Pralahd Friedman bezichtigt Haxton und Bonomo des Account-Sharings

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Prahlad Friedman.

Wo Friedman hingeht, ist das Drama nicht weit. Nur Wochen nachdem er wegen seiner Vertragsunterzeichnung bei UB.com in die Schlagzeilen geriet, beschuldigt er nun zwei weltbekannte Profis, sich in Sessions gegen ihn mehrfach insgeheim abgewechselt zu haben.

Friedman hatte die Diskussion angestoßen und auf Twitter behauptet, Isaac Haxton und Justin Bonomo hätten sich beim Spielen gegen ihn abgewechselt, um ihre Spielweise zu verschleiern. Um seinen Vorwurf zu belegen, gab Friedman Statistiken und Schaubilder von PokerTableRatings an. Aufgrund der Schwere der Anschuldigung blieb diese nicht ohne Folgen.

„Isaac Haxton und Justin Bonomo teilen sich Accounts und wechseln sich häufig ab. Ich spielte gegen irgendeinen Unbekannten und checkte dann seine Stats. Identisch mit denen von Haxton … Haxton weiß, dass ich gegen ihn nicht heads-up spielen will. Es ist eine Sauerei. Das ziehen sie seit Jahren mit mir durch. Jetzt reicht’s.“

Justin Bonomo
Justin Bonomo.

Friedman behauptet, Haxton würde unter verschiedenen Nicknames spielen, nicht nur unter dem, den er offiziell bei UB.com hat. Er fährt fort, dass der Account „XXTRMSK8RX“ spiele verschiedene Stile, und wenn Friedman gegen ihn verliere, dass glichen die Stats denen gegen Haxton. Friedman: „XXTRMSK8RX ist mit Sicherheit Haxton, und die dramatische Veränderung des Stils deutet auf die Spielweise von zeejustin hin, den ich auf Full Tilt gespielt habe. Es war genau derselbe Stil.“

Während Haxton zunächst nicht reagierte, äußerte sich Bonomo in einem Thread auf 2+2: „Isaac Haxton hat noch nie auf einem meiner Accounts gespielt. Obwohl ich als 19-Jähriger einige Sachen angestellt habe, auf die ich nicht stolz bin, habe ich eine zweite Chance erhalten, und das nehme ich sehr ernst. Ich habe seit über fünf Jahren nichts Unredliches getan.“

Die „Sachen“, von denen Bonomo hier spricht, betreffen seine Sperrung von mehreren Pokerseiten, nachdem er des Multi-Accountings überführt worden war. Bonomo hatte sich einen Softwarefehler von PartyPoker zunutze gemacht und hatte sich mit mehreren Spieleridentitäten in einzelne SnGs eingekauft. Sein Rauswurf war eine Warnung für alle Spieler. Bonomo entschuldigte sich später und wurde von der Mehrheit der Poker-Community wieder anerkannt.

Zwar stritt Bonomo ab, dass er einen Account mit Haxton geteilt habe, aber er ließ durchblicken, dass Haxton ihn möglicherweise beraten habe, während er gegen Friedman spielte. Bonomo: „Nach meinem Wissen gibt es bei keinem der drei betroffenen Pokeranbieter (Stars, FTP, Cereus) die Regel, dass nur ein Spieler während der Hand beteiligt sein darf. Und was die Anschuldigung betrifft, dass Isaac gegen Prahlads Willen gegen ihn gespielt hat: Isaac hat das Recht auf Anonymität, solange er die AGB des Anbieters befolgt. Soweit ich das sehe, ist an seinem Verhalten nichts auszusetzen.“

Haxton meldete sich schließlich auch zu Wort: „Im Jahr 2009 spielte ich gegen [Friedman] auf meinem UB-Account „dasharkman11“. Er wusste, dass es mein Account war. Wir spielten auf UB weiter, nachdem ich ihn auf FTP gebustet hatte. Ich nahm ihm eine Menge Geld ab, und danach gab er den Account auf. Kurz danach verschwand er aus dem Cereus-Netzwerk. Als er nun bei UB unterschrieb und begann, regelmäßig an 50/100 Tischen auf Kundschaft zu warten, spielte ich gegen ihn auf meinem AP-Account, von dem er nicht wusste, dass es meins war.“

Isaac Haxton
Isaac Haxton.

Haxton fuhr fort: „War das nett von mir? Nein. Würde ich dasselbe mit einem Freund oder einem Bekannten machen? Nein. Breche ich damit irgendwelche Regeln? Absolut nicht. Ich werde alles tun, was möglich ist, um ihm sein Geld abzunehmen, solange es keine AGB verletzt. In Anbetracht seines Rufs, seines Verhaltens in dieser Sache, und seiner Vorstellung von Integrität, wie sie sich durch seinen Vertrag mit UB zeigt, habe ich keinen Zweifel daran, dass er dasselbe tun würde, um meines zu bekommen.“

Es ist verständlich, dass Friedman Angst davor hat, noch einmal betrogen zu werden, vor allem, da hier Spieler beteiligt sind, die in der Vergangenheit bereits auf unrühmliche Weise von sich reden gemacht haben.

Friedman war das prominenteste Opfer des UB-Superuser Skandals. Er hatte die High Stakes Anfang des Jahrtausends dominiert und wurde dann nachweislich um mehrere Millionen Dollar betrogen. Im Rahmen des Betrugs wurden die Bankrolls einer Reihe von High Stakes Spielern geplündert.

Dass Prahlad Friedman nun ausgerechnet bei dem Pokeranbieter unter Vertrag ging, der sein Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten in seinen Grundfesten erschütterte, sorgte für Aufsehen und Kopfschütteln in der Community.

Als humoristischen Kommentar hatte der als weißer Veganer-Rapper berüchtigte Friedman einen weiteren Song aufgenommen, der das Schwarzgelb von UB.com und die Anfeindungen der Community zum Thema hat.

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