Full Tilt – Übernahme „zu kompliziert“ für Bwin/Party?

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Jim Ryan.

Co-CEO Jim Ryan erklärt, warum Bwin/Party das Quasi-Monopol von PokerStars nicht verhindern konnte – oder wollte.

Dass Bwin/Party ein potenzieller Kunde für den Kauf des ruinösen Full-Tilt-Pakets sein würde, war schon frühzeitig bekannt.

Wie nahe man damals an einer tatsächlichen Übernahme war, hat Jim Ryan jetzt erstmals öffentlich gemacht.

Ryan, der vor der Fusion mit Bwin Chef bei PartyGaming war: „Als wir uns das Projekt genauer ansahen, war die Seite bereits stillgelegt. Unsere Analyse ergab, dass die Marke zu diesem Zeitpunkt auf dem absteigenden Ast war. Die Erwartungen entsprachen nicht dem, was später wirklich geschah, und wir mussten uns mit dem Department of Justice sowie mit den Regulierungsbehörden auseinandersetzen. Gleichzeitig schlossen wir bwin und Party zusammen, und darauf wollten wir uns schließlich konzentrieren. Aus diesen Gründen  gaben wir das Projekt Full Tilt auf.“

Ryan kam nicht umhin, dem Konkurrenten PokerStars seinen Respekt auszusprechen: „Gratulation an PokerStars für die Durchführung dieses Projekts. Unserer Ansicht nach ist das schlicht phantastisch, für die Pokerspieler, für die Poker-Community, und bald auch für den europäischen Pokermarkt, denn es werden einige bisher eingefrorene Dollar wieder in das System zurückfließen.“

Bwin/Party kündigte an, selbst wieder die klare Nr. 2 auf dem Pokermarkt zu werden und den Abwärtstrend aufzuhalten. Dafür solle zunächst eine Umgebung geschaffen werden, die sowohl den Bedürfnissen des Hobbyspielers als auch denen des Berufsspielers Rechnung getragen wird.

„Wir suchen nach der Balance, dafür brauchen wir ein Konzept, dass den Hobbyspieler dazu ermutigt, weiterhin einzuzahlen und Spaß zu haben, aber das auch den Shark zu der Überzeugung führt, dass die Bwin/Party-Fusion und das daraus entstandene zweitgrößte Netzwerk gute Chancen bietet, dort ein bisschen Geld zu verdienen […] Das ist der Plan, und wir sind zuversichtlich, dass er funktioniert.“

Allerdings müssten dafür erst einmal die Spielerbasen der beiden Online-Anbieter zusammengeführt werden. Darauf wartet die Community auch zwei Jahre nach Bekanntgabe der Fusion weiterhin vergeblich.

Bwin-CEO Norbert Teufelberger erläuterte, dass PartyPoker dafür zunächst „die High Stakes abschaffen und Verträge mit Affiliates anpassen müsse“. Den ersten Teil dieser Forderung hat PartyPoker inzwischen erfüllt.

Teufelberger weiter: „Diese Maßnahmen sind notwendig, bevor wir unsere Pools zusammenbringen, weil ansonsten die bwin-Spieler ein Massaker erlebt hätten, denn bwin ist ein ziemlicher Fischteich. Also mussten wir das ausbalancieren, um eine Katastrophe zu verhindern.“

Für die dotcom-Märkte und die Marken bzw. Partner in Frankreich und Italien sagt die Gruppe bwin/Party einen Anstieg der Spielerverfügbarkeit um 30-50% voraus. Bwin/Party bietet in Frankreich gemeinsam mit dem französischen Anbieter PMU und dem Avaition Club in Paris Poker an. In Italien besitzt man den lokalen Anbieter Gioco Digitale.

Zitate aus: casinochoice.co.uk

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