FC Bayern München kooperiert mit bwin

The Money

Dem FC Bayern München ist ein neuer Coup gelungen. Der Sportwetten- und Onlinepokeranbieter bwin wird als Werbepartner agieren und steigt jetzt aktiv in das deutsche Fußball-Sponsoring ein.

Dies teilte Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge vom deutschen Rekordmeister kürzlich in der Pressekonferenz in München mit.

Bwin möchte in Deutschland nicht das bestehende Sportwettenangebot bewerben, sondern setzt auf ihre kostenlose Pokerschule free-bwin.com. International wird man dann das Produkt bwin bewerben. Mit diesem Schachzug umgeht der Großkonzern geltendes deutsches Recht. Anfang des Jahres trat bei uns nämlich der Glücksspielstaatsvertrag in Kraft, der das Bewerben und Betreiben von Internet-Glücksspielen gänzlich verboten hat. Bwin sieht sich von dem Staatsvertrag ausgenommen, denn der Konzern verfügt über eine 18 Jahre alte DDR-Lizenz.

Jörg Wacker, Direktor bwin, Deutschland äußerte sich wie folgt: "Wir werden aufgrund der andauernden Diskussionen über Werbeauftritte von Sportwettenanbietern beim FC Bayern München in Deutschland mit der Pokermarke free-bwin.com auftreten. Allerdings wird international mit dem Rekordmeister die Marke bwin beworben."

Die Rechtslage in Deutschland ist ungenau. Bisweilen gab es unzählige verschiedene Gerichtsurteile, die das Thema nicht klar abdecken konnten. FC Bayern München Chef Karl-Heinz Rummenigge hofft auf ein schnelles Ende der Glücksspieldiskussion. "Wir hoffen, dass in nicht zu ferner Zukunft aus dieser aus unserer Sicht absurden juristischen Position eine vernünftige Liberalität entsteht".

Würde der Coup zwischen dem Rekordmeister und bwin zu einer Wende der Rechtslage in Deutschland führen, hätte dies weitreichende Folgen. Nach Schätzungen des DFB könnte man beträchtliche Einnahmen in Höhe von über 300 Millionen Euro generieren. Zudem wäre der Weg geebnet die auf zwei Jahre (Saison 2009/2010) begrenzte Spiel-Kooperation des FC Bayern München problemlos fortzuführen.

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