Full Flush erklärt durrrr den Krieg

Luke Schwartz

Am Main Event der WSOPE nahm der britische High-Stakes-Pro und berüchtigte Trash Talker Luke Schwartz nicht teil. Trotzdem sorgte er für die Schlagzeile des Tages.

Schwartz kann an dem Turnier nicht teilnehmen. Er ist in allen britischen Casinos gesperrt.

Das hindert den Londoner allerdings nicht daran, ins Casino at the Empire zu kommen und sich ein wenig umzusehen.

„Die Sperre ist Bullshit", sagt Schwartz. „Eine Kleinigkeit im Vic [London's Grosvenor Victoria Casino], und das ist schon ewig her. Ich habe mich geweigert, den Hut abzunehmen, und jetzt bin ich im ganzen Land gesperrt. Ich habe mich aber trotzdem hereingeschlichen und gerade ungefähr 5000 Pfund am Roulette-Tisch gewonnen.

Der respektlose 25-Jährige war vor einigen Monaten plötzlich auf der High-Stakes-Bühne aufgetaucht und sicherte sich einige erhebliche Gewinne gegen Spieler wie Tom „durrrr" Dwan, David „Raptor" Benefield und Phil „OMGClayAiken" Galfond.

Bekannt wurde er aber vor allem wegen der unverschämten Sprüche, die er in die Chatbox getippt.

Schwartz hat so ziemlich jeden Spieler beleidigt, der ihm begegnet ist, aber er scheint vor allem etwas gegen Tom Dwan zu haben.

„Ich sehe es gar nicht gern, wie Dwan in der Pokerszene dasteht und das ganze Geld von den anderen Fischen gewinnt", meint Schwartz. „Es stört mich nicht, wenn Patrik [Antonius] oder [Phil] Ivey gewinnen. Ich kann nur durrrr nicht ertragen. Ich kann sein Gesicht nicht ertragen, seine Stimme, seine Augen. Ich hasse alles an durrrr."

„Er ist nichts als ein arroganter Vollidiot. Viel mehr kann man über ihn gar nicht sagen."

Tom Dwan
„Er hält sich für den Besten, dabei ist er nur der nervigste."

Schwartz stört sich vor allem daran, wie Dwan seiner Meinung nach seine Bankroll aufgebaut hat, nämlich hauptsächlich, indem er dem Gründer des Cirque du Soleil und allgemein als High-Stakes-Fisch bekannten Guy Laliberté Millionen abgenommen hat.

„Er hält sich für den Besten, dabei nervt er einfach nur am meisten", erklärt Schwartz. „Die Leute verstehen nicht, dass durrrr heute kein Mensch kennen würde, wenn es Guy nicht gäbe."

Schwartz richtet sich zwar hauptsächlich gegen das Online-Phänomen Dwan, lässt sich aber auch über andere Spieler aus.

„Diese ganzen großen Spieler, von denen man so hört, wie Negreanu und die alten Kerle, die haben doch alle gewonnen, als es noch viel mehr Fische gab - deshalb sind sie heute berühmt. Natürlich haben sie es richtig angestellt und gewonnen, als es noch einfach war, aber heute ist es schwierig geworden. Es ist verdammt schwierig."

In den letzten Wochen war von _FullFlush1_ an den High-Stakes-Tischen von Full Tilt nichts mehr zu sehen.

Schwartz erklärt dazu, er habe sich den Großteil seiner Gewinne auszahlen lassen, und wegen des Tageslimits von $5000 und Monatslimits von $15000 sowie eines schlechten Laufs in der letzten Zeit, der ihn daran hinderte, die relativ kleinen Einzahlungen in Bankrolls zu verwandeln, die groß genug für die Big Game sind, sei er gezwungen, woanders zu spielen und seinem Erzfeind Dwan aus dem Weg zu gehen.

Dwan ist zurzeit in London und nimmt dort an mehreren Events teil, darunter auch die Matchroom Sports durrrr Million Dollar Challenge. Er wird gegen Sammy „any two" George und einige weitere Spieler in Live Heads-up Matches antreten. Sie sollen jeweils 500 hände dauern, das Buy-in liegt bei $500.000.

Luke Schwartz
„Mein Ziel ist, durrr bis Ende 2010 seine gesamte Bankroll abzunehmen."

Dass Schwartz seinen Gegner dort herausfordert, ist jedoch unwahrscheinlich.

„Ich bin nicht unbedingt ein Live-Spieler, und $500.000 ist offensichtlich sehr deep, deshalb ist es für mich nicht das nächstliegendste. Ich würde aber gerne irgendeiner Form irgendwo gegen ihn antreten."

Es scheint heute eher wahrscheinlich, dass Schwartz schließlich bei der durrrr-Challenge online auf Full Tilt  gegen Dwan spielen wird, obwohl der zurzeit noch in ein 50.000 Hände Duell gegen Antonius verwickelt ist. Allerdings scheint Schwartz auch dafür noch nicht wirklich bereit zu sein.

„Ich würde gerne gegen ihn spielen. Auf $100/$200 wäre ich sofort dabei, aber $200/$400 ist ein bisschen zu hoch. Ich könnte mit meiner Bankroll zwar auf diesem Level spielen, aber ich würde mich schnell short fühlen, wenn ich gleich am Anfang eine schlechte Phase erwische."

Beide werden ab dem 8. Okt. beim PKR Heads-up Grand Slam in London antreten. Zum direkten Duell könnte es im Halbfinale kommen.

Schwartz kann es kaum erwarten, endlich in auf Dwan zu treffen, egal, an welchem Tisch und in welchem Spiel.

„Ich habe ihn komplett unter Kontrolle", sagt Schwartz. „Ich bin ungefähr 600.000 gegen ihn im Plus. Es wären schon 800.000, aber wir hatten diese 200.000 Dollar Coin Flips an einem Tag, als ich auf Tilt war, und er gewann beide. Ich mache den Typen fertig. Er ist ein autistischer Vollidiot. Wenn man nur ein kleines bisschen sein Denken nachvollzieht, kommt er nicht mehr klar."

„Ich werde ihm bis Ende 2010 die gesamte Bankroll abnehmen. Das ist mein Ziel."

 

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