Freerolls - reich ohne Eigenkapital werden

Wer kennt das nicht. Die erste Einzahlung bei einem Pokerraum ist, dank Unwissenheit und ein bisschen Pech, verloren gegangen. Oder man hat einen „Tilt" und verjubelt die komplette Bankroll, weil man es einfach nicht glauben will, dass man mit tollen Karten trotzdem ständig verliert.

Kurz gesagt, es herrscht Ebbe im Poker-Säckel, aber man möchte trotzdem seinem Hobby frönen ohne sich in Schulden zu stürzen (das sollte man übrigens grundsätzlich vermeiden). Nun könnte man sich auf Playmoney-Tischen tummeln, aber bekannterweise hat das ja nicht viel mit Poker zu tun, eher mit Lotterie. Was für eine Alternative bleibt also übrig?

Richtig - Freeroll-Turniere sind das Zauberwort. Man kann diese Turniere vielleicht als Zwischending zwischen Echtgeld und Playmoney bezeichnen. In den Anfangsphasen herrscht die ALL-IN-Mania und gegen Ende wird dann oftmals anständiges Poker gespielt.

So gut wie jeder Online-Pokerraum bietet diese Turniere für seine Mitglieder an. Die Preisgeldtöpfe variieren zwischen 10 Cent und 5000 Dollar. Der Sieger nimmt also eine Summe zwischen 5 Cent und knapp 1000 Dollar mit und kann dann versuchen, daraus eine Bankroll aufzubauen. Oder er sammelt die Freeroll-Gewinne bis die Kasse wieder ordentlich aufgefüllt ist.

Der große Vorteil ist sicherlich die kostenlose Teilnahmemöglichkeit und das echte Geld, was dabei zu gewinnen ist. Allerdings braucht es hier schon eine ordentliche Portion Kartenglück und/oder eine Engelsgeduld um die ersten Levels zu überstehen. Viele der manchmal bis zu 10.000 Teilnehmer gehen nämlich nach dem Motto vor „kostet nix, also egal was kommt - all-in". Und man selbst hat AA in der Hand, bekommt 5 oder 6 Gegner und einer davon trifft ins schwarze. Ende, aus die Maus. Wer die Anzeige der im Turnier verbleibenden Spieler beobachtet, wird feststellen, dass eine Sanduhr deutlich langsamer nach unten läuft.

Wenn das in den ersten Minuten passiert ist der Verlust zu verschmerzen, man hat eine Menge Zeit gespart. Wenn das aber in der Turniermitte passiert, ist es um so ärgerlicher. Aber auch dann sind noch Maniacs unterwegs, wenn auch deutlich weniger. Hat sich das Feld erst einmal auf ca. 10 - 15 % der Anfangsteilnehmer reduziert, was durchaus nach weniger als einer Stunde sein kann, wird normalerweise echtes Poker gespielt und dann sind eigene Fähigkeiten gefragt.

Wer also seine Turnierfähigkeiten verbessern will, kein Problem damit hat einen (oder auch mehrere) ordentlichen BadBeat zu fangen und nicht mit zu grossen Erwartungen an einen Freeroll-Tisch geht, der hat bestimmt viel Spass und am Ende womöglich auch noch Geld auf dem Konto.

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