Die Besonderheiten der französischen Gesetzgebung

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Vorsicht Parkverbot!

Bei unseren Nachbarn im Westen ist vieles anders. Vorsicht ist u. A. beim Min-raisen und Führen von Fliegenden Untertassen geboten.

Erst vor wenigen Tagen hatten wir einen Beitrag von unserem französischen Kollegen auf PokerZeit, in dem dieser die Frage aufwarf, warum die Franzosen bloß immer alles anders machen müssten.

Er ging dann auf das seltsam begründete Massageverbot ein, dass die Masseurinnen davon abhält bei der WSOPE zu arbeiten, wie sie es sonst überall auf WPT und EPT tun.

Aber der Franzose hat auch ein besonderes Verhältnis zum Min-Raise. Dieser muss in Frankreich nicht etwa dem vohergehenden Raise entsprechen, sondern der vorhergehenden Bet.

Das führt besonders im späteren Turnierverlauf zu Missverständnissen, wenn die Blinds hoch und die Bets vergleichsweise niedrig sind.

Dafür kann man es sich in Frankreich leisten, auch deutlich zu spät zum Turnier zu kommen, ohne dabei ausgeblindet zu werden. Das ist nämlich auch verboten.

no min raise
Min-Raise à la oh lala

Stacks von Zuspätkommenden bleiben vom Diealer unangetastet. Das ist natürlich ein bisschen unfair denen  gegenüber, die pünktlich sind, aber dann vielleicht kartentot und deshalb in jeder Runde eineinhalb Blinds abgeben.

Auch in Frankreich wird viel über das Thema „ist Poker ein Glücksspiel“ diskutiert, aber hier ist man zu einem eindeutigen „sowohl als auch“ als Antwort gekommen.

Deshalb werden ausschließlich Texas Hold’em und Omaha in Casinos angeboten, denn diese Varianten sind als Geschicklichkeitsspiele anerkannt.

Dagegen gelten Stud und Draw als Glücksspiele. Darum werden weder bei WPT noch WSOP oder EPT Side Events in diesen Varianten angeboten.

Der ganz normale Wahnsinn – Küssen, Schweinenamen, Sterben verboten

schwein napoleon
Napoleon Schweinaparte.

Sind die Franzosen also verrückt? Sehen wir uns doch mal an, was es sonst noch so für Gesetze im Land des kleinen Korsen gibt.

Apropos kleiner Korse. Napoleon ist ein Nationalheld, und deshalb ist es bei Strafe verboten, sein Schwein Napoleon zu nennen. Sie finden, das sei sowieso nicht naheliegend? Aber Gesetz ist Gesetz!

Sollten Sie sich von Ihrer Liebsten verabschieden müssen, tun Sie das keineswegs erst auf dem Bahnhof oder im Zug. Das ist gegen das Gesetz. Jedenfalls wenn es mit gegenseitigen Lippenberührungen einhergeht.

Noch schlimmer ist Küssen auf Bahnübergängen. Offenkundig vergessen die Franzosen im Überschwang der Leidenschaft ihre Umgebung derartig gründlich, dass es schon zu einer Reihe tödlichen Unfällen gekommen ist.

Der einzige Ort Frankreichs, in dem das gar nicht passieren kann, ist das kleine Städtchen  Le Lavandou östlich von Marseille.

Hier ist nämlich sogar das Sterben selbst ungesetzlich, es sei denn, man hat sich zuvor ein Grab auf dem Friedhof reservieren lassen.

Und sollte Sie sich nun vorkommen, als seien Sie ein Außerirdischer, der nicht versteht, was um ihn herum vorgeht, dann sollten Sie dennoch vorsichtig sein.

Ihre fliegende Untertasse, mit der Sie als Extraterrestrischer natürlich unterwegs sind, muss ordnungsgemäß abgestellt werden.

Parken Sie Ihr Ufo also nicht auf einem Weinberg, denn da ist der Franzose ganz empfindlich.

Für Raumschiffe in den Reben hagelt es sofort Knöllchen – und die nennt man hier übrigens „Pflaumen“.

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