten eines guten Pokerspielers gefordert wären. Insgesamt gibt es dieses Jahr etwa 20 Events, die ich gerne spielen würde. Wie viele es dann letztendlich werden, hängt davon ab, wie ich mich fühle.

PL: Reicht das Budget denn dafür?

MK: 888 ist da ziemlich großzügig. Mir geht es da zweifellos besser als den meisten, die bei PokerStars unter Vertrag stehen. Ich kann $100.000 praktisch nach eigenem Ermessen aufteilen. Es gibt nur zwei Turniere, die ich vertraglich verpflichtet bin, zu spielen.

PL: Gibt es ein Leben nach der WSOP?

MK: Ja! Ich bleibe voraussichtlich bis zum 12. Juli, es sei denn, ich bin dann noch im Main Event. In dem Fall chartere ich mir einen Privatjet und fliege nach Klagenfurt.

PL: Wie bitte?

MK: Kein Witz. Am 12. Juli beginnt die CAPT in Velden, und die werde ich mir auf keinen Fall entgehen lassen. Abgesehen von der WSOP ist Velden für mich immer wieder der absolute Saisonhöhepunkt, und wenn mich kein Linienflug dorthin bringt, setze ich alle Hebel in Bewegung, um trotzdem dabei zu sein.

 

Im 2. Teil: Warum die CAPT so beliebt ist und wieso die Erfolge bei der EPT erst der Auftakt für eine erfolgreiche deutsche Bilanz bei der WSOP waren. Außerdem: Was war los in Dortmund?

 

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