Groupe Tapie strebt Konzession für US-Markt an

Full Tilt AGCC

Überraschende Wendung im Fall Full Tilt Poker. Bernard Tapie und das amerikanische Justizministerium verständigen sich auf einen Deal, den nicht einmal PokerStars bekommen hat.

Einst war es der zweitgrößte Online-Pokerraum der Welt, aber dann wurde das FBI aktiv und schloss in einer Razzia ähnlichen Aktion die Domain, zunächst für due USA, danach auch für den Rest der Welt.

Nach monatelangem Hin und Her trat die Groupe Bernard Tapie (GBT) als Investor in Erscheinung. Die GBT will FTP übernehmen und für die Lösung des drängendsten Problems – die Auszahlung der Spielergelder – sorgen.

Nachdem letzte Woche bekannt wurde, dass die Übernahme für einen Kaufpreis von $80 Mio. vor dem Abschluss steht, sahen die enttäuschten Spieler ihre Chancen auf Rückgabe ihrer Gelder wieder wachsen. Insgesamt stehen Forderungen in Höhe von etwa $330 Mio. an.

Bernard Tapie gilt als Spezialist dafür, marode Firmen wieder in die Gewinnzone führen zu können, doch im Fall FTP mochte kaum jemand einsehen, wofür die Investition gut sein sollte. Das Unternehmen scheint am Boden, der Ruf ist ruiniert.

Jetzt zeigt sich, was der Franzose möglicherweise im Hinterkopf hatte: Angeblich verständigte sich die GBT mit der amerikanischen Justiz auf eine Vereinbarung, die FTP sogar einen Vorsprung vor Marktführer PokerStars einbringen könnte.

Danach soll Full Tilt erlaubt werden, wieder auf dem amerikanischen Markt aktiv zu werden, sobald die Regulierung dort in trockenen Tüchern ist. Wann es soweit sein wird, ist nicht bekannt – sicher ist aber, dass es nur eine Frage der Zeit ist.

FTP-Anwalt Jeff Ifrah gab sich bereits sehr optimistisch:

„Der zwischen den Investoren und dem Department of Justice  geschlossene Deal wird den Weg zur Auszahlung an die Spieler ebnen, und hoffentlich auch den zu einem Neustart für Full Tilt. Beides wäre gut für Poker, gut für die Branche und gut für die Spieler.“

Sollte sich die Abmachung als wahr erweisen, wäre dies ein äußerst kluger Schachzug Tapies, der sich damit in die extrem profitable Pokerbranche eingekauft hat. Immerhin gilt die Software von Full Tilt bis heute als beste und besonders innovativ.

Gerüchte um das Ende von Full Tilt erscheinen damit plötzlich maßlos übertrieben. Vielmehr nimmt diese neue Entdeckung etwas Druck aus der Angelegenheit.

Und noch während die ersten Anzeichen der Abmachung zwischen GBT und DoJ langsam an die Öffentlichkeit drangen, erschien der einstige Starspieler von FTP nach monatelanger Abwesenheit vom Turnierpoker plötzlich beim Main Event der APPT Macau.

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