50 Prozent von Full Tilt für 250 Millionen Dollar?

team full tilt ausverkauf

Trotz zahlreicher Ankündigungen warten Tausende Spieler bei Full Tilt immer noch darauf ihr Geld überwiesen zu bekommen. Hauptaktionäre wie Howard Lederer und Phil Ivey verstecken sich derweil und traten auch bei der prestigeträchtigen WPT-Championship nicht an.

Mittlerweile werden Gerüchte immer lauter, dass 50 % von Full Tilt zum Verkauf stehen sollen. Mit den 250 Millionen Dollar sollen endlich die lange annoncierten Auszahlungen realisiert werden. Auch die weltweit 66 RedPros ständen vor der Kündigung ihrer Verträge.

Letztes Jahr war Full Tilt bei der WPT-Championship in Las Vegas noch mit der vollen Riege ihres Pro-Teams vertreten. Doch die Auswirkungen des Black Friday zeigen Wirkung. Weder Phil Ivey, noch Chris Ferguson oder Andy Bloch erst recht nicht Howard Lederer ließen sich beim wohl prestigeträchtigsten Turnier der US-Saison außerhalb der WSOP blicken.

Dafür gab die Poker Players Alliance PPA heute bekannt, dass die beiden Großaktionäre bei Full Tilt Chris Ferguson und Howard Lederer aus dem Vorstand der Vereinigung ausscheiden. Rich TheEngineer Muny, ebenfalls Vorstandsmitglied bei der PPA erklärte gestern gegenüber PockeFives.com, dass Ferguson und Lederer aus eigenem Entschluss zurückgetreten seien und keine näheren Gründe für ihre Entscheidung angegeben hätten.

Für die amerikanischen Full Tilt-Spieler, die auch einem Monat nach dem schwarzen Freitag auf ihr Geld warten, ist das alles andere als eine gute Nachricht. Die Gemüter wird auch eine gestern herausgegebene und überaus nichts sagende Meldung von Full Tilt nicht beruhigen:

Darin heißt es unter Anderem, dass sich Full Tilt seit dem 15. April und vor allem in den Tagen unmittelbar danach mit zahlreichen Hindernissen bei seinen internationalen Geschäften und der ordnungsgemäßen Rückzahlung der Konten amerikanischer Spieler konfrontiert sah. Seitdem hätte man  versucht diese Probleme zu lösen, und in beiden Bereichen deutliche Fortschritte erzielt.

Weiterhin enthält die Erklärung folgende Textpassage: „Das internationale Geschäft hat sich bereits normalisiert, inzwischen konzentrieren wir uns darauf, die Gelder der amerikanischen Spieler korrekt zurückzuzahlen. Wir engagieren uns sehr stark dafür, die Auszahlungen an die amerikanischen Spieler so schnell wie möglich durchzuführen. Für die Verzögerung entschuldigen wir uns, ebenso dafür, dass wir die Zeitspanne unterschätzt haben, die die Lösung dieser Probleme in Anspruch nimmt. Sobald wir genauere Informationen haben, werden wir unsere amerikanischen Spieler kontaktieren.“

Auch wegen solche nicht wirklich zu verwertender Aussagen schießen in den bekannten Poker-Foren mittlerweile die wildesten Gerüchte ins Kraut. So vermeldet das renommierte amerikanische Poker-Radio QuadJacks, dass 50% von Full Tilt mittlerweile zum Verkauf stünden. Mehrere Podcast bestätigten laut den Usern des 2+2 Forums diese Meldung später. Mit den kolportierten 250 Millionen Dollar sollen die Auszahlungen vor allem der US-Spieler beschleunigt werden und so ein noch größerer Image-Schaden von der weltweit zweitgrößten Pokerseite abgewendet werden. In der Sendung bei QuadJacks heißt es außerdem, dass die weltweit 66 Red Pro`s von Full Tilt vor der Aufkündigung ihrer Verträge stehen sollen.

Eine gute Nachricht bezüglich Full Tilt postete hingegen Party Poker Pro Tony G in seinem Blog. Er habe kürzlich tatsächlich sein Geld von Full Tilt bekommen und erklärte den Tag kurzerhand zum besten seit dem schwarzen Freitag.

 


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