Final-Table des größten Main-Events seit 2010 steht

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Der Final-Table des Main-Events 2017

Es war das größte Main-Event seit sieben Jahren. 7221 Spieler legten in Las Vegas 10.000 Dollar auf den Tisch, um an der Poker-Weltmeisterschaft teilzunehmen. Nur 2010 und 2006 kamen mehr Spieler zum Main-Event.

Nach drei Starttagen und insgesamt sieben Spieltagen sind aus diesen 7221 Spielern neun Finalisten geworden. Diese werden, da die November-Nine abgeschafft wurden, ab diesem Donnerstag um den Sieg und das damit verbundene Preisgeld von 8 Millionen Dollar spielen.

Deutliche amerikanische Führung

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Chipleader Scott Blumstein

In Führung liegt der amerikanische Spieler Scott Blumstein.

Er ist sicherlich nicht der bekannteste Spieler im Turnier, doch geht er mit fast 100 Millionen Chips als haushoher Favorit auf den Titel in das Rennen.

Ein wenig Erfahrung konnte Blumstein in den vergangenen Jahren schon sammeln.

Unter anderem gewann er ein $1m-Deepstack im Borgata Casino für fast 200.000 Dollar und seitdem in New Jersey Online-Poker erlaubt ist, ist er dort online aktiv.

Zwei Wiederholungstäter

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Nach 2009 wieder dabei: Antoine Saout

Die Schlagzeilen dieses Finaltisches sind jedoch zweifelsohne zwei Spieler, die bereits früher da waren. Der Franzose Antoine Saout wurde 2009 Dritter im Main-Event und hat es nun wieder unter die besten neun geschafft. Auch Ben Lamb wiederholt seinen Auftritt von 2011. Damals wurde er Dritter hinter Pius Heinz und Martin Staszko.

Fast sogar hätte es ein Dritter ehemaliger November-Niner in das Finale geschafft. Michael Ruane saß erst im letzten Jahr am Final-Table und war dieses Jahr lange Zeit ebenfalls auf Finalkurs. Erst direkt vor dem offiziellen Finaltisch schied Ruane mit einem verlorenen Flip aus. Er wäre ansonsten nach Mark Newhouse der zweite Spieler in der modernen Zeit gewesen, dem ein Back-To-Back-Final-Table gelang.

Ein Amateur als großer Star

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Unterhaltsamster Spieler am Tisch: John Hesp

Der ganz große Star des Finales der WSOP ist jedoch kein Profi, sondern ein britischer Autohändler im Ruhestand. John Hesp hat keine Erfahrung mit großen Turnieren, ist 64 Jahre alt und hat bisher in seinem Leben einmal pro Monat im örtlichen Casino in Hull (England) Turniere mit einem Buyin von zehn Pfund gespielt. Zum Ruhestand wollte er sich den Traum des Main-Events einmal erfüllen, erwarte von seiner Ehefrau Erlaubnis, nach Las Vegas zu fahren und investierte 10.000 Dollar. Seine Spielweise kann man am ehesten als unorthodox bezeichnen, doch irgendetwas muss Hesp richtig machen, denn er geht als Zweiter im Leaderboard in das Rennen um den Titel.

Hegele und Löhnert die besten Deutschen

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Florian Löhnert: Bester Deutscher im Turnier

Für die deutschen Spieler gibt es in diesem Finale, wie in den letzten sechs Jahren auch, nichts zu holen. Die beiden besten deutschen wurden Robin Hegele und Florian Löhnert. Hegele war zwar nach Tag fünf Chipleader, doch damit war sein Glück aufgebraucht. Erst verlor er einen riesigen Pot mit A-Q gegen Q-Q und am siebten Tag verlor er etwas unglücklich mit Q-Q gegen A-T seine letzten Chips. Er belegte Rang 27 und kassierte etwas über 260.000 Dollar Preisgeld.

Damit wurde Florian Löhnert bester deutscher Spieler. Er schied auf Rang 24 aus als er mit 6-6 gegen Christian Phams 9-9 all-in war und der Dealer ihm keine dritte Sechs gab. Auch Löhnert erhielt etwas über 260.000 Dollar Preisgeld und wir warten auf das nächste Jahr und hoffen, nach Pius Heinz wieder einen deutschsprachigen Spieler am Final-Table der WSOP zu sehen.

Prominente Spieler in den Preisrängen.

Etwas über 1000 Spieler wurden beim diesjährigen Main-Event bezahlt und natürlich schafften es viele namhafte Spieler in die Geldränge. Hier eine Übersicht der wichtigsten Cashes in diesem Jahr:

  • basler kassouf 888 barcelona may 2
    Super-Mario in den Geldrängen
    23 Marcel Luske Niederlande $263,532
  • 43 Dario Sammartino Italien $176,399
  • 64 Kenny Hallaert Belgien $101,444
  • 80 Martin Finger Österreich $85,482
  • 88 Charlie Carrel Großbritannien $72,514
  • 148 Max Pescatori Italien $53,247
  • 159 Randy Lew Vereinigte Staaten $53,247
  • 172 Eoghan O'Dea Irland $46,096
  • 191 Greg Mueller Kanada $46,096
  • 195 Dominik Nitsche Deutschland $46,096
  • 220 Johannes Becker Deutschland $46,096
  • 223 Davidi Kitai Belgien $46,096
  • 304 Ismael Bojang Österreich $35,267
  • 314 Liv Boeree Großbritannien $35,267
  • 789 Mario Basler Deutschland $17,243

Ja, tatsächlich hat es Mario Basler, der 42-malige Fußballnationalspieler und Profi von Bayern München bis in den vierten Tag des Main-Events geschafft, belegte am Ende Rang 789 und kassierte 17.243 Dollar Preisgeld.

Weiter gespielt wird am Donnerstag und in der Nacht auf Sonntag wird der Sieger bestimmt. Der Finaltisch wird von ESPN übertragen und beginnt jeweils um 2:30 Uhr in der Nacht (europäische Zeit).

WSOP Main Event 2017 - Vollständige Chipcounts

Blinds: 400k / 800k
Average: 40.117k

Counts

WSOP Main Event 2017 - Payouts

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